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Kawasaki-Palettierroboter stapelt die Farbeimer

Mitarbeiter ergonomisch entlastet
Kawasaki-Palettierroboter stapelt die Farbeimer

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Eine Roboter-Palettieranlage mit einem Kawasaki-Roboter verbessert bei Sun Chemical die Effizienz und Produktivität in der Druckfarben-Produktion. Die nächste Roboteranlage ist schon in Planung.

Das Produktionsgelände von Sun Chemical im Osten Frankfurts stellte die Planung für die Roboteranlage vor einige Herausforderungen: Der begrenzte Raum im Altbau war bereits zu einem beträchtlichen Teil ausgenutzt, der Boden war teilweise uneben, die Decke niedrig und direkt hinter der zukünftigen Roboterzelle befand sich eine breite Fensterfront. Dennoch musste das neue Robotersystem in die bestehende Produktion integriert werden und ein reibungsloser Palettentransfer möglich sein.

Während Sun Chemical auch aus Dänemark, Spanien und Italien Angebote eingeholt hat, fiel die Wahl nach dem ersten Gespräch auf der Fachpack 2018 schnell auf das Systemhaus Becker Sonder-Maschinenbau und den Roboterhersteller Kawasaki Robotics. Die Präsenz in Deutschland sowie die lokale Nähe waren für Sun Chemical ein entscheidender Faktor. Insbesondere die Wartung und der schnelle Support sind für den reibungslosen Betrieb der Anlage wichtig.

Nach Prüfung mehrerer Optionen wurde der Auftrag im April 2019 erteilt und das neue Roboter-System bereits im Oktober in Betrieb genommen. Das robotergestützte System erlaubt einen maximalen Durchsatz ohne Pausen, erklärt Manuel Krause, Engineering & Maintenance Manager Deutschland bei Sun Chemical: „Bei zwei Schichten lohnt sich die Automatisierung durch Roboter definitiv. Bei drei Schichten ist sie aus meiner Sicht sogar Pflicht.“

8 bis 10 Eimer pro Minute

Die fertige Druckfarbe wird in 3-Kilogramm-Eimer abgefüllt, versiegelt und automatisch etikettiert. Der Kawasaki RD080N-Roboter transportiert die etikettierten Eimer mit einem speziell konstruierten Vakuumgreifer zu einer bereitstehenden Palette. Mit einer Traglast von 80 kg und einer Reichweite von 2.100 mm ist der RD080N speziell für solche Palettieranwendungen konzipiert. Sobald die Palette vollständig beladen ist, wird sie von einem Mitarbeiter über eine Rollenbahn zur Folienverpackung entnommen und durch eine leere Palette ersetzt. Der Roboter nimmt den Betrieb direkt nach dem Wechsel wieder auf.

Die Anlage und der Palettier-Roboter laufen derzeit nur zu 50 bis 80 Prozent der verfügbaren Maximalkapazität – es gibt also noch viel Spielraum, um sich an steigende Anforderungen anzupassen. Neben der Erhöhung der Produktionskapazität und langfristigen Kosteneinsparungen stand auch die ergonomische Entlastung der Mitarbeiter im Vordergrund. Die Handhabung der Farbeimer, der Paletten sowie das Nachjustieren waren auf Dauer für die Mitarbeiter belastend. Trotz anfänglicher Skepsis wurden der Roboter daher schnell von allen Mitarbeitern akzeptiert, berichtet Manuel Krause: „Die Lösung muss robust und zuverlässig sein – dann kommt sie an. Wenn sie zudem nicht zu komplex ist und den Arbeitsalltag der Kollegen erleichtert, dann erst recht.“

Der nächste Schritt in der Automatisierung der Frankfurter Produktion von Sun Chemical ist bereits geplant: Eine ähnlich konstruierte Roboterzelle zum Palettieren der Farbeimer – allerdings mit zwei parallelen Zuführungen. Der neue Doppelstock-Palettierer wird den Stillstand auf ein Minimum reduzieren. „Mit der neuen Anlage kann der Roboter auch bei einer vollen Palette weiter packen und die Anlage kann rund um die Uhr weiterlaufen“, so Krause. Ein mittig platzierter Kawasaki Roboter übernimmt das Palettieren. Die neue Anlage wird auch über eine direkt integrierte Etikettierung verfügen und zudem größere Behälter sowie andere Farbprodukte handhaben. Auch hier würden Mitarbeiter deutlich entlastet.

Kawasaki Robotics GmbH

Im Taubental 32

41468 Neuss

www.kawasakirobot.de

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