Präzise Robotikassistenten im OP Roboter helfen bei CT und Krebstherapie

Präzise Robotikassistenten im OP

Roboter helfen bei CT und Krebstherapie

Anzeige
Wie Roboter-Technologien in der modernen Medizin die Qualität von Diagnostik und Therapie verbessern, zeigt ein Blick in die Praxis.

Ein etabliertes Beispiel sind roboterbasierte Systeme der Röntgenbildgebung. Hierbei sorgt ein Roboter mit sechs Rotationsachsen dafür, dass der Arzt ein C-förmiges Röntgengerät flexibel um den Patienten positionieren kann. Damit kann die Angiographie auch während der Operation eingesetzt werden, ohne den Patienten zu bewegen. Vorteil des robotergeführten C-Bogens: Durch die präzise Rotation um den Patienten herum können direkt im OP hochwertige 3D-Röntgenbilder generiert werden, ohne dass der Patient in eine CT-Abteilung in einen anderen Bereich des Krankenhauses verbracht werden muss.

Der Operateur erhält nahezu in Echtzeit dreidimensionale Darstellungen über die Lage der Gefäße, der eingesetzten Instrumente oder der einzusetzenden Stent-Implantate während eines gefäßchirurgischen Eingriffs. Das erhöht die Interventionssicherheit gerade bei komplexen Eingriffen wie zum Beispiel dem durch Katheter gestützten Ersatz von Herzklappen. Mit Hilfe der roboterbasierten Röntgenbildgebung ist es möglich, diesen Eingriff über einen minimalen Zugang in der Leiste vorzunehmen. Eine offene Operation am Brustkorb ist dann nicht mehr notwendig.

Weiterer Vorteil: Die robotergestützten Angiographiesysteme sind mit der Steuerung des Patiententisches gekoppelt, so dass bei einer Veränderung der Tischposition der C-Bogen automatisch folgt. Dieses Feature ist aus ergonomischen Gründen auch für die Ärzte sehr wertvoll, die oft stundenlang in gebeugter Haltung über dem Patienten arbeiten müssen.

Auch in der Krebsbekämpfung tragen Roboter zur Verbesserung von Therapien bei, beispielsweise über robotergesteuerte Radiochirurgie-Systeme zur Tumorbekämpfung. Dabei kommt ein hochenergetischer gebündelter Röntgenstrahl zum Einsatz, der von einem Roboterarm aus sehr vielen verschiedenen Richtungen präzise auf den Tumor des Patienten ausgerichtet wird. Das System erzeugt auf diese Weise eine Dosisleistung , die exakt im Tumor am größten ist, wodurch das umliegende gesunde Gewebe geschont wird.

Zudem können robotergesteuerte Radiochirurgie-Systeme atembeweglichen Tumoren mit dem Behandlungsstrahl punktgenau folgen. Wenn Lungen-, Leber- oder Nierentumore sich mit dem Ein- und Ausatmen mehrere Zentimeter bewegen, macht das eine präzise Bestrahlung schwierig. Ein roboterbasiertes Radiochirurgie-System ist dagegen in der Lage, quasi mit zu atmen. Die äußere Atembewegung wird während der Behandlung über eine 3D-Kamera erfasst und mit der internen Tumorposition abgeglichen. Der Roboterkopf folgt der Atmung und platziert die Strahlung exakt im Tumor. Das führt zu einer hohen Genauigkeit und Qualität der Therapie.

In Deutschland sind inzwischen mehrere Zentren für die Behandlung mit roboterbasierten Radiochirurgie-Systemen entstanden. Am Europäischen Cyberknife Zentrum München-Großhadern (ECZM) wurden bis heute weit über 5000 Behandlungen durchgeführt. Das Behandlungsspektrum reicht dabei von Tumoren im Schädel-Hirn-Bereich bis zur Bestrahlung von Krebs-Geschwulsten im Auge, an der Wirbelsäule sowie an Lunge, Leber und Niere.

Neben Großrobotern können auch kollaborative Leichtbauroboter Assistenzaufgaben im Gesundheitswesen übernehmen. Durch ihre Sensitivität sind diese Roboter in der Lage, den Chirurgen im Operationssaal zu assistieren oder physiotherapeutische Aufgaben in der Rehabilitation zu übernehmen. Beispielsweise entwickeln die RWTH Aachen und das Universitätsklinikum Aachen mechatronische Physiotherapeuten auf Basis eines Leichtbauroboters, der Patienten bei Übungseinheiten unterstützen kann.

Gerade die Forderung nach häufigem, repetitivem Training legt eine roboterbasierte Rehabilitation nahe. Roboter können die Bewegung des Patienten initiieren und dabei den aktuellen Zustand sowie den individuellen Therapieplan berücksichtigen. So wird dem Patienten die Möglichkeit gegeben, Übungen mit Hilfe des Roboters selbstständig und in der benötigten Regelmäßigkeit und Konstanz zu praktizieren – ohne dass zusätzliches therapeutisches Personal nötig ist.

Kuka Deutschland GmbH

www.kuka.com



Hier finden Sie mehr über:
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Titelbild Automationspraxis 12
Ausgabe
12.2018
LESEN
ARCHIV
ABO

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Stellenanzeige

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Alle Webinare & Webcasts

Hier finden sie alle Webinare unserer Industrieseiten

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de