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Kukas Agilus-Hygienic-Roboter bringen Käse-Stick-Produktion auf Trab

Produktionskapazität verdoppelt –Hygienestandard erhöht
Kukas Agilus-Hygienic-Roboter bringen Käse-Stick-Produktion auf Trab

Bei Vepo Cheese in den Niederlanden verarbeiten zwei Kuka KR Agilus Roboter in Hygiene-Ausführung Käse zu Sticks und führen diese Sticks dann einer Verpackungsmaschine zu. Dadurch hat sich die Produktionskapazität verdoppelt – und der Hygienestandard erhöht.

Wie andere Firmen der Lebensmittelindustrie musste sich auch das niederländische Familienunternehmen Vepo Cheese den gestiegenen Produktivitäts- und Hygieneanforderungen in der Lebensmittelverarbeitung stellen. „Den Käse sollten nur noch so viele Menschen wie nötig direkt berühren“, erinnert sich Hugo van Put, Technical Operations Manager Vepo Cheese. „Zugleich wollten wir die Produktionskapazität beim Schneiden unserer Käse-Sticks von 5.000 auf 10.000 Stück pro Stunde verdoppeln. Dafür haben wir einen starken Automatisierungspartner gesucht.“

Gefunden hat Vepo ihn im Systemintegrator Groba – und in Kuka. Heute sorgt die Lambda 405, eine speziell konstruierte Schneidemaschine für einzeln verpackte Käsesnacks, mit zwei KR Agilus HM („Hygienic Machine“) für einen vollautomatisierten Betrieb. „Gemeinsam mit Groba haben wir die Robotereinheit auf unsere Bedürfnisse und unsere Verpackungsmaschine angepasst“, sagt Hugo van Put.

Kamera führt Roboter exakt

Und so funktioniert die Käse-Stick-Maschine: Nachdem der Bediener je nach Käsesorte eines der zwei vorkonfigurierten Programme ausgewählt, wird der Käse über ein Förderband in die Maschine transportiert. Seine Länge wird über den Abstand zwischen Schneidemesser und Greifer gemessen und daraus die Anzahl der Käsescheiben berechnet. Anschließend schneidet die Lambda 405 die Scheiben mit einer definierten Dicke, damit das Portionsgewicht stimmt. Eine Kontrollwaage sorgt für eine allenfalls minimale Abweichung des Gewichts pro Stange. Denn sie gibt der Schneidemaschine bei Bedarf ein Signal, dickere oder dünnere Scheiben zu schneiden.

Die Käsescheiben fallen anschließend auf ein Förderband. Über dem Förderband tastet eine Kamera die Position der Käsescheibe ab – und gibt die Information an den ersten KR Agilus HM weiter. So weiß er genau, wie er die Scheibe greifen und auf die Schneideplatte legen muss. „Das war für uns ein schwieriger Part“, erzählt Robin de Groot, Managing Director beim Systemintegrator Groba. „Denn der Roboter muss die Scheibe exakt greifen und mittig unter dem Messer platzieren, damit beim Schneiden die Seiten gleich lang sind und keine Krümel entstehen.“

Eine saubere Sache

Der zweite KR Agilus HM nimmt die fertigen Käse-Sticks mit einer Vakuumspreizeinheit auf und legt sie in die Kassetten der Verpackungsmaschine. „Wo früher viele Schritte manuell erfolgten, arbeitet die neue Linie heute komplett automatisiert“, sagt Hugo van Put. „Niemand berührt den Käse, nur der Roboter. Das hat nicht nur die Hygiene erhöht und den Schnittverlust deutlich minimiert, sondern auch unsere Kapazität verdoppelt.“

Wegen der hohen Hygieneanforderungen in der Lebensmittelverarbeitung kommt in der Produktionslinie bei Vepo Cheese ein KR Agilus Roboter in der Ausführung als „Hygienic Machine“ (korrosionsresistente Oberflächen, lebensmitteltaugliche Schmierstoffe und Verwendung von Edelstahlteilen) zum Einsatz. Die reinigungskritische Elektroschnittstelle befindet sich nicht im primären Kontaktbereich, sondern unterhalb des Roboters.

„Der kompakte KR Agilus HM war unsere erste Wahl“, sagt Robin de Groot von Systemintegrator Groba. „Denn er ist auf höchste Arbeitsgeschwindigkeiten ausgelegt. So konnten wir das Ziel von Vepo Cheese erreichen, die Anzahl der Sticks auf 10.000 pro Stunde zu verdoppeln.“

Bei der Integration hat Groba auch die Simulationssoftware Kuka.Sim geholfen: Mit ihr lassen sich Details von Roboterapplikationen schon vor der Inbetriebnahme simulieren und anschließend zu 100 Prozent auf die echte Steuerung übertragen. „Wir haben Kuka.Sim genutzt, um die Bewegungen des KR Agilus ablaufen zu lassen und so mögliche Probleme zu erkennen“, sagt Robin de Groot, „etwa mit Blick auf die hohe Geschwindigkeit der Anlage.“

Kuka Deutschland GmbH

www.kuka.de


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