AMB goes Automation: Fitnesskur für die CNC-Fertigung Zerspanung braucht Automatisierung

AMB goes Automation: Fitnesskur für die CNC-Fertigung

Zerspanung braucht Automatisierung

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Integrierte und kostengünstige Automation auf weniger als einem Quadratmeter: die Variocell Uno von Chiron bildet eine kompakte Einheit aus Handlingroboter und Werkstückspeicher für das hauptzeitparallele Beladen und Entladen von Werkstücken. Bild: Chiron
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Die Automatisierung der Zerspanung steht bei vielen Ausstellern der AMB (18. bis 22. September in Stuttgart) hoch im Kurs. Denn die zunehmende Digitalisierung, der Mangel an Fachkräften, aber auch steigende Qualitätsansprüche sind nur mit einer weiter zunehmenden Automation der Zerspanung zu bewältigen.

 Ein gutes Beispiel für die Automationsoffensive der Werkzeugmaschinen-Branche ist Chiron: „Der Einsatz durchgängiger Automations- und Steuerungskonzepte erleichtert die Bedienung komplexer Systeme und unterstützt den Anwender intuitiv“, betont Thomas Marquardt, der den Bereich Automation bei Chiron leitet: Deshalb entwickelt der Werkzeugmaschinenhersteller eine modular aufgebaute, standardisierte Zellensteuerung für alle Automationszellen, die über eine durchgängige Benutzeroberfläche mit einheitlicher Hardware, Software, Visualisierung und Bedienung verfügt. In dieselbe Richtung zielen auch die neuesten Komponenten des SmartLine-Programms, die auf der AMB gezeigt werden. Damit lassen sich alle relevanten Maschinenparameter vollautomatisch analysieren. Der Vergleich mit einem im Werk erzeugten „digitalen Fingerabdruck“ zeigt frühzeitig untypisches Betriebsverhalten und Verschleißerscheinungen.

Auf die Bedeutung der Greifsysteme und Spannmittel macht Henrik Schunk, geschäftsführender Gesellschafter und CEO von Schunk, aufmerksam: „Sie beeinflussen maßgeblich die Wirtschaftlichkeit, Prozesssicherheit und Flexibilität im Fertigungsprozess.“ Dies vor allem vor dem Hintergrund zunehmender Produkt- und Größenvielfalt sowie dem rasant steigenden Kostendruck. Bei vergleichsweise geringen Kosten ließe sich zum Beispiel deutlich Rüstzeit sparen, die heute im Mittelstand immer noch zehn bis 15 Prozent der Maschinenkapazitäten ausmache.

 Doch steigende Teilevarianz und immer kleinere Stückzahlen sind nur eine Herausforderung. Zugleich sieht sich die zunehmend komplexere Produktion einem steigenden Anspruch an die Fertigungsqualität ausgesetzt. Fastems-Geschäftsführer Heikki Hallila: „Mehr Transparenz und bessere Rückverfolgbarkeit der Produktion – diese Herausforderungen lassen sich angesichts eines hohen Kostendrucks und Fachkräftemangels nur durch Digitalisierung und Automatisierung bewältigen.“

 Aus Sicht von Fastems müsse die Entwicklung daher die Produktion nicht nur flexibler, sondern auch agiler machen. Hallila: „Ein agiles Fertigungssystem ist nicht als eine rein spezifische Hardware-Lösung zu verstehen, sondern vielmehr als eine zukunftsweisende Produktionsstrategie.“ Weshalb man sich bei Fastems intensiv mit entsprechenden Lösungskonzepten sowohl auf der Hardware- als auch der Softwareseite beschäftige. Auf der AMB zeigt man beispielsweise eine neuartige Roboterzelle zur Automatisierung von Universal-Werkzeugmaschinen, die sich für Neuinvestitionen und zum Nachrüsten eigne.

Automationslösungen bilden auch beim Werkzeugmaschinenhersteller Yamazaki Mazak einen Ausstellungsschwerpunkt auf der AMB. Mit der eigenen intelligenten Steuerungstechnologie habe man hierfür bereits die Basis geschaffen. Für zwei Maschinentypen gibt es fertige Automationslösungen, bei denen das Zusammenspiel zwischen Maschine und Automation nach den Erfordernissen des Kunden in der Steuerung programmiert werden kann. Diese Plug-and-play-Lösungen können komplette Fertigungszellen sein, in denen die Beschickung der Werkstücke und der Werkzeugwechsel über einen Knickarmroboter erfolgt oder – für mannlose Schichten – über integrierte Palettenspeicher.

 Einen kostenschonenden Einstieg in die Automatisierung verspricht Werkzeugmaschinenhersteller Starrag. Managing Director Dr. Marcus Otto nennt als eine Möglichkeit die Erhöhung der Spindellaufzeit. „Wir haben hierfür einen maschinenintegrierten Paletten-Linearspeicher entwickelt.“ Angeboten werden aber auch High-End-Lösungen, die den Grundstein für eine vollkommen autonome Fertigung legen. „Einen großen Schritt in diese Richtung werden wir auf der AMB präsentieren.“ Starrag zeigt in Stuttgart ein System, mit dem sich Hallenlayout und Automatisierung optimal verknüpfen lassen sollen. Es basiert auf fahrerlosen Transportmodulen, mit denen sich Maschinen vollautomatisch be- und entladen lassen, ohne die Zugänglichkeit der Maschine zu beeinträchtigen.

www.messe-stuttgart.de/amb

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