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Trotz Umsatzrückgang 2020: Pilz voller Zuversicht mit Robotik und Digitalisierung

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Trotz Umsatzrückgang 2020: Pilz voller Zuversicht mit Digitalisierung und Robotik

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2019 von einem Hacker-Angriff gebeutelt und 2020 von der Corona-Krise: Der Automatisierungsexperte Pilz ist krisenerprobt. Für 2020 muss Pilz einen Umsatzrückgang um 11,3 % auf 286,2 Mio. Euro verdauen. „Wir blicken auf ein Jahr 2020 zurück, das unserem Unternehmen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die durch Corona hervorgerufenen Krisen sehr viel abverlangt hat“, erklärt Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co.KG. „Aber es ist uns gelungen, uns gemeinsam gegen die Krisen zu stemmen und Stand zu halten. Dafür sind mein Bruder Thomas Pilz und ich dankbar.“

Jetzt erst recht: Zusammenhalten

Bei Pilz gebe es ein „Jetzt erst recht“-Gen, betont Susanne Kunschert. Daher stecke man den Kopf nicht in den Sand und vertraue weiter auf den inneren Zusammenhalt und die Mitarbeiter. Entsprechend ist die Mitarbeiterzahl bei Pilz 2020 nur moderat um 4,2 % gesunken. In Deutschland ging die Mitarbeiterzahl sogar nur um 3,4 % zurück. „Dieser Rückgang basiert ausschließlich auf Rentenabgängen und natürlicher Fluktuation. Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise konnten vermieden werden“, so Susanne Kunschert.

Wie es weiter geht? Aufgrund der Corona-Pandemie seien genauere wirtschaftliche Prognosen für 2021 schwierig, auch wenn sich die Auftragslage in den letzten Monaten stabilisiert habe, sagt Susanne Kunschert. „Dennoch blicke ich voller Zuversicht und kraftvoll auf 2021. Ich bin voller Vertrauen, dass wir das Jahr gut meistern!“

Fokus auf Digitalisierung

Dafür sorgen soll auch ein weiter starker Fokus auf Innovationen. So hielt Pilz 2020 seine F&E-Quote weiter bei über 21 Prozent. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Digitalisierung. „Pilz steht für den Spirit of Safety in Digital Automation“ betont Thomas Pilz. Für den Digitalisierungsfokus bei Pilz nennt er eine Reihe von Beispielen: Von der Umstellung der CMSE-Safety-Schulungen auf interaktive digitale Formate über den digitalen Schlüssel PIT-Reader für das Maschinen-Zugriffsmanagement und die Nutzung von digitalen Datenbrillen für den Maschinen-Service in Zeiten der Corona-Pandemie bis zum neuen Vorzeigeprodukt, dem individuellen Sicherheitsschaltgerät myPNOZ, das 2021 als einer von drei Finalisten für den renommierten Hermes Award, den „Industrie-Oscar“, nominiert war.

„Bei myPNOZ bieten wir dem Kunden einen komplett digitalen Workflow“, so Thomas Pilz. Der Kunde könne im Web mit dem Creator-Tool sein individuelles Sicherheitsschaltgerät auswählen, konfigurieren und bestellen, das dann in Losgröße 1 für ihn gefertigt wird. Thomas Pilz: „Das reduziert die Fehlerquellen und die Kosten.“

Auf Basis der leidvollen Erfahrungen mit dem selbst erlittenen Hacker-Angriff will Thomas Pilz zudem die Sicherheits-Services in Richtung „Maschinen-Security“ ausbauen. „Wir beraten Firmen gegen Hacker-Angriffe auf die OT und nehmen dabei auch die Anlagen- und Netzwerksicherheit unter die Lupe.“

Robotik umsetzen

Hoffnung setzt Thomas Pilz zudem auf die Robotik, auch wenn man wegen des steigenden Preisdrucks im Leichtbauroboter-Segment nun keine eigenen Service Robotik Module mehr anbietet. „Wir haben unsere Aktivitäten mit dem eigenen Manipulator eingestellt, aber die modulare Robotik bleibt unser Anspruch“, so Thomas Pilz. „Schließlich ist Robotik nicht nur ein Roboterarm, sondern eine Gesamtlösung. Und wir arbeiten weiter an der sicheren Möglichmachung von Robotikanwendungen.“

Dazu gehören Dienstleistungen – etwa die Unterstützung bei Beratung, Planung und Umsetzung von Robotikanwendungen bis hin zur CE-Zertifizierung – ebenso wie Produkte: Von der Sensortechnik – u.a. eine neue Radar-basierte Schutzraumüberwachung – bis hin zu ROS-Softwarepaketen, etwa für den Laserscanner PSENScan. Der Laserscanner kann mit dem ROS-Softwarepaket nicht nur zur Absicherung von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und mobilen Robotern genutzt werden, sondern auch zur flexiblen SLAM-Navigation.

Ohnehin sieht Thomas Pilz gerade in mobilen Robotik-Anwendungen, etwa in der Intralogistik, ein großes Potenzial für seine Robotik-Aktivitäten. Schließlich gibt es hier von der Mensch-Roboter-Kollaboration bis zur Absicherung der autonomen mobilen Roboter eine Menge zu tun und es herrsche eine geradezu „babylonisch Sprachverwirrung“.

Kontakt:
Pilz GmbH & Co. KG
Felix-Wankel-Straße 2
73760 Ostfildern
Deutschland/Germany

www.pilz.com


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