Automatisiertes Schleifen, Scotchen und Polieren von Türbeschlägen

Roboteranlage sorgt für perfekte Oberfläche

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FSB fertigt Tür- und Fensterbeschläge aus Edelstahl und Aluminium für den Premium-Sektor. Umso wichtiger sind einwandfreie Oberflächen. Dafür sorgen Roboteranlagen von SHL – seit 28 Jahren.

Besonders stolz ist FSB aus Brakel auf die hohe Fertigungstiefe. „Wir sind das einzige Unternehmen dieser Branche, das komplett in Deutschland produziert“, sagt Carsten Menge, Leiter Produktion und Prozesse. „Wir sind im Premiumbereich tätig. Deswegen sind die Qualitätsansprüche an Optik und Haptik sehr hoch.“

Um das Bestehen im Hochlohnland Deutschland zu sichern, peilte man eine stärkere Automatisierung der Edelstahlfertigung an. Früher stellte FSB auf einem Bearbeitungszentrum acht verschiedene Modelle her, die 70 % der Edelstahldrücker ausmachten. „Doch der Markt hat sich rasant verändert. Wir mussten unsere Bearbeitung daran anpassen“, so Menge.

Um die große Artikelvielfalt zu bewältigen, ging man bei FSB daran, den Automatisierungsgrad zu erhöhen. Ziel: möglichst viele Drückermodelle robotergestützt zu schleifen. Dabei war von vornherein klar: Als Partner kam nur SHL in Betracht. „FSB ist ein Kunde der ersten Stunde“, weiß Wilhelm Tillinger, Technischer Vertrieb bei SHL. „Wir haben dort 1990 die erste Anlage zum Schleifen und Polieren von Aluminium-Drückern installiert.“ Seit dem hat SHL insgesamt 64 Anlagen geliefert, aktuell sind 26 in Betrieb.

Im laufenden Betrieb installiert

Auch beim jüngsten Projekt arbeiteten die Partner intensiv zusammen. Die Herausforderung bestand darin, die Infrastrukturen in der Produktion neu zu ordnen und die Anlage bei laufender Produktion zu installieren. „Das war eine Operation am offenen Herzen“, bringt es Carsten Menge auf den Punkt. SHL hat in Brakel sechs Bearbeitungszellen mit je zwei Robotern zum Schleifen aufgebaut. Darüber hinaus stehen sechs Zellen mit insgesamt neun Robotern zur Feinbearbeitung mittels Scotchen sowie eine Roboterzelle zum Polieren für eine spezielle Variante zur Verfügung.

Im Standard-Verfahren werden die Beschläge nach dem Schweißen aus der Vorfertigung auf SHL-Paletten aufgesteckt und an die Zelle gefahren. Der erste Roboter holt die Klinke ab und schwenkt sie zur Vermessungsstation. Anschließend erfolgt die Bearbeitung an der Doppelfreiband- und Kontaktrollen-Schleifmaschine DKS von SHL. Danach fährt der Roboter zur Umgreifstation und legt das Werkstück auf einen Vierkantstift.

Ist die Freigabe erteilt, übernimmt Roboter Nummer zwei, leitet den weiteren Schleifprozess ebenfalls an einer DKS ein und legt den Drücker auf einem Förderband ab. Mitarbeiter kontrollieren das Werkstück und schleifen von Hand nach. An der Scotch-Zelle nimmt eine Handlingseinheit den Drücker von der Palette und übergibt ihn an den Roboter. Dieser führt das Werkstück zunächst an die SHL-Poliermaschine vom Typ P 1000 ROB. Daraufhin erfolgt das Feinscotchen am Maschinentyp P 550. Ist der Prozess abgeschlossen, legt der Roboter den Drücker definiert ab.

Investition hat sich ausgezahlt

„Wir konnten mit der Anlage unsere Prozesse beschleunigen und sind wesentlich flexibler geworden“, fasst Sebastian Rothkegel, Leiter Fertigung Edelstahl, zusammen. Heute bearbeitet FSB 35 verschiedene Drückermodelle auf der SHL-Anlage und deckt damit über 80 % des Bedarfs ab. Weitere Modelle sollen in Zukunft hinzukommen. „Früher lag die Automatisierungsquote bei 70 %, 30 % mussten wir zeitaufwändig und mühsam von Hand schleifen.“ Aktuell liegt der Fertigstellungsgrad bei 90 bis 95 %, der Anteil der Handarbeit wurde minimiert.

FSB wickelt 70 % der Edelstahlmodelle über die SHL-Anlage ab. Bei der vorherigen Lösung waren es lediglich 25 %. „Wir bewältigen die Variantenvielfalt und können auch kleinere Stückzahlen wirtschaftlich bearbeiten“, freut sich Rothkegel. Und die Oberflächen erfüllen die hohen Anforderungen des Beschlägespezialisten voll und ganz.

SHL AG

www.shl.ag

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