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Robotermarkt China: „Überraschend gut – trotz Corona“

Roboterverkäufe in China stiegen wieder
Robotermarkt China: „Überraschend gut – trotz Corona“

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Laut der STM-Zählung wuchs der Roboter-Markt in China von Anfang April bis Ende Juni 2020 nach Stückzahlen betrachtet um 3,8 Prozent. Grafik: Stieler Technologie- & Marketing-Beratung GmbH & Co. KG
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Die Wirtschaft in China steht im weltweiten Vergleich inzwischen wieder gut da. Einige Sektoren haben sich sogar überraschend gut entwickelt, darunter die Robotik. Das zeigt eine Analyse der China-Experten von STM. Davon profitieren auch große internationale Anbieter von Scara-Robotern wie Epson, Yamaha und Fanuc.

„Die Covid-19-Krise hat alle Volkswirtschaften weltweit getroffen. China, das den ersten großen Ausbruch hatte und von Februar bis Anfang März durch einen vollständigen Lockdown ging, scheint zumindest für die Menschen in China den Weg zurück zur Normalisierung gefunden zu haben“, berichtet China-Experte Georg Stieler.

Im September 2020 steht laut Stieler die chinesische Wirtschaft nicht nur im Vergleich zu den meisten anderen Regionen der Welt betrachtet gut da. „Einige Sektoren haben sich seit April im Vergleich zum Vorjahr überraschend gut entwickelt. Hierzu gehört auch die Robotik“, so Stieler, der mit seinem Team der Stieler Technologie- und Marketing-Beratung (STM) die Absatzzahlen der 20 führenden in- und ausländischen Herstellern von Industrierobotern in China ausgewertet hat.

Scara- und Delta-Roboter sind gefragt in China

Laut der STM-Zählung wuchs der Roboter-Markt in China von Anfang April bis Ende Juni 2020 nach Stückzahlen betrachtet um 3,8 Prozent. Dagegen war das Vorjahr 2019 (unter anderem wegen des Handelskonflikts mit den USA) von einer starken Investitionszurückhaltung geprägt. So waren die Verkäufe von Industrierobotern 2019 in China zum ersten Mal rückläufig, nachdem sich ihre Zahl seit 2010 versiebenfacht hatte.

Nun steigen die Roboter-Absatzzahlen wieder. Laut Stielers Auswertung waren die wachsenden Roboterverkäufe im zweiten Quartal 2020 hauptsächlich auf Nachholeffekte sowie die robuste Nachfrage aus dem Elektronikbereich, insbesondere nach Scara-Robotern zurückzuführen (ein Plus von 40 Prozent). Auch der Umsatz mit Delta-Robotern erholte sich dank der steigenden Nachfrage aus den Bereichen Lebensmittel, Gesundheitswesen und Elektronik (+22 Prozent).

Weitere Segmente mit robustem Wachstum in China waren AGVs (+17 Prozent) und kollaborative Roboter (+9 Prozent). „Sie profitierten insbesondere von der Wiederaufnahme von Projekten, die während des Corona-Ausbruchs gestoppt worden waren“, sagt Stieler. Der Absatz von klassischen Mehrachsrobotern ging dagegen im zweiten Quartal weiter zurück (minus 10 Prozent) , was hauptsächlich auf die anhaltend schwache Nachfrage aus dem Automobilbereich zurückzuführen ist.

„Lichtblick im globalen Robotermarkt“

Stielers Fazit: „Zum heutigen Zeitpunkt kann China damit durchaus als Lichtblick im globalen Robotikmarkt betrachtet werden.“ Zumal sich auch der Trend aus dem Vorjahr, wo chinesische Roboterhersteller ihren Marktanteil weiter steigern konnten, zumindest bei den Industrierobotern nicht fortgesetzt hat. Stieler: „Dafür sorgten insbesondere die starken Verkaufsleistungen von Epson, Yamaha und Fanuc im Bereich Scara-Roboter.“

Einschränkend fügt Stieler allerdings hinzu, dass in China ein enormer Preisdruck besteht: „So geht etwa Honyen, der am schnellsten wachsende einheimische Roboterhersteller des vergangenen Jahres momentan durch ein Insolvenzverfahren.“ Der Robotermarkt in China bleibt also spannend, aber herausfordernd.

Stieler Technologie- & Marketing-Beratung GmbH & Co. KG

www.stm-stieler.de

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