Einfache Umrüstung mit OPC UA: Module tauschen sich über Skills aus

Mit offenen Standards zum Plug & Produce

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Mit einem Showcase, der die Verpackung verschiedener Produkte mit unterschiedlichen Modulen in einer Fertigungslinie simuliert, verdeutlicht Lenze sein Plug&Produce Konzept. Bild:Lenze
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Mit seinem Plug&Produce-Konzept will Lenze die Flexibilität von Fertigungslinien steigern. Dazu treibt der Automationsspezialist offene Standards wie OPC UA voran.

Ein neuer Auftrag, ein neues Produkt, ein neues Format – und schon muss die Produktionslinie umgerüstet werden. Mit dem Konzept Plug & Produce will Lenze nun dafür sorgen, dass die Produktionslinie schnell wieder einsatzfähig ist. Und das ohne hohen Aufwand bei der Konfiguration und Programmierung. Denn beim Umrüsten von Fertigungslinien müssen ja nicht nur die mechatronischen Module einer Maschine oder Anlage ausgetauscht werden: Auch die Programmierung der Steuerung, das Einbinden in das HMI, Diagnose und Inbetriebnahme sind weitere notwendige Arbeitsschritte bis zur Wiederaufnahme der Fertigung. Das bedeutet Aufwand.

Dass es auch anders geht, zeigt Lenze an einem Showcase, der die Verpackung verschiedener Produkte mit unterschiedlichen Modulen in der Fertigungslinie simuliert. Die Umrüstung kann im Plug & Produce erfolgen – einfach einstecken und loslegen. Denn offene, herstellerübergreifende Standards ermöglichen es den Modulen, automatisiert die Produktionslinie zu konfigurieren und untereinander Daten auszutauschen, bis hin zur vollständigen Interaktion im Zuge des Produktionsauftrages.

Zu den Grundlagen der standardisierten Kommunikation gehört OPC UA und dessen Companion Specification PackML. Als einer der ersten nutzt Lenze dabei die im Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) definierte Verwaltungsschale, um Daten zur Beschreibung der Maschinenfähigkeiten („Skills“) bereitzustellen. Auf dieser Basis können sich die Module automatisiert koppeln und selbständig das Zusammenspiel im Produktionsprozess organisieren.

Von solchen offenen Konzepten profitiert nicht nur der Maschinenbauer (denn einheitliche Schnittstellen vereinfachen die Modularisierung von Maschinen und Anlagen), sondern vor allem auch der Anwender. Und zwar nicht nur bei der Umrüstung, sondern auch bei der Konzeption einer neuen Fertigungslinie (durch höhere Flexibilität, mehr Offenheit bei der Auswahl von Maschinen und Lieferanten und einfachere Wiederverwendbarkeit von Maschinenmodulen).

Mit aktuellen Standards lassen sich aus Sicht von Lenze weite Teile von Plug & Produce schon heute realisieren. Nun gelte es aber, die noch bestehenden Lücken zügig zu schließen. Dafür sucht man Mitstreiter in der Industrie, unter Maschinenbauern und engagiert sich in den Normungsgremien.

Lenze SE

www.lenze.com


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