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Wandel braucht Weiterbildung

Digitale Bildungslücke schließen
Wandel braucht Weiterbildung

43 Prozent der Unternehmen in Deutschland stocken ihre Budgets für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter auf, zeigt die Studie Arbeitswelt der Zukunft von Sopra Steria Consulting. Bild: Sopra Steria Consulting
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Angesichts der Digitalisierung stehen deutsche Firmen vor einem großem Umbruch. 43 Prozent der Unternehmen in Deutschland stocken daher die Budgets für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter auf, zeigt die Studie Arbeitswelt der Zukunft von Sopra Steria Consulting. Ein großer Teil des zusätzlichen Weiterbildungsbudgets wird in spezielle Trainings für ein digitalisiertes Arbeiten fließen. 48 Prozent der Entscheider sehen hier Nachholbedarf, vor allem bei älteren Mitarbeitern.

„Durch die Digitalisierung verändern sich die gewohnten Abläufe, der zunehmende internationale Wettbewerb zwingt zu mehr Geschwindigkeit und erhöht den Innovationsdruck. Das bekommen auch die Mitarbeiter zu spüren“, sagt Jürgen Prinz, Leiter Human Capital Management Solutions bei Sopra Steria Consulting.
Von Arbeitnehmern wird in der Arbeitswelt der Zukunft vor allem mehr Flexibilität und Lernbereitschaft gefordert. Wichtig ist zudem die Fähigkeit, sich trotz Informationsflut und vielen neuen Technologien auf die inhaltliche Arbeit zu fokussieren. „Hier haben junge digital Natives sogar häufig größere Probleme als die ältere Generation. Wichtig ist deshalb, die Mitarbeiter bei ihrem persönlichen Kenntnisstand und Bedarfen abzuholen und abgestufte Trainings anzubieten“, so Prinz.
Kompetenzlücken in Sachen Digitalisierung zu schließen, ist aber nur die eine Herausforderung. Die Andere ist die Gestaltung des Wandels, das Change-Management. In jedem dritten Unternehmen sollen Führungskräfte deshalb stärker in Veränderungsmanagement geschult werden, so die Studie von Sopra Steria.
„Der Handlungsbedarf für ein professionelles Change-Management ist offensichtlich“, bestätigt Claudia Schmidt, Geschäftsführerin des Change-Management-Spezialisten Mutaree. „Denn selbst gut gesteuerte Veränderungsinitiativen können scheitern, wenn die Mitarbeiter nicht dahinter stehen. Unternehmensleitung und HR-Abteilungen müssten den Wandel ganzheitlich betrachten und im Idealfall sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter in Fortbildungsmaßnahmen dafür schulen und unterstützen.“
Mitarbeiter und Führungskräfte müssen sich weiterentwickeln, um den steigenden Anforderungen gewachsen zu sein, so Schmidt: „Ein Wandel löst zunächst Widerstand aus. Ängste und Emotionen gewinnen Raum.“ Entscheidend sei nun, die Mitarbeiter so zu motivieren und zu qualifizieren, dass sie zu Mitgestaltern des Wandels und der Zukunft werden. „Nur mit dem nötigen Know-how können Mitarbeiter in einem oftmals belastenden und unsicheren Veränderungsprozess Souveränität entwickeln und die richtigen Stellhebel bewegen, um Veränderungsprozesse erfolgreich zu gestalten und abzuschließen. ↓
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