Interview: Thomas Ernst, Geschäftsführer/CSO, PIA Automation

PIA: „Wir konzentrieren uns auf Big Data & Data Analytics“

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Wie PIA Automation die Digitalisierung adressiert und wie PIA mit Datenanalyse die Kunden bei der Produktionsoptimierung unterstützt, erläutert PIA-Geschäftsführer und CSO Thomas Ernst.

Autor: Armin Barnitzke

Die PIA Automation ist aus dem Zusammenschluss von PIA in Bad Neustadt, IMA Automation in Amberg und M&R Automation in Grambach/Graz entstanden. Wo liegen die Stärken der PIA Gruppe?

Ernst: PIA ist ein One-Stop-Solution Provider, der die Stärken und Kompetenzen all seiner Standorte nutzt. Organisiert in Strategic Business Units (SBU), die mit Eigenverantwortung agieren, werden innerhalb des globalen PIA Netzwerks Synergieeffekte ideal genutzt und das Knowhow aller Standorte geteilt.

Welche Branchen und Anwendungen adressieren Sie hauptsächlich?

Ernst: In der Automotive-Branche liegt unser Fokus klar auf klar auf Powertrain und E-Mobility, etwa Batteriemontage, sowie auf Anlagen für Kameras und Sensoren für Fahrerassistenzsysteme. Daneben bauen wir unsere Basis in der Medizintechnik und dem Konsumgütergeschäft aus. Alle genannten Bereiche interessieren uns – weil sie einerseits zukunftsträchtig sind, aber auch weil sie unterschiedliche Zyklizitäten haben. Allen gemein ist, dass wir mit unserer Digitalisierungsstrategie „PIA 4.0“ jedem Kunden – unabhängig von der Branche – helfen können, seine Produktivität zu steigern.

Was genau steckt hinter Ihrer Digitalisierungsstrategie PIA 4.0?

Ernst: Wir konzentrieren uns auf den Themenbereich Datenkonnektivität, Big Data und Industrial Data Analytics. Es geht also darum, Daten zu analysieren, um uns aus der deskriptiven und diagnostizierenden Situation in die präventive vorzuarbeiten. Wir haben dazu in der PIA Industrial App Suite eigene Softwarelösungen entwickelt.

Nämlich?

Ernst: Das digitale Portfolio der PIA Automation kann man generell in drei Bereiche unterteilen. Zunächst bieten wir eine Reihe von Applikationen an, welche die Visualisierung von vorhandenen Daten gewährleistet. Hierzu zählt beispielsweise PIA-Dynamics. Im zweiten Schritt werden weitere Analyseverfahren eingebunden, um die Datentransparenz zu erhöhen und beispielsweise mittels Regressionsanalyse, Fehlerursachen zu ermitteln. Zu diesem Bereich zählen wir das Tool PIA-Optimum. Und in einem dritten Schritt binden wir Artificial-Intelligence-Algorithmen in unsere Software-Applikationen ein und erreichen Vorhersagen zu Qualitäts- und Ausfallraten. Die entsprechenden Produkte befinden sich aber derzeit noch im Entwicklungsstadium.

Was genau xsteckt hinter Ihrer Software PIA-Dynamics?

Ernst: Die Aufgaben liegen neben der Visualisierung der Benutzeroberflächen einer Messmaschine auch in der Digitalisierung, Skalierung und Kalibrierung von Sensorwerten. Die Messdaten werden in einer Datenbank archiviert und können jederzeit zur Prozesskontrolle visualisiert werden. Unser Tool hat dabei eine Reihe von Vorteilen: So bietet PIA-Dynamics Flexibilität in der Oberflächengestaltung, Stichwort Dashboards. Der Zugriff ist mit allen browserfähigen Geräten möglich, Messabläufe können über einen graphischen Editor einfach angepasst werden.

Nach der Visualisierung kommt die Optimierung: Was macht PIA-Optimum?

Ernst: PIA-Optimum ist ein Tool zur Datenanalyse für Montageanlagen, um mittels softwarebasierter Unterstützung einfache und schnelle Analysen durchzuführen und daraus verlässliche Optimierungsmaßnahmen abzuleiten. PIA-Optimum optimiert schrittweise alle Bereiche und sorgt so für eine höhere Gesamtanlageneffektivität. Einzigartig an PIA-Optimum ist, dass es Produktionsdaten von Mensch und Maschine berücksichtigt. Die konkreten Handlungsempfehlungen reichen von der Anpassung des Anlagen-Layouts bis zur Schulung der Benutzer.

Geht es PIA nur um Softwareprodukte?

Ernst: Nein. Die Grenze zwischen Produkten und Services verschwimmt zunehmend; gerade an der Schnittstelle von Maschinenbau und Digitalisierung spielen smarte Dienstleistungen eine wesentliche Rolle. Wir haben für diese Smart Services bereits früh die Weichen gestellt und eine eigene I4.0 Abteilung an unserem Standort in Österreich geschaffen. Dort arbeiten rund 10 Mitarbeiter an diesen I4.0-Lösungen. Seit 1. April verstärkt und verantwortet Claude Eisenmann die Digitalisierungsmaßnahmen in der PIA Gruppe in seiner neuen Funktion als Chief Digital Officer. Mit zusätzlichen Experten und Spezialisten aus weiteren fünf PIA Standorten, sowie mit ausgewählten Partnern setzt Claude Eisenmann die Vision „PIA 4.0“ in die Realität um.

PIA Automation Holding GmbH

www.piagroup.com


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