Interview mit Carsten Busch, Product Manager Cobots bei Denso Robotics Europe „Von Denso ist bei Cobots noch Einiges zu erwarten“

Interview mit Carsten Busch, Product Manager Cobots bei Denso Robotics Europe

„Von Denso ist bei Cobots noch Einiges zu erwarten“

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Wie Denso Robotics mit seinem kollaborativen Roboter Cobotta am Markt punkten will und wo man Potenziale auch außerhalb der klassischen Fertigung sieht, erläutert Cobot Product Manager Carsten Busch.

Autor: Armin Barnitzke

Cobots gibt es inzwischen einige am Markt: Was zeichnet Cobotta aus?

Busch: Mit nur 4 Kilogramm Eigengewicht und einer in dem Roboterarm integrierten Steuerung ist der Roboter extrem kompakt, einfach zu transportieren und sofort einsatzbereit. Dazu ist die Bedienung unkompliziert, denn Cobotta bietet eine intuitiv gestaltete grafische App namens Cobotta World. Der integrierte elektrische Greifer und die optional integrierte Kamera ergänzen die intuitiv-einfache Erstellung unterschiedlichster Applikationen. Zudem lässt sich Cobotta als offene Plattform flexibel in bestehende Systeme integrieren. Ein wichtiger Punkt ist auch die Sicherheit bei der schutzzaunlosen Zusammenarbeit mit dem Menschen.

Wie setzten Sie die Sicherheit um?

Busch: Der Roboter zeichnet sich durch sein inhärent sicheres Design aus: Leichtbau-Arm ohne scharfe Kanten, reduzierte Kräfte und Drücke und entsprechende Antriebstechnik. Auch die Geschwindigkeit ist mit maximal 1000 Millimeter in der Sekunde der direkten Zusammenarbeit mit Menschen angepasst. Zum anderen wird die Safety durch funktionale Sicherheit gewährleistet, indem die Drehmomente und Geschwindigkeiten aller Achsen kontinuierlich sicher überwacht werden. Durch die Kombination des Designs und der funktionalen Sicherheit erfüllt Cobotta die ISO 10218-1 und die ISO/TS 15066 sowie die ISO 13849-1:2015 PLd Cat.3.

In welche Richtung wird Cobotta weiterentwickelt?

Busch: Ganz bewusst hat Denso Robotics den Einstieg in die kollaborative Robotik mit einem sehr kompakten Roboter gestartet. Von uns ist also zum Thema Cobots in den kommenden Jahren noch so Einiges zu erwarten.

Was deckt die App Cobotta World ab?

Busch: Mit Cobotta World bieten wir eine grafische App für die einfache Erstellung typischer Handhabung- und Pick-and-Place-Aufgaben mittels Tablet – und das ohne jegliche Roboter-Programmierkenntnisse. In Cobotta World sind auch der Greifer und die optionale Kamera am Roboterarm eingebunden. Somit können sowohl kraftgesteuerte Greifapplikationen als auch die Verwendung der 2D-Bilderkennung in wenigen Minuten erstellt werden.

Soll es einen Appstore geben für die Cobotta Apps?

Busch: Cobotta World sowie die Zusatz-App Cobotta Parameter Tool können bereits heute als kostenlose Android-Apps im Google Play Store heruntergeladen werden. Dort ist auch die Tablet-Software Remote TP zu finden. Mit Remote TP können Experten auf dem Tablet auch komplexe Applikationen mittels der Denso Roboterprogrammiersprache Pacscript mit einem virtuellen Roboter
Teach-Pendant erstellen.

Haben Sie für Cobotta schon erste Kunden? Und gibt es Einsatzfälle bei Ihrer Muttergesellschaft Denso Automotive?

Busch: Auf der Automatica haben wir eine unglaublich große Resonanz auf die Vorstellung von Cobotta erhalten. Aus der Folge ergeben sich konkrete Projekte. Zum internen Einsatz: Denso Automotive ist stets wesentlicher Ideengeber und Entwicklungstreiber für neue Denso-Roboter. Das ist auch bei Cobotta der Fall. Insofern wird an Pilotprojekten innerhalb von Denso gearbeitet.

Auf welche Anwendungen und Branchen zielt Cobotta?

Busch: Mit einer Traglast von 500 Gramm und der einzigartigen Kompaktheit eignet sich Cobotta besonders zum Arbeiten auf begrenztem Raum und in direkter Zusammenarbeit mit dem Menschen. Die Einsatzmöglichkeiten von Cobotta sind entsprechend sehr vielfältig, vom industriellen Umfeld – beispielsweise Elektronik, Feinmechanik oder Automobilkomponenten – über Pharma- und Medizintechnik sowie Labore bis zum Ausbildungssektor wie Universitäten, Berufsschulen, allgemeine Schulen.

Wie wollen Sie Labore und Lifescience-Firmen erreichen?

Busch: Denso Robotics ist schon heute im Bereich Medizin und Lifescience sehr gut aufgestellt, beispielsweise durch speziell entwickelte Roboter wie den VS-050S2, der H2O2 und UV-resistent sowie Reinraum-tauglich ist. Diese bestehenden Denso-Kundenkreise bilden eine Säule. Neue Kunden wollen wir erreichen, indem wir die Vorteile von Cobotta in diesen Bereichen deutlich adressieren.

Und wie adressieren Sie den Ausbildungs- und Schulungsmarkt?

Busch: Schon jetzt sind wir mit Cobotta auf ein reges Interesse im Ausbildungssektor gestoßen, nicht zuletzt weil das Cobotta-Gesamtpaket zukunftsorientierte Technik zu einem attraktiven Preis bietet. Zudem adressiert Cobotta aufgrund der vielfältigen Programmiermöglichkeiten die gesamte Bandbreite des Ausbildungssektors – von der Schule, über Berufsschule und Betriebsausbildung bis hin zu den Hochschulen und Universitäten. Die Bandbreite reicht von der einfachen Programmerstellung mit der App Cobotta World über die Packskript-Programmierung via Remote TP und Wincaps III für komplexere Aufgabenstellungen bis hin zur Hochsprachenprogrammierung unter Verwendung der Open-Source-Software Robot Operation System (ROS).

Denso Robotics Europe

www.densorobotics-europe.com;
Motek Halle 7, Stand 7210

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