Kollaborativer Roboter testet Leiterplatten und entlastet Mitarbeiter Cobots erobern die Elektronikindustrie

Kollaborativer Roboter testet Leiterplatten und entlastet Mitarbeiter

Cobots erobern die Elektronikindustrie

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Der US-Cobot-Pionier Rethink verzeichnet einen signifikanten Zuwachs bei kollaborativen Robotiklösungen in der Elektronikindustrie. Ein Beispiel: ASM Assembly Systems.

Immer mehr Elektronikunternehmen setzen Rethinks kollaborativen Roboter Sawyer ein, um die Produktivität ihrer Fertigung zu steigern und Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben zu entlasten. Vorteil der Sawyer-Cobots: Sie verfügen über eine intelligente Kraftsteuerung, die einen präzisen und bedarfsgerechten Krafteinsatz im Umgang mit elektronischen Baugruppen, zerbrechlichen Komponenten und hochwertigem Zubehör ermöglicht. So kann Sawyer beispielsweise bei der Bestückung hochsensibler Platinen oder im Bereich der Qualitätskontrolle für das Testen von Leiterplatten eingesetzt werden.

Gerade Leiterplattentests sind ein einfacher, aber zeitintensiver Vorgang. ASM Assembly Systems, Hersteller von SMT-Lösungen für die Elektronikindustrie und Fabrik des Jahres 2016, hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Fachkräfte von eintönigen Aufgaben zu entlasten. In seiner Fertigung in München setzt das Unternehmen den kollaborativen Roboter Sawyer ein, um Leiterplatten in einen Testadapter einzulegen, auf Fehler zu überprüfen und entsprechend dem Testergebnis zu sortieren. Somit können sich die Mitarbeiter komplexeren Aufgaben widmen, während der Roboter den monotonen Testvorgang durchführt.

Dabei integriert er sich auch nahtlos in Industrie-4.0-Umgebungen, sagt Darius Wilke, Director European Business bei Rethink: „Firmen wie ASM, bei denen die Digital Factory bereits Realität ist, können mit Sawyer zudem Produktion- und Leistungsdaten erfassen, visualisieren und direkt in ihre Produktions-IT und Data-Analytics-Systeme einspeisen.“

Schnell einsatzbereit

Aber auch in der Kunststoff-Industrie spielen die Sawyer-Cobots ihre Stärken aus. So steigert der US-Hersteller von Kunstoffspritzgussteilen Harrison mit Sawyer Produktionsdurchsatz und verbessert Ergonomie sowie Teilequalität. Innerhalb weniger Stunden war Sawyer bei Harrison einsatzbereit und konnte durch die Übernahme unergonomischer Tätigkeiten die Arbeitskosten senken und den Produktionsdurchsatz steigern.

Sawyer entfernt bei den Spritzgussteilen den Anguss und reicht sie zum Verpacken weiter. Bei dieser monotonen, für die Handgelenke belastenden Tätigkeit des Angussentfernens kommt es oft zu Fehlern oder Verletzungen. Dank Sawyer können die Mitarbeiter nun andere Funktionen übernehmen.

Kein Raum für Käfige

„Wir haben lange nach einer Automatisierungslösung für diese Aufgabe gesucht. Herkömmliche Lösungen waren mit einem zu großen Investment verbunden oder sie waren für unsere Anforderungen schlicht nicht geeignet“, so Firmengründer Scott Harrison. So verfügt Harrison nicht über den Raum für sperrige Sicherheitskäfige, wie sie herkömmliche Industrieroboter erfordern.

Harrison plant in Kürze einen zweiten Sawyer in einem anderen Abschnitt der Fertigungslinie in Betrieb zu nehmen. „Der zweite Sawyer ist schon bestellt“, bestätigt Scott Harrison. „Nach der schnellen und unkomplizierten Inbetriebnahme unseres ersten Sawyer, sind wir sicher, dass auch der zweite Cobot genauso schnell und reibungslos einsatzbereit ist.“

Während der erste Sawyer Angüsse von Spritzgussteilen entfernt, wird der zweite Cobot künftig die Teile annehmen, verpacken und den Mitarbeitern signalisieren, wenn die Teile palettiert werden können. Das Unternehmen erwägt, Sawyer in Zukunft für eine Reihe weiterer Aufgaben einzusetzen, etwa zur Qualitätskontrolle von Teilen sowie für Pick-and-
Place-Aufgaben und zum Be- und Entladen des Fließbands.

Rethink Robotics

www.rethinkrobotics.com/de


Sawyer @ automatica 2018

Wie der Cobot Sawyer erfolgreich in der Elektronikindustrie eingesetzt wird, berichtet Alessandro Bonara, Head of Electronic Manufacturing bei ASM Assembly Systems, auf dem automatica Forum: „Kollaborative Robotik: Innovative Prozessoptimierung für die Elektronikfertigung“ (20. Juni 2018, 14:30 Uhr).

www.automationspraxis.de/‧automaticaforum

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