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Robotik in der Industrie: News, Trends und Hintergründe

Die Automationspraxis liefert aktuelle Nachrichten, wichtige Trends und spannende Reportagen rund um das Thema Robotik.

Robotik

Erfahren Sie alles Wissenswerte und aktuelle Neuigkeiten rund um das Thema Robotik. Bild: Pugun & Photo Studio/stock.adobe.com

Auf dieser Seite finden Sie News, Trends, Anwendungsbeispiele und Hintergrundinformationen zum Einsatz von Robotik, kollaborativen Robotern (Cobots) sowie Service-Robotern und mobilen Transportrobotern in Industrie, Produktion und Intralogistik.

News, Trends & Co.

Überblick: Industrieroboter, Serviceroboter und andere Robotik-Systeme

Vom Roboter zur Robotik: Grundlagen und Trends

Was ist Robotik? Was ist ein Roboter? Wofür werden Robotik-Systeme in der Praxis eingesetzt? Welche Roboter gibt es noch außer Industrierobotern und Cobots...

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Warum Robotik in der Industrie?


Die Robotik ist ein wichtiges Element bei der flexiblen Automation von Fertigungsprozessen in der Industrie – und das längst nicht mehr nur in der Automobilindustrie mit ihren hochautomatisierten Schweißroboterlinien. Auch bei Zulieferern in der Elektro- und Elektronik-Branche sowie in der Metall- und Kunststoffindustrie oder in der Food-, Pharma- und Biotech-Branche spielen Roboter eine wichtige Rolle. Die Robotik gilt als Pfeiler der Industrie 4.0. Denn Robotiklösungen sind aufgrund ihrer Flexibilität und Intelligenz besonders gut geeignet, um einer Fertigung auch bei kleinen Losgrößen und großer Variantenvielfalt zu automatisieren.

Definition


Der Weltrobotik-Verband, die International Federation of Robotics (IFR), definiert den Begriff "Industrieroboter" analog zur internationalen Standardisierungsorganisation ISO als „automatisch gesteuerter, umprogrammierbarer Mehrzweckmanipulator, der in drei oder mehr Achsen programmierbar ist", der entweder ortsfest oder mobil in der industriellen Automation eingesetzt werden kann. (ISO 8373)

Vom Industrieroboter zum Robotiksystem


Ein Robotik-System in der Industrie besteht aus dem Manipulator (also dem eigentlichen Roboterarm), dem Endeffektor (Werkzeug, Greifer) und der Steuerung sowie meist auch Sensoren, Kameras und weiterem Zubehör wie Sicherheitsvorrichtungen. Die Robotiksysteme lassen sich nach ihrer Kinematik unterscheiden in Knickarmroboter (i. d. R. sechs Achsen, es gibt aber auch 7-Achs-Roboter), Scara-Roboter (vier Achsen), Portalroboter (meist drei Achsen) und Palettierroboter (meist Knickarm-Roboter mit vier Achsen) sowie parallele Kinematiken wie Delta-Roboter.
Neben dem klassischen Industrieroboter werden unter dem Begriff Robotik eine Menge weiterer Systeme zur Automation zusammengefasst. Ein wachsendes Segment sind beispielswiese kollaborierende Roboter (Cobots), die zuweilen auch als Leichtbauroboter bezeichnet werden. Deren Kennzeichen: sie sind relativ sicher in der direkten Zusammenarbeit mit dem Menschen (Mensch-Roboter-Kollaboration, MRK) und zudem leicht zu bedienen.

Service-Robotik und Software-Bots


Darüber hinaus zählen auch Service-Roboter mit zur Robotik. Die IFR unterscheidet hier professionelle Service-Roboter (beispielweise Medizinrobotik, Logistikroboter wie FTS und mobile Transportroboter sowie Landwirtschaftsrobotik wie Feldroboter oder Melkroboter) und Service-Roboter für den persönlichen und häuslichen Gebrauch. Die größten Verkaufszahlen erzielen hier Haushaltsroboter wie Staubsauger- und Bodenreinigungsroboter, Rasenmäher- und Unterhaltungsroboter. Ein ebenfalls wachsender Markt sind Assistenzroboter für ältere oder behinderte Menschen.
Oft verwechselt mit der klassischen Robotik, die auf eine Interaktion mit der physischen Welt abzielt, wird die Robotic Process Automation (RPA). Das ist allerdings ein Ansatz aus der Software- und IT-Welt, bei der kleine Softwareprogramme (so genannte Bots) automatisch bestimmte Aufgaben übernehmen. Auch Anwendungen wie Chatbots oder Textroboter, die automatisch Texte aus Daten erstellen, sind reine Softwareprogramme und so gesehen keine Robotik im klassischen Sinn.

Der Robotik-Markt


Heute arbeiten laut International Federation of Robotics über 2,7 Millionen Industrieroboter in den Fabriken weltweit, Tendenz steigend. Haupteinsatzgebiete für Roboter sind nach wie vor Handling, Schweißen und Montage. Weltweit größter Markt für die Robotik in Sachen Stückzahlen ist China, gefolgt von Japan, USA, Korea und Deutschland.
Die Länder mit der höchsten Roboterdichte sind Singapur, Korea gefolgt von Japan und Deutschland. Zu den größten Roboterherstellern gehören japanische Konzerne wie Fanuc, Yaskawa, Epson, Mitsubishi, Kawasaki, Nachi und Yamaha sowie europäische Robotikspezialisten wie ABB, Cloos, Comau, Kuka und Stäubli. Gerade im Bereich Cobots und Service-Robotik sinnd aber auch eine Menge Newcomer und Start-ups aktiv.

Verbände und Messen


Die Robotik-Hersteller sind in Deutschland im VDMA Fachverband Robotik und Automation organisiert, der aus den Fachabteilungen Robotik, industrielle Bildverarbeitung und Integrated Assembly Solutions besteht. Der VDMA Robotik ist quasi der deutsche Ableger der globalen International Federation of Robotics (IFR). Zudem hat sich Anfang 2021 der Deutsche Robotik Verband (DRV) gegründet. Dieser zielt insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs).
Die größte internationale Robotik-Messe (neben der Irex in Tokio) ist die automatica in München, die als „Leitmesse für intelligente Automation und Robotik“ alle zwei Jahre im Juni stattfindet. Der VDMA Fachverband Robotik und Automation ist ideell-fachlicher Träger der automatica.
Daneben sind viele Roboterhersteller in Deutschland auch auf der Stuttgarter Messe Motek (Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, Oktober) und auf der Hannover Messe (April) vertreten. Zudem findet man Robotik-Anwendungen auf Branchenmessen wie Kunststoff (Fakuma, K), Metall (AMB, Metav, EMO, Blechexpo, Euroblech) oder Verpackung (Fachpack, Interpack).



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