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Robot as a Service vereinfacht den Einstieg

Mietroboter: Preise entsprechen einem Zeitarbeiter pro Stunde
Robot as a Service vereinfacht den Einstieg

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Die Hahn Group gibt in Sachen Cobots mächtig Gas. So führt man nicht nur die Technologie des US-Cobot-Pioniers Rethink Robotics weiter, sondern bietet mit Robshare auch ein innovatives Geschäftsmodell: Robot as a Service (RaaS).

Im Oktober hat die Hahn Group angekündigt, die Technologie des Sawyer-Herstellers Rethink aufzukaufen und mit ihrem Anwendungs-Knowhow aus 25 Jahren Industrieautomation weiterzuführen. Damit hat der Automationsspezialist aus Rheinböllen ein echtes Ausrufezeichen im Cobot-Markt gesetzt. Zusätzlich dazu bläst man mit der Tochter Robshare zur Cobot-Offensive der anderen Art: Mit Robshare bietet Hahn Robot as a Service und schafft so eine Zeitarbeitsfirma für kollaborative Roboter.

„Wir wollen den Arbeitsmarkt revolutionieren“, sagt Geschäftsführer Silvester De Keijzer selbstbewusst. „Unsere Vision ist es, mit unseren Kunden kollaborative und Cloud-verbundene Roboter zu teilen, die im Team mit menschlichen Kollegen sicher arbeiten und sich mit Leichtigkeit an neue Aufgaben anpassen können.“ Dabei gehe es aber nicht um das Ersetzen der menschlichen Arbeitskraft, betont De Keijzer, sondern vielmehr um eine Partnerschaft des Menschen mit seinen Cobot-Kollegen.

Für alle Unternehmen erschwinglich

Das RaaS-Mietmodell mache diese kollaborative Automatisierung für alle Unternehmen wirtschaftlich erschwinglich – unabhängig von ihrer Größe und Mitarbeiterzahl. Statt Cobots kapitalintensiv zu kaufen und langwierig auf eigene Verantwortung in Betrieb zu nehmen, können Kunden mit RaaS Investitions- und Betriebskosten sparen und zugleich von schnelleren Innovationszyklen profitieren.

Was das Ganze kostet? „Die Mietpreise entsprechen einem Zeitarbeiter pro Stunde“, sagt De Keijzer. Abgerechnet wird nach Kundenanforderung pro Tag oder pro Monat. Und es sei sogar möglich, die Cobots nach Nutzung abzurechnen: „Pay per Pick ist grundsätzlich möglich, abhängig von der Einsatzbereitschaft des Kunden.“ Wichtig ist De Keijzer die Feststellung: „Der Kunde zahlt jedoch nur, wenn der Roboter wie geliefert funktioniert.“ Denn Robshare ist für den Betrieb des Cobots verantwortlich und kümmert sich um Programmierung, Wartung, Logistik und Verwaltung. „Der Kunde managt und kontrolliert die vom Roboter geleistete Arbeit.“

Herstellerunabhängige Lösungen

Mit diesem Angebot zielt Robshare sowohl auf diejenigen Kunden, die einen Prozess generell automatisieren wollen, aber die Einstiegsinvestitionen scheuen, als auch auf solche Firmen, die mit dem Roboter eine Urlaubs-/Krankheitsvertretung realisieren wollen. „Idealerweise sucht Robshare allerdings Kunden mit mindestens 80 Arbeitsstunden pro Woche pro Roboter“, erläutert De Keijzer.

Obwohl Hahn die Rethink-Technologie gekauft hat, ist das Robshare-Angebot nicht auf Sawyer beschränkt. De Keijzer: „Wir bieten unseren Kunden den Roboter, der für seine spezifische Aufgabe am besten geeignet ist.“ So setzt Robshare neben dem siebenachsige Sawyer (der sich durch seine Sensitivität und seine besonders intuitive Bedienung auszeichnet) unter anderem auf die kollaborativen Mobilroboter von MIR (die auch in sehr dynamischen Umgebungen sicher um Menschen und Hindernisse herum manövrieren können).

Mit Fachwissen zur Risikobewertung

Mit diesem RaaS-Mietangebot agiert Robshare parallel zur Schwesterfirma Hahn Robotics. Diese ist seit einigen Jahre als Systemintegrator im Roboterumfeld aktiv. Geschäftsführer Marco Unverzagt: „In Ergänzung zu diesem Produktgeschäft bieten wir als Systemintegrator auch Machbarkeitsstudien, Sicherheits- und Risikoanalysen für kundenspezifische Applikationen an.“ Denn gerade bei Anwendungen der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) sei nicht nur ein umfassendes Verständnis der Roboteranwendungen notwendig, sondern auch das Fachwissen bei der Risikobewertung bis hin zur fertigen CE-Konformitätserklärung. „Hier begleiten wir unsere Kunden von Anfang an“, betont Unverzagt.

Mit diesem Ansatz habe Hahn Robotics bereits verschiedene Projekte erfolgreich umgesetzt, von Kabel-Steckermontagen über die Automation von Fertigungsmaschinen, bis hin zu komplexen Montagetätigkeiten mit Robotern, unter anderem auch mit Cobots von ABB (Yumi) oder Kuka (iiwa). Dabei ist Hahn Robotics aber nicht auf Cobot-Anwendungen beschränkt. Unverzagt: „Da die Cobots in Bezug auf Taktzeit und Handhabungsgewicht teilweise an ihre Grenzen stoßen, setzen wir in vielen Projekten auch klassische 6-Achs-Industrieroboter aller namhaften Hersteller ein. „Hier sind wir flexibel in der Auswahl der Produktmarken und setzen die Geräte ein, die bereits bei unseren Kunden zum Einsatz kommen.“

Hahn Group

www.hahn.group
www.hahnrobshare.com
www.hahnrobotics.com


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