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Fernwarten und Daten sammeln über Turck Cloud Solutions

Sondermaschinenhersteller fragt Maschinendaten ab
Fernwarten und Daten sammeln über Turck Cloud Solutions

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Der Sondermaschinenhersteller Velco nutzt die Turck Cloud Solutions zur Fernwartung und zur Abfrage von Produktionsparametern.

Die Druckkessel-, Rotorspritzmaschinen und Einblasanlagen von Velco werden weltweit in Hochofenbetrieben, Stahlwerken, Gießereien und in der Feuerfestindustrie eingesetzt. Stahlwerksbetreiber spritzen mit den Maschinen Hochöfen, Pfannen oder Rinnen mit Feuerfestbeton aus. Um dem Kunden bei Störungen schnell helfen zu können, haben die Maschinen eine Fernabfragefunktion. „Der Kunde will wissen: Läuft die Maschine oder nicht und ist sie in Ordnung oder nicht?“, erklärt Klaus Küster, Abteilungsleiter der Elektrotechnik bei Velco.

Via Fernwartung will man vermeiden, dass ein Servicetechniker um die halbe Welt fliegt und dort dann feststellt, dass der Betreiber lediglich kleinere Fehler nicht erkennt. Solche überflüssigen Service-Dienstreisen, wegen irrtümlich geschlossener Zuwasserleitungen oder gedrückter Not-Halt-Taster, sollte das Fernabfragemodul ausschließen und zudem auch bei der Fehlersuche von realen Defekten helfen.

Cloud-Größen ausgeschlossen

Die ersten Fernabfragemodule, die in den 90ern verbaut wurden, waren im Funktionsumfang begrenzt und stellenweise liefen die Kosten aus dem Ruder, weil die GSM-basierte Lösung fortwährend SMS sendete – und jede einzelne Nachricht berechnete. Velco suchte daher 2018 nach einer zeitgemäßen Fernwartungs-Lösung, über die man nicht nur Maschinendaten einsehen, sondern auch auf die Maschinen zugreifen kann. „Die großen Cloud-Anbieter haben wir ausgeschlossen, weil sie keine Industrie-relevanten Angebote haben. Die Lösung muss schließlich auch in extremen Umgebungen wie Stahlwerken funktionieren“, beschreibt Velco-Elektroingenieur Michael Sundmacher die Grundanforderungen.

Nach einem Auswahlverfahren konnte sich am Ende Turck Cloud Solutions mit seiner Nutzerfreundlichkeit durchsetzen: „An der Turck Cloud hat uns überzeugt, dass man auf einer Seite im Browser den Überblick über alle Maschinen hat und einfach draufklicken sowie zwischen den Maschinen wechseln kann“, begründet Michael Sundmacher Velcos Entscheidung. Klaus Küster ergänzt: „Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass wir direkt mit einem PC oder Smartphone auf die Steuerung der Maschine zugreifen und diese sogar über Modbus steuern könnten. Das haben andere so nicht.“

Eine Karte in Google-Maps-Optik zeigt im Dashboard der Velco-Cloud an, wo die einzelnen Maschinen stehen. Klickt der Mitarbeiter auf einen der Einträge in der Liste, stellt das Dashboard übersichtlich alle relevanten Daten dar. Das sind neben analogen Werten wie Wasserdruck oder Materialfüllstand auch digitale Anzeigen wie Betriebszustand oder der Status des Not-Halt-Tasters. Zudem sieht der Nutzer einen Betriebsstundenzähler.

Sicherheit hat Priorität

Die Kunden können die Velco-Maschinen über das Dashboard auch fernsteuern, falls dies im Zuge einer Fehlersuche notwendig wird. Die Support-Techniker sehen vom Schreibtisch aus, ob einfache Fehler wie „fehlende Wasserzufuhr“, „Not-Halt gedrückt“ ausgeschlossen werden können. Dank der Zusatzdaten können sie bei der weiteren Ursachenforschung kompetent unterstützen. Ein willkommener Nebeneffekt der Cloud: Sie schafft Transparenz und öffnet Feuerfestbetonherstellern zudem neue Vertriebsmodelle. Sie könnten heute die Dienstleistung abhängig von der realen Nutzung anbieten und abrechnen.

Im Zuge der Fernwartungsintegration wünschen einige Kunden auch eine Velco-Cloud für Maschinen anderer Hersteller. Turck setzt dazu ein webprogrammierbares Edge-Gateway ein, das sich dank der Vielzahl an Schnittstellen und unterstützten Protokolle leicht in bestehende Anlagen mit Steuerungen diverser Hersteller integrieren lässt und die Maschinendaten in die Cloud überträgt.

Der Sicherheit von Daten und Kommunikation hat Turck dabei von Beginn an höchsten Stellenwert eingeräumt. Über ein Rollen- und Rechtemanagement kann der Besitzer der Maschine bestimmen, welcher Nutzer sich mit welchen Befugnissen in der Cloud bewegen darf. Die Kommunikation zwischen Turcks Cloud-Gateway TCG20 und dem Cloudserver ist zudem über das proprietäre Cloud-Protokoll Kolibri verschlüsselt.

Hans Turck GmbH & Co. KG

www.turck.com

Witzlebenstr. 7

45472 Mülheim an der Ruhr


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