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Im Überblick: Hersteller von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und autonomen mobilen Robotern (AMR)

Flexibler Materialfluss in Produktion und Intralogistik
Überblick: Hersteller von fahrerlosen Transportsystemen und mobilen Robotern

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Der Trend zum flexiblen Materialfluss in Intralogistik und Produktion sorgt für einen regelrechten Boom bei mobilen Transportplattformen. Das lockt inzwischen Hersteller aus ganz unterschiedlichen Richtungen an: Spezialisten, Newcomer, Logistiker, Maschinenbauer. Wer bietet fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter (AMR) an? Ein Überblick .

1. Autonome mobile Roboter (AMR)

Mobile Industrial Robots (MiR)

Mobile Industrial Robots (MiR) wurde im dänischen Cobot-Mekka Odense gegründet: 2011 baute der Gründer Niels Jul Jacobsen mit den Lego-Steinen seines Sohnes und seiner Software den ersten mobilen MiR-Roboter. Heute bietet MiR mit über 200 Mitarbeitern und 167 Distributoren in 48 Ländern eine breite Palette an Mobilrobotern an. Das Portfolio reicht vom kleineren M100 bis zum MiR1000 für den Paletten- und Schwerlasttransport. Zudem bietet MiR verschiedene Add-ons an und hat dazu ein Ökosystem von Drittherstellern MiRGo gegründet. Mit MiR Finance gibt es zudem ein Leasing-Modell.

Omron

Die mobilen Roboter von Omron stammen aus Omrons Übernahme des US-Roboterherstellers Adept, der wiederum 2010 den Spezialisten Mobilerobots gekauft hatte. Omrons Familie mobiler Roboter kann eine Vielzahl von Nutzlasten transportieren – von 60 kg bis hin zu schweren Lasten von 1.500 kg. Die mobilen Roboter können zudem in Omrons umfassendes Automatisierungskonzept integriert werden, das Motion, Sicherheit, Bildverarbeitung, Steuerung und Robotik kombiniert.

Magazino

Magazino aus München entwickelt intelligente, mobile Roboter für die Intralogistik. Magazino spricht von Advanced Robotics, weil die mobilen Roboter eigene Entscheidungen treffen können und dazu lernen. Konkret gibt es bei Magazino den Toru, einen Pick Roboter für Schuhkartons, und den Soto als Transportroboter für die industrielle Nachschub-Versorgung. Zu den Investoren bei Magazino gehören Siemens und Zalando sowie auch der Logistik-Spezialist Jungheinrich.

Scio

Durch die Übernahme des Servicerobotik Start-ups Mojin Robotik baut die deutsche Automatisierungsgruppe Scio Automation nun Kompetenz im Bereich mobile Roboter auf. Der mobile Cobot Luka soll als autonomer Logistik- und Kommissionier-Assistent Lieferketten in industrielle Umgebungen bedienen.

2. Fahrerlose Transportsysteme (FTS)

EK Automation

EK Automation gehört zu den europäischen Marktführern im Bereich fahrerlose Transportsysteme (FTS) und hat bereits über 10.000 Fahrzeuge in mehr als 1.000 Anlagen weltweit installiert. Mit der 1988 begründeten Partnerschaft mit Jungheinrich für Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sowie den späteren Übernahmen des FTS-Geschäftes der Demag Jungheinrich FTS GmbH und der Indumat GmbH & Co. KG (der damaligen FTS-Sparte von Linde Material Handling) hat sich EK Automation als großer Anbieter von FTS und Transportrobotik etabliert.

DS Automotion

DS Automotion aus Linz ist ein etablierter FTS-Hersteller mit breitem Portfolio. DS Automotion fokussiert sein Geschäft auf Automotive/Zulieferindustrie, Krankenhäuser und Intralogistik. Im Bereich der Intralogistik unterstützt DS Automotion den Partner und Investor SSI Schäfer mit FTS-Systemen. Mit den Produktfamilien Sally und Lucy hat DS Automotion Lösungen für den automatisierten Hol- und Bringdienst. Zum Portfolio gehört auch der fahrerlose Hochhub-Stapler Amadeus und das flächenbewegliche Unterfahr-FTS Oscar omni.

MLR System

Die MLR System GmbH ist der Spezialist für fahrerlose Transportsysteme FTS und entwickelt auf Wunsch auch Sondertransportlösungen, die auf den Kundenbedarf und das Transportgut angepasst sind. Seit 2015 gehört MLR zur Rofa Industrial Automation Group. Zum MLR Portfolio gehören Sonderfahrzeuge, Hochregalstapler, Schwerlasttransporter, Schlepper sowie Plattformwagen für die Automobilindustrie.

3. Logistik-Größen mit FTS

Dematic

Als großer Logistik-Spezialist ist Dematic schon länger im FTS-Segment aktiv. Das intelligente Herzstück ist die FTS-Leitsteuerungs-Software, die Transportmanagement, Verkehrssteuerung und Visualisierung übernimmt. Bei den Transport-Fahrzeugen kann Dematic auf eine große Vielfalt an FTS-Lösungen zurückgreifen, dazu gehören selbst entwickelte Fahrzeuge (sowohl standardisiert als auch maßgeschneidert) sowie autonome Stapler der Mutter Kion Group.

SSI Schäfer

Das Portfolio an FTS Lösungen von SSI Schäfer umfasst Lösungen für Kleinladungsträger und Großladungsträger, deren Anwendungsbereich sich von der Produktion über die Montage bis hin zur Waren- und Lagerlogistik erstreckt. Der Flottenmanager übernimmt die Steuerung und Optimierung aller Transportaufträge. Das FTS Weasel automatisiert Transportaufgaben für Behälter und Kartons in Lagersystemen. In Sachen autonome Fahrzeuge kooperiert SSI Schäfer zudem mit der FTS-Partner DS Automotion.

Swisslog

Swisslog hat über 45 Jahre FTS-Erfahrung und blickt auf ein Vielzahl abgeschlossener Projekte zurück. Seit 2014 gehört Swisslog zum Roboterspezialisten Kuka. Mit vereinten F&E-Ressourcen entwickeln Kuka und Swisslog nun Lösungen rund um fahrerlose Transportsysteme und mobile Transportroboter.

4. Robotik-Hersteller mit FTS

Kuka

Kukas FTS-Portfolio umfasst unter anderem die autonome Mobile Plattform 1500 und das Schwerlast AGV Omnimove. Die omnidirektionale Mobile Plattform KMP 1500 eignet sich etwa für die Matrix-Produktion im Automotive-Rohbau. Die mobile Schwerlastplattform Kuka Omnimove transportiert XXL-Lasten. Mit speziell entwickelten Mecanum Rädern bewegt sich die mobile Schwerlastplattform in alle Richtungen. Für das autonome Manövrieren sorgt das ausgeklügelte Navigationssystem Navigation Solution. Kukas AIVI, eine KI-basierte Leitsteuerung steuert alle intralogistischen Produktionsprozesse. Zudem kombiniert Kuka die mobilen Plattformen mit seinen Industrierobotern. Das Angebot reicht vom KMR iiwa (mobile Plattform plus LBR iiwa Cobot) bis zum KMR Quantec für das Bearbeiten von schweren Bauteilen.

Stäubli / WFT

Mit dem Kauf des Oberpfälzer Unternehmens WFT aus Sulzbach-Rosenberg ist der Robotik-Konzern Stäubli in das Segment fahrerlose Transportsysteme eingestiegen. WFTs FTS-Fahrzeuge zeichnen sich durch einen patentierten Antrieb für omnidirektionale Beweglichkeit sowie hohe Robustheit aus. Die FTS von Stäubli WFT sind für schwere Lasten (bis zu 500 Tonnen) ausgelegt. Aufgrund des geringen Abriebs eignen sich die Fahrzeuge auch für den Einsatz in Reinraum, Lebensmittelbereich. Mit dem Helmo bietet Stäubli eine Kombination aus FTS und Industrieroboter für Handling/Montage an.

5. Maschinenbau / Automatisierung

Tünkers

Seit vier Jahren ist Tünkers Maschinenbau am Markt für fahrerlose Transportsysteme (FTS) aktiv – auch in Kooperation mit dem brasilianischen FTS-Spezialisten Sinova. Durch die FTS-Serienfertigung in Ratingen, mit einer Produktionskapazität von bis zu 1000 Fahrzeugen pro Jahr und Schicht, sieht sich Tünkers bestens für die Zukunft gerüstet. Neben Versorgungs-FTS sowie Transport-FTS bietet Tünkers auch Prozesslinien-FTS zur sicheren Bearbeitung und Montage direkt auf dem Fahrzeug sowie Schlepper, Unterfahrschlepper, Rollenbahnen und Staplerfahrzeuge. Da sich die fahrerlosen Transportsysteme von Tünkers nahtlos in den hauseigenen Baukasten der 9-Module der Automation einfügen, lassen sich mit Modulen aus Spanntechnik, Hubtische, Greifsysteme, Rollenbahnen, Drehtische oder Staufördersystemen vielfältige FTS-Lösungen realisieren.

SEW-Eurodrive

Im Rahmen seiner Maxolution-Systemlösungen für Fabrik- und Maschinenautomation bietet der Antriebstechnik-Spezialist SEW-Eurodrive auch FTS-Lösungen als mobile Assistenzsysteme an. Dazu gehören etwa fahrerlose Transportfahrzeuge mit bis zu 1500 kg Nutzlast für den automatisierten innerbetrieblichen Materialfluss. Die FTS-Systemlösungen bestehen aus intelligenten Fahrzeugen mit kontaktloser Energieübertragung und WLAN-Kommunikation. Hinzu kommen fahrerlose Transportfahrzeuge für die Montage die als fahrende Werkbänke eine Mensch-Technik-Interaktion möglich machen. Dank der einstellbaren Arbeitshöhe passen sie sich ergonomisch an den jeweiligen Werker an und erlauben ein sicheres Arbeiten direkt am mobilen Assistenten. Als Konzeptstudien gibt es bei SEW auch Handling-Assistenten als mobile, autonome und kooperative Roboter oder Logistikkapseln als selbstfahrende, standardisierte Güter-Transportfahrzeuge in der Intralogistik.

Siehe auch: Fahrerlose Transportsysteme und autonome mobile Roboter: Vom FTS zum AMR

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