Start-up will Serviceroboter kommerzialisieren

Ein Serviceroboter macht Karriere

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Nach seiner Premiere im Elektronikmarkt Saturn in Ingolstadt arbeitet der Serviceroboter Care-O-bot nun auch in den Saturn-Märkten in Berlin und Hamburg: Er fragt Kunden nach ihren Wünschen und führt sie in die jeweilige Abteilung. Bild: Mediamarkt Saturn
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Der Serviceroboter Care-O-bot 4 hat Marktreife erlangt. Noch in diesem Jahr will die Fraunhofer-IPA-Ausgründung Mojin Robotics die Serienproduktion starten.

Den Einstieg ins Berufsleben fand der Care-O-bot 4 vor über einem Jahr beim Elektronikmarkt Saturn in Ingolstadt. Inzwischen macht er Karriere. Der Serviceroboter begrüßt nun auch in Berlin und Hamburg Kunden, fragt sie nach ihren Wünschen und führt sie in die jeweilige Abteilung. Im Haus der Geschichte in Bonn präsentiert er Besuchern ausgewählte Ausstellungsstücke.

Dabei war der Care-O-bot eigentlich ein Roboterassistent, der ältere Menschen im Alltag unterstützen soll. Das jedenfalls war seine Bestimmung, als er 1998 das Licht der Welt erblickte. Bis heute laufen dort Forschungsprojekte, bei denen seine Interaktion mit Menschen verbessert werden soll.

Der IPA-Ingenieur Ulrich Reiser hat jedoch früh erkannt, dass der Serviceroboter auch im Einzelhandel, in Hotels und Museen, auf Bahnhöfen oder Flughäfen zum Einsatz kommen könnte und entwickelte ihn weiter. Im November 2017 nahm das Start-up Mojin Robotics, das Reiser mit seinen Kollegen Florian Weißhardt und Tim Fröhlich gegründet hatte, die Geschäfte auf. Anfang 2018 erhielt Mojin den auf 5000 Euro dotierten Fraunhofer-Gründerpreis 2017. Reiser: „Unser Ziel ist es, Care-O-bot 4 zu kommerzialisieren und die Produktivität im Dienstleistungssektor zu steigern. Dabei soll der Roboter das Fachpersonal unterstützen, indem er einfache Tätigkeiten übernimmt.“

Künftig soll Care-O-bot 4 nicht nur Kundendialoge führen und Menschen an ihr Ziel begleiten. Er soll beispielsweise auch dazu befähigt werden, Transportdienste zu übernehmen, Bestellungen und bargeldlose Zahlungen entgegenzunehmen. Und auch im Krankenhäusern und Pflegeheimen könnte der Roboter tätig werden. „Wir bekommen viele Anfragen von Gesundheitsunternehmen“, berichtet Reiser. „In der Pflege herrscht seit Jahren Personalnotstand.“

Start-up will weitere
Pilotkunden gewinnen

Zusammen mit dem IPA will Reiser den Care-O-bot weiter entwickeln. Doch zunächst einmal will er weitere Pilotkunden für sein Start-up gewinnen. „Ausschlaggebend ist für uns die Bereitschaft des Kunden, die letzten Entwicklungsschritte gemeinsam mit uns zu gehen und dann das Potenzial auszuschöpfen.“ Die Serienfertigung des Care-O-bot 4 soll noch in diesem Jahr starten. Bis dahin will Mojin Robotics eine verlässliche Lieferkette aufbauen. Reiser: „Dann wird es möglich sein, den Serviceroboter in kürzerer Zeit und in größeren Stückzahlen zu produzieren.“

Mojin Robotics GmbH

www.mojin-robotics.de

www.care-o-bot-4.de



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