Familienunternehmen beschäftigt fast so viele Roboter wie Mitarbeiter Kraftroboter hebt Zahnradgiganten

Familienunternehmen beschäftigt fast so viele Roboter wie Mitarbeiter

Kraftroboter hebt Zahnradgiganten

Seit 36 Jahren dabei: Karl-Heinz Wilkens bei der Inbetriebnahme. Die Roboter handeln Zahnräder mit Gewichten von bis zu 2,2 Tonnen
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Die Stelter Zahnradfabrik schreibt Automatisierungsgeschichte: Wie in der gesamten Fertigung der rund 1000 Zahnradtypen kommen nun auch bei den tonnenschweren Großzahnrädern für Windradgetriebe Roboter zum Einsatz – und sichern auch bei den bis zu zwei Tonnen schweren Teilen Automotive-Qualität.

Jährlich liefert Stelter mehrere Millionen Hochpräzisionszahnräder und Wellen in Serie. Zu den Einsatzgebieten zählen Industrieanlagen, Fahrzeugmotoren und Getriebe sowie Energiewirtschaft und Fördertechnik. Das Familienunternehmen investierte in den vergangenen Jahren mit Blick auf hohen Durchsatz und geringe Bearbeitungszeiten konsequent in Automatisierungstechnik, die auch die „Fehlerquelle Mensch“ im Produktionsprozess quasi ausschließt.

Bei Stelter sind heute fast so viele Roboter wie Mitarbeiter beschäftigt. Rund 200 dieser „Magic Hands“ – Beladeroboter vor und hinter den CNC-Werkzeugmaschinen und weitere Automatisierungstechnik – sind die Effektivitätsgaranten im Dreischichtsystem – natürlich in Kombination mit hochqualifiziertem Personal, das überwacht, regelnd eingreift und bei Bedarf Parameter zustellt.
Stelter hat seine Automatisierungslinien nun um eine neue innovative Maschine, ein Dreh-Fräszentrum Macturn 550-W, erweitert. Die All-in-one-Anlage von Okuma ist das i-Tüpfelchen auf den in diesem Fertigungsbereich eingesetzten Automatenpark mit weit über 20 robotergestützten Anlagen zum Drehen, Wälzfräsen und Verzahnungsschleifen.
Der neun Meter lange und 30 Tonnen schwere Automat, eine Symbiose aus Drehmaschine und vertikalem Bearbeitungszentrum, gewährleistet eine Komplettbearbeitung der Erzeugnisse mit bis zu 80 Werkzeugen und das maximal auf neun Achsen (einschließlich Gegenspindel und unterem Revolver).
„Wir konnten unsere speziell geschriebenen CNC-Programme für Stirnräder und Wellen problemlos auf die Anlage übertragen“, freut sich Produktionsleiter Christian Stelter. Wie jeder Maschinenarbeitsplatz wurde auch das neue Großteile-Bearbeitungszentrum mit einem Monitor zur Überwachung der Messdaten und Toleranzgenauigkeiten samt Teilehandling ausgerüstet.
Parallel erfasst das System alle Messdaten für eine exakte Dokumenta- tion. So wird für jedes Teil und jeden Arbeitsschritt Rechenschaft mit lückenloser Rückverfolgbarkeit abgelegt. Für das Unternehmen ist das ein wichtiger Baustein seiner Null-Fehler-Strategie und vor allem auch ein „digitaler Qualitätsbeweis“ gegenüber dem Auftraggeber.
Denn: Die hocheffektive Bearbeitung der gewichtigen Produkte auf dem mit einem speziellen Laderoboter von Reis komplettierten Multitasking-Fräs- und Drehzentrum, versteht sich gleichzeitig auch als Angebot an Komponenten- und Getriebehersteller von Bahn-, Schiffs-, Förder- und Energietechnik.
Insgesamt umfasst der Maschinenpark in Bassum mittlerweile über 220 CNC- bzw. konventionelle Werkzeugmaschinen, die mit automatisierten Ladesystemen verknüpft sind. Seitdem der Zahnradhersteller auf Automatisierungskurs ist, sind Reis-Roboter erste Wahl. Karl-Heinz Wilkens, der seit 36 Jahren zur Stammbelegschaft gehört, erinnert sich: „Der erste stählerne Kollege kam 1993. Seither haben wir die Linear-Roboter nicht von der Stange gekauft, sondern unsere Applikationswünsche zuvor mit dem Hersteller besprochen: Achslängen, Peripherieanbindung, Gewichte.“
Während seinerzeit Roboter mit einer Tragfähigkeit von 600 kg und später von einer Tonne für die Konstrukteure schon eine Herausforderung gewesen seien, habe man nun absolutes Neuland beschritten, so Wilkens: Die Roboter handeln Zahnräder mit Gewichten von bis zu 2,2 Tonnen. Ohne diese Laderoboter, so Wilkens, würden sich die Be- und Entladezeiten von jetzt etwa drei Minuten deutlich verlängern. „Im Falle einer manuellen Zuführung der Großzahnräder zu den Bearbeitungsmaschinen müssen wir gut zehn Minuten Zeitverlust pro Teil in Kauf nehmen.“
Stelter Zahnradfabrik GmbH www.stelter.de
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