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Fräsen und Beschicken: Kawasaki-Roboter im Mittelstand

Individuelle Automatisierungslösungen
Fürs Fräsen und Beschicken: Kawasaki-Roboter im Mittelstand

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Famag aus Remscheid stellt nicht nur Bohr- und Fräswerkzeuge her, sondern entwickelt auch roboterbasierte Automationslösungen. Seit vielen Jahren arbeitet Famag als Systemintegrator eng mit Kawasaki Robotics aus dem benachbarten Neuss zusammen.

Für ein Unternehmen, das sich auf den Zuschnitt von Schaumstoffen für Matratzen spezialisiert hat, hat Famag mit Kawasaki eine Roboterlösung entwickelt, die die Polster auf die jeweilige Person maßschneidert. Dazu werden die zuvor per 3D-Körperscanner und CAD/CAM-Software erfassten Personendaten über das Kawasaki Tool K-AS-Load direkt an den Roboter übermittelt, ein CX165L: Der auf das Handling von schweren Nutzlasten ausgelegte Roboter hat eine Reichweite von 2699 mm und trägt bis zu 165 kg. Der Roboter verfügt über ein Hollow-Wrist-Design zur internen Kabelführung und ist mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,06 mm präzise. Der zu bearbeitende Schaumstoff wird auf einer speziellen Vakuumplatte fixiert: Ausgestattet mit einer Frässpindel kann dann der CX165L das zuvor übermittelte 3D-Modell schnell und exakt umsetzen. Staub und Schmutz werden parallel zum Fräsen abgesaugt. Der Roboter liefert immer optimale Qualität in der Umsetzung, die gefrästen Polster entsprechen stets den höchsten Ansprüchen. Die ersten Praxistests der Anlage in Remscheid waren sehr erfolgreich.

Optimale Auslastung von Maschinen

Zudem hat Famag für die optimale Auslastung von Werkzeugmaschinen eine Zelle entwickelt, die zwei Werkzeugmaschinen parallel durch einen einzigen Roboter beschickt. Durch den parallelen Einsatz der Maschinen erhöht sich die Gesamtkapazität der Anlage. Die Wahl für den Roboter im Zentrum der Anlage fiel auf den RS010N-Roboter von Kawasaki Robotics. Der RS010N ist Teil der universellen R-Serie für kleine bis mittlere Traglasten. Er hat eine maximale Tragkraft von 10 kg und eine Reichweite von 1450 mm. Sein spezielles Design ermöglicht dem Roboter eine größere Reichweite und einen erweiterten Arbeitsbereich. Das Sicherheitssystem Cubic-S sorgt etwa beim Öffnen der Türen dafür, dass Roboter und Arbeiter gefahrlos zusammenarbeiten können.

Über eine externe Zuführung entnimmt der RS010N mit einem speziell entwickelten Mehrfachgreifer die Werkstücke und legt sie in die jeweilige Werkzeugmaschine zur weiteren Bearbeitung ein, nachdem er das zuvor fertig bearbeitete Werkstück entnommen hat. Dieses fertige Teil legt der Roboter auf dem Weg zur zweiten Werkzeugmaschine in einer bereitstehenden Ausgabe ab.

Kawasaki Robotics GmbH

Im Taubental 32

41468 Neuss

www.kawasakirobot.de


Carsten Stumpf, Vice President Kawasaki Robotics Deutschland, kündigt Innovationen an.
Foto: Kawasaki

Innovationen in Vorbereitung

Welche neuen Technologien stehen bei Kawasaki Robotics in den nächsten 12 Monaten an?

Stumpf: Im Herbst 2020 bringen wir in Europa den Kawasaki Robotics RS013N auf den Markt. Der Allzweckroboter trägt bis zum 13 kg ist unter anderem für Handling- und Beschickungsaufgaben in zahlreichen Branchen entwickelt worden. In puncto Geschwindigkeit und Bewegungsbereich ist er derzeit der Beste seiner Klasse. Mit einer Kabelführung durch den Arm und einer IP67 Zertifizierung für den gesamten Roboter ist er besonders flexibel einsetzbar.

Und neben der Hardware?

Stumpf: Stehen für uns in den nächsten Monaten insbesondere Dienstleistungen und Softwarelösungen im Fokus, darunter vor allem der Kawasaki Trend Manager. Auf der iREX in Tokio vor wenigen Monaten wurde eine überarbeitete Version unserer Predictive Maintenance Tools präsentiert, ebenso wie eine webbasierte Variante. So haben nicht nur unsere Kunden selbst zentrale Daten, Wartungsintervalle etc. stets im Blick, sondern bei Bedarf auch unser Serviceteam, egal wann und wo. So bleiben Planungssicherheit und eine sichere Produktion gewährleistet.

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