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Pilz treibt Service-Robotik mit ROS voran

Service-Robotik macht mobil: Flexible Assistenten für die Fabrik
Mobile Service-Robotik: Pilz treibt Robotik mit ROS voran

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Bei seinen Robotik-Modulen setzt der Automationsspezialist Pilz auf das Open-Source-Softwaresystem ROS (Robot Operating System). So können Anwendungsbereiche einfach erweitert werden, etwa in Richtung mobiler Service-Robotik-Anwendungen.

Ein gutes Beispiel für die ROS-Aktivitäten von Pilz ist der Sicherheits-Laserscanner PSENscan. Dieser kann dank ROS nun nicht nur für die sichere Überwachung von stationären oder mobilen Gefahrenbereichen verwendet werden: Mit den ROS-Softwarepaketen von Pilz kann der Laserscanner auch für die dynamische Navigation von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) – zum Beispiel via SLAM – eingesetzt werden. Der Sicherheits-Laserscanner stellt dafür die für die Navigation notwendigen Daten bereit.

Solche ROS Pakete stellt Pilz den Anwendern kostenlos zur Verfügung. „Entsprechend dem Open-Source-Charakter von ROS stellen wir alle bisher selbst entwickelten ROS-Pakete über unser Github-Repository (https://github.com/PilzDE) kostenfrei zur Verfügung“, sagt Dr. Manuel Schön, Product Management Controller bei Pilz. Wichtig ist ihm aber: „Auch wenn die Pakete kostenfrei zur Verfügung stehen, können sich Anwender darauf verlassen, dass wir unsere Pakete nach industriellen Standards entwickeln. Wir stellen sicher, dass sie unsere Pilz-internen Qualitätsstandards ebenso wie den Qualitätsstandard von ROS Industrial erfüllen.“ Die Pilz-eigene Entwicklung der Software-Features gewährleiste zudem, dass diese Pakete schnell zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus stelle man zu ROS-Paketen umfangreiche Tutorials bereit, die es auch einem ROS-Einsteiger ermöglichen, seine Robotikapplikation umzusetzen. Ein weiterer Vorteil von ROS, neben der offenen und kostenlosen Verfügbarkeit des Quelltextes, sei zudem die Verwendung von üblichen IT-Programmiersprachen wie Python oder C++.

ROS-Engagement als Türöffner

Für Pilz ist dieses Engagement in der ROS-Community auch ein Türöffner. „Denn so lernen Robotikexperten die Qualität unserer Arbeit kennen“, sagt Schön. „Ganz sicher hat das Engagement für ROS einen positiven Effekt auf unsere Robotermodule. Wer Pilz ROS-Module kennt, weiß, dass wir auf Modularität setzen. Mit unseren Service Robotik Modulen kann sich der Anwender seine individuelle Roboterapplikation erstellen.“ Schön ist überzeugt, dass ROS sich zu einem Standard in der Industrie entwickelt. „Da kommt es uns zugute, dass wir uns frühzeitig im ROS-Umfeld positioniert haben.“

Seine besonderen Vorteile spielt ROS gerade in dynamischen Umgebungen aus, so beispielsweise beim Navigieren von FTS, der Kollisionsvermeidung oder dem Greifen unterschiedlicher Objekte, berichtet Schön. Ohnehin stehen bei Pilz solche mobilen Robotikanwendungen ganz besonders im Fokus. „Denn unser modulares System eignet sich für mobile Anwendungen sehr gut, bspw. aufgrund der 24 V-Betriebsspannung des Manipulatormoduls.“

Kombination mit FTS

Die Service Robotik Module können dann in Kombination mit einem Fahrerlosen Transportsystem (FTS) den Werker mit Material für seine Aufgabe versorgen oder ihm das Werkzeug für einen Arbeitsprozess an einer Maschine reichen. Schön: „Solche mobilen Anwendungen können zu effizienten Abläufen beitragen, indem sie beispielsweise Material just-in-time zur Verfügung stellen.“

Der mobile Serviceroboter kann aber nicht nur ein Objekt laden oder abliefern, sondern er kann fahrtbegleitend Prüf-, Montage-, Kennzeichnungs- und Sortieraufgaben ausführen. Schön: „Durch diese zusätzlichen Arbeiten am Werkstück, wird der Materialtransport zu einem Teil der Wertschöpfungskette. In der Fabrik der Zukunft verschmelzen mobile Transport- und Servicerobotik Lösungen“

Ein weiterer Anwendungsfall können spezielle Plattformen sein, die unterschiedlich ausgestattete Serviceroboter-Units transportieren und an ihrem Einsatzort absetzen. Diese werden nach getaner Arbeit wieder abgeholt und an einen neuen Bestimmungsort gefahren.

Für solche Szenarien punktet Pilz mit dem Baukasten-Konzept seiner Service Robotik Module. Der Baukasten besteht aus einem Manipulator-, einem Bedien-Modul sowie aus unterschiedlichen Steuerungs-Modulen. Jedes Modul ist mit offenen Schnittstellen ausgestattet, so dass Anwender damit ihre individuelle Servicerobotik Applikation zusammenstellen können. Dabei kann ein Anwender grundsätzlich sämtliche Pilz Module über die jeweiligen mechanischen und elektrischen Schnittstellen mit Komponenten anderer Anbieter (z. B. Steuerungen, Greifer oder eben FTS) kombinieren.

Pilz GmbH & Co. KG

Felix-Wankel-Straße 2

73760 Ostfildern, Germany

https://www.pilz.com

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