Startseite » Robotik »

Stäublis Stericlean-Roboter füllt Hyaluron-Gel in Spritzen ab

Roboter lässt sich über Schnittstelle einfach und schnell über SPS programmieren
Stäublis Stericlean-Roboter füllt Hyaluron-Gel in Spritzen ab

Anzeige
In einer Anlage von Zellwag Pharmtech füllt ein Stäubli Stericlean-Roboter das Anti-Aging-Gel Hyaluron steril in Spritzen ab. Dank seiner Unival-plc-Schnittstelle lässt sich der Steril-Roboter einfach und schnell über die Siemens SPS programmieren.

Hyaluron-Gel ist ein wahrer Jungbrunnen und führt der Haut gezielt Feuchtigkeit zu. Entsprechend begehrt ist das Gel: Zellwag Pharmtech, Spezialist für Füll- und Verschließanlagen in der Pharma-, Healthcare- und Kosmetikindustrie, hat daher eine vollautomatische Füll- und Verschließanlage entwickelt. Die Anlage füllt unter Reinraumbedingungen Spritzen mit Hyaluron-Gel und verschließt sie.

Bei der Konzeption der Anlage für einen russischen Kosmetikhersteller steht ein blasenfreies Mischen, Auspressen und Abfüllen im Vordergrund. Ein weiteres Kennzeichen ist die Flexibilität der Anlage: Auf einer Abfülllinie lassen sich sterile Gebinde mit unterschiedlichen Formaten wie Spritzen, Vials und Kartuschen aus Glas oder Kunststoff verarbeiten.

Dank Einsatz des TX2–90 stericlean Sechsachs-Roboters konnte ein platzschonendes Anlagenlayout zum Handling von Spritzen, Vials und Cartridges konzipiert werden. Im Arbeitsraum des Roboters wird ein verschlossener Tub mit hundert vorbereiteten und sterilen Spritzen bereitgestellt. Ein Linearsystem entfernt die Tyvec-Folie, ein zweites Linearsystem hebt die in einem Nest befindlichen Spritzen an.

2200 Spritzen pro Stunde

Der Stericlean-Roboter greift das Netz mit den Spritzen und führt sie in einem 90°-Schwenk der Abfüllstation zu. Dort hält er die Spritzen präzise unter das Abfüllventil, so dass jeweils zwei gleichzeitig befüllt werden. Nach 50 Zyklen sind alle Spritzen gefüllt. Der dynamische Stericlean-Roboter stellt sie zurück in den Tub, der zur Weiterverarbeitung transportiert wird. So werden Abfüllleistungen von bis zu 2.200 Spritzen pro Stunde erreicht, wobei die Grenzen hier von der Viskosität des Gels gesetzt werden und nicht vom Roboter: Bei wasserähnlichen Flüssigkeiten sind bis zu 6.000 Abfüllvorgänge in der Stunde möglich.

Stäublis Pharma-Roboter TX2–90 stericlean punkten hierbei nicht nur wegen ihres sterilen Designs (siehe Kasten), sondern auch durch ihre Unival plc-Schnittstelle. Diese Schnittstelle ermöglicht das Programmieren des Roboters über eine externe SPS, hier eine Siemens-SPS. Damit können Programmierer weiterhin in ihrer bekannten Umgebung arbeiten, ohne sich die Roboter-Programmiersprache aneignen zu müssen.

Arbeitserleichterung nochmals größer

Da Zellwag das TIA-Portal von Siemens nutzt, ist die Arbeitserleichterung sogar noch größer: Der Roboter lässt sich, basierend auf einer TIA-Bibliothek, im Engineering-Tool von Siemens programmieren. Diese zentrale Programmierung reduziert nicht nur den Programmieraufwand massiv. Sie steigert auch die Funktionalität und Effizienz der Anlage. Und sie bietet beste Voraussetzungen für Prozessanpassungen und Formaterweiterungen auch nach der Inbetriebnahme.

„Die Applikation hat die Programmierung der Anlage massiv erleichtert“, sagt Ahmad Asraf, Teamleiter Automation bei Zellwag: Ohne die SPS-Integration hätten die Kollegen den Roboter für jedes Gebindenest separat konfigurieren müssen, was einen sehr großen Aufwand bedeutet hätte. „Bereits bei der Programmierung für das erste Spritzennest haben wir mithilfe der Applikation 30 Prozent der Zeit eingespart. Bei jedem weiteren Gebindenest, dass wir der Anlage zuweisen, sind wir nun sogar doppelt so schnell wie früher.“

Stäubli Robotics (Deutschland)

www.staubli.com/de-de/robotics/


Stericlean – gebaut für sterile Bedingungen

Stäublis Stericlean-Roboter wurden speziell für den Einsatz in aseptischen Produktionsbereichen der GMP-Klasse A entwickelt und haben sich tausendfach bewährt. Die Kinematik der Stericlean-Sechsachser ist voll gekapselt und mit Spezialdichtungen abgedichtet, die Verkabelung innenliegend. Es gibt keine Toträume, sondern glatte Oberflächen, die die Bildung von Verunreinigungen verhindern. Dadurch können den Pharma-Robotern selbst regelmäßige Sterilisations- und Dekontaminationsprozesse zum Beispiel mit Wasserstoffperoxid (H2O2) nichts anhaben.

Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild Automationspraxis 11
Ausgabe
11.2020
LESEN
ABO
Schlagzeilen
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

automatica Highlights 2020

Auch wenn in diesem Jahr keine automatica stattfindet, haben wir ein paar ganz besondere Highlights, die wir Ihnen vorstellen möchten. In Kürze hier!

Messevideo


Mechatronik in der Mensch-Roboter-Kollaboration: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de