Jung Antriebstechnik u. Automation feiert 30-jähriges Firmenjubiläum

„Wenn andere aufgeben, legen wir erst los“

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Als Systemintegrator mechatronischer Automationslösungen auf der Basis hochdynamischer Linearmotor-Systeme präsentiert sich die JA2 GmbH von Wilhelm Jung heute. Gestartet ist das Unternehmen vor nunmehr genau 30 Jahren als Zulieferer rein rotativer Antriebskomponenten. Nachdem der gelernte Physiker Wilhelm Jung etliche Berufsjahre in Betrieben der Antriebstechnik, der Elektronik und der Verpackungstechnik verbracht hatte, gründete er am 4. April 1989 sein eigenes Unternehmen Jung Antriebstechnik u. Automation – oder kurz: JA2 GmbH. Basierend auf seinen Erfahrungen als Entwicklungsleiter stellte er sich ein Portfolio aus Komponenten der rotativen Antriebstechnik zusammen: Drehstrommotoren von Kaiser, Frequenzumrichter von Lust, analoge Servomotoren von Seidel und Indramat sowie Positioniersteuerungen von Elau. Später kombinierte er die Komponenten zu ersten Systemen mit kundenspezifischer Auslegung.

Tausende von Automationslösungen auf der Grundlage rotativer Servoantriebe realisiert die JA2 GmbH bis zum Ende der 1990er-Jahre. Dabei wandert der Schwerpunkt stetig weiter in den Bereich hochdynamischer Anwendungen der Handhabungs-, Positionier- und Montagetechnik. „Häufig treffen wir in unseren Kundenprojekten auf Ingenieure, die meinen, dass unsere Vorstellungen in der Praxis nicht funktionieren. Dann rechnen wir ihnen das vor, bauen unsere Komponenten zusammen und siehe da: Es geht doch! Wenn andere aufgeben, legen wir erst richtig los“, sagt der Firmenchef.

Metamorphose zum Lineartechnik-Spezialisten

1998 unterzieht Jung sein Portfolio einem grundlegenden Wandel, als er den renommierten Linearmotorenhersteller LinMot als Partner gewinnt. 2001 wird das Unternehmen konsequent auf die Linearmotortechnik ausgerichtet. „Ab sofort wird bei uns nichts mehr rotieren; alle zukünftigen Systemlösungen werden auf der Basis der Lineartechnik aufbauen“, verspricht der Firmenchef zu diesem Zeitpunkt. Abzuwarten bleibt, ob und wie lange er an diesem Grundsatz festhalten kann. In der Zeit ab 2001 baut Jung konsequent weiteres Entwicklungs- und Applikations-Knowhow im Bereich der Mechatronik rund um die Linearmotortechnik auf.

„Im Jahr 2008 kam es dann zum großen Umbruch, als LinMot uns seinen eigenen Vertrieb vor die Nase setzte“, berichtet der Firmenchef. Doch Jung reagiert rasch mit der Ausdehnung seines Produktspektrums auf alle vier Wirkprinzipien der Linearmotortechnik. Kurz darauf ruft er die Modul-Generation HighDynamic ins Leben, die den Mittelpunkt für viele mechatronische Kinematik- und Antriebsysteme zum Handhaben, Bestücken, Positionieren, Montieren, Kennzeichnen, Prüfen oder Sortieren bildet. Bei den Linearmotor-Modulen handelt es sich um einbaufertige Komplettsysteme für Kurzhub-Daueranwendungen mit hohen Taktfrequenzen und Beschleunigungen von bis zu 150 m/s2. Sie bestehen aus tubularem Linearmotor, zwei Führungswagen, beweglicher Führungsschiene aus gehärtetem Stahl und Stirnplatte“, erklärt Wilhelm Jung.

Rückkehr zur Rotation

Während immer mehr Anwender die dynamischen und kinematischen Vorzüge der HighDynamic-Module schätzen lernen, entstehen am Standort kontinuierlich neue Komplettlösungen rund um diese Linearmotor-Module. Auch rotative Bewegungen spielen dabei wieder eine Rolle. Denn schon 2013 hatte sich gezeigt, dass Jung an seinem 2001 aufgestellten Vorsatz nicht weiter würde festhalten können: Als er nämlich die Dreh-Schwenkmodule der Produktlinie ForTorque FT01 präsentiert, setzt er seinen Fuß wieder in die Welt der rotierenden Anwendungen. Diese servoelektrisch angetriebenen Endlosdreh- und Schwenkachsen ermöglichen das hochdynamische winkelgenaue Verdrehen ausladender Werkstücke und außermittig angeordneter Greifer und eignen sich auch für den Einsatz in der Schraub- und Wickeltechnik.

Die luftlose Maschine vor Augen

Als Wilhelm Jung vor 30 Jahren das Unternehmen gründete, bewies er mit der in seiner Firmierung betitelten Ausrichtung „Antriebstechnik u. Automation“ Weitblick. Einerseits erhielt er sich damit von Beginn an den Freiraum, sein Portfolio jederzeit auf die technologischen Veränderungen abzustimmen; andererseits erlaubt sie ihm die Konzentration auf eine industrielle Applikationsthematik. Den Ruf nach schnellen, kompakten, prozessstabilen und energieeffizienten Kinematiken hört man in der Automatisierung heute lauter denn je. Vor diesem Hintergrund bleibt auch die Vision von der „luftlosen“ Maschine nach wie vor einer der wichtigsten Antriebsfaktoren von Wilhelm Jung: „Wir folgen weiterhin konsequent der Zielsetzung, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden im Maschinen- und Anlagenbau mit einem Portfolio an hochperformanten und wirtschaftlichen Mechatronik-Lösungen für die Prozessautomatisierung zu fördern. Der Substitution pneumatischer Systeme gilt dabei nach wie vor unser Hauptaugenmerk.“

www.ja2-gmbh.de

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