Automatisierungsspezialist Pilz: „Wachstum in schwierigerem Umfeld“

Perspektive: Pilz treibt Service Robotik voran

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Trotz spürbarer wirtschaftlicher Eintrübung konnte der Automatisierungsspezialist Pilz im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzplus von +2,1 % auf 345 Mio. Euro erzielen. „Die wirtschaftliche Abschwächung sowie die unsichere Weltwirtschaft waren wesentliche Faktoren, dass wir beim Umsatz 2018 unter Plan geblieben sind“, erklärt Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin. Ursprünglich hatte Pilz für 2018 rund 7 Prozent Wachstum angepeilt.

„Dennoch sind wir insgesamt mit der Entwicklung unseres Unternehmens zufrieden“, so Kunschert. Deutschland bleibe der größte und wichtigste Markt, allerdings sei gerade hier eine deutliche Abschwächung spürbar. Pilz treibt daher seine Ausrichtung als internationaler Lösungsanbieter für sichere Automation weiter voran und hat die Betreuung der aufstrebenden Märkte in Süd-Ost-Asien zum Beispiel durch die Gründung eigener Tochtergesellschaften in Thailand und Malaysia gestärkt. „Zirka 20 % unserer Umsätze erzielen wir heute mit Kunden direkt im Raum Asien-Pazifik“, so Kunschert. Ausdruck der Internationalität ist auch der weiter gestiegene Exportanteil auf 73 Prozent (+ 1,1%).

Für 2019 erwartet Kunschert eine „Seitwärtsbewegung“ beim Umsatz. „Denn natürlich können wir uns nicht von den Auftragsrückgängen im Maschinenbau und den schwierigen, internationalen Rahmenbedingungen entkoppeln.“ Daher ist Pilz auch fleißig dabei, neben dem Kerngeschäft der Automatisierungstechnik und Antriebstechnik für den Maschinebau neue Segmente zu erschließen: Unter dem Stichwort Schiene 4.0 beispielsweise will Pilz von den Digitalisierungsbemühungen im Bahnverkehr profitieren und schneidet seine industrieerprobte Automatisierungstechnik auf den Bahnverkehr zu. Pilotprojekte gibt es etwa beim automatisierte Bremsentest und bei der automatisierten Überwachung von Bahnübergängen.

Zudem baut Pilz sein Portfolio zur Schutzraumüberwachung aus. Neu im Portfolio ist eine sichere Komplett-Lösung zur Schutzraumüberwachung basierend auf Radartechnologie, die sich auch für raueste Umgebungen eignet. Sie besteht aus dem sicheren Radarsystem LBK System von Inxpect und der konfigurierbaren Kleinsteuerung PNOZmulti 2.

Darüber hinaus will der Sicherheitsspezialist Pilz neben der klassischen Safety (Schutz des Menschen vor der Maschine) den Bereich Security (Schutz der Maschine vor dem Menschen) ausbauen. Ein Beispiel ist der Securitybridge, die ähnlich wie eine Firewall fungiert. „Die Pilz Securitybridge schützt beispielsweise die Verbindungen zwischen den Programmier- bzw. Konfigurationstools und den Hardware-Steuerungen vor Manipulationen, indem sie unerlaubte Veränderungen am Automatisierungsprojekt aufdeckt“, erläutert Geschäftsführer Thomas Pilz.

Zu den großen Zukunftshoffnungen von Thomas Pilz zählt insbesondere der 2018 vorgestellte Baukasten an Service Robotik Modulen. „Ich darf mich über einen erfolgreichen Eintritt in die Welt der Robotik-Module freuen“, so Thomas Pilz. Ein „Riesenerfolg“ sei etwa die Tatsache, dass VW den Pilz-Roboterarm mit seinen ROS-Softwaremodulen für den Einsatz bei Volkswagen zugelassen habe.

Gerade von der Nutzung des Opensource-Roboterbetriebssystems ROS erhofft sich Thomas Pilz einen schönen Erfolg im SecuritybridgeRobotik-Markt, denn ROS sei gerade bei Universitäten und Forschungseinrichtungen bekannt und beliebt. „Dank ROS ist unser Service-Robotik-Baukasten schnell einsetzbar.“

Weiteres Alleinstellungsmerkmal sei die 24-VDC-Stromversorgung der Pilz Service Robotik Module. Damit ist der Roboterarm ideal geeignet bei mobilen Anwendungen, zum Beispiel in Verbindung mit Fahrerlosen Transportsystemen (FTS), so Thomas Pilz: „Mögliche Anwendungsgebiete liegen insbesondere in der Intralogistik. Hier sehen wir sehr großes Potenzial für die Service-Robotik. Das ist unserer Meinung nach die Zukunft der Service Robotik.“

Das Angebot der Service Robotik Module von Pilz besteht aus einem Schunk-Powerball-basierten Roboterarm, einer Steuerungseinheit, einem Bedienpanel und eben den ROS-Software-Modulen. Darüber hinaus können sich die Hersteller von mobilen Plattformen aus einem Baukasten aus Steuerungs- und Antriebstechnik samt Sensorik bedienen. „Damit können wir FTS-Herstellern einen kompletten Baukasten für mobile Roboter-Anwendungen bieten“, so Thomas Pilz, der darüber hinaus Service-Robotik-Anbietern bei der CE-Zertifizierung der Lösungen helfen will.

www.pilz.com

Mehr zu den Service Robotik Modulen von Pilz: „Offenes Modulsystem für die Service-Robotik“


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