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Verschlafen Chefs die Industrie 4.0?

Management muss Vordenker und Treiber sein
Verschlafen Chefs die Industrie 4.0?

PACs Industrie-4.0-Index ist erstmals rückläufig
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„Mittelständische Fertigungsunternehmen unterschätzen den wettbewerbsentscheidenden Megatrend Industrie 4.0“ – so das Fazit des Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) nach einer Studie im Auftrag von Freudenberg IT. Bei der Befragung von 130 IT-Entscheidern und Produktionsleitern in Deutschland sank der Industrie-4.0-Index der mittelständischen Fertigungsindustrie von 6,6 im Vorjahr auf aktuell 6,5. Das sei (neben der allgemein noch vorherrschenden begrifflichen Unsicherheiten) vor allem auch der divergierenden Sicht auf die Dinge durch das Management, die IT und die Produktion geschuldet, deren Umfrageergebnisse teilweise recht unterschiedlich ausfallen.

„In unserer diesjährigen Umfragewelle zur IT-Durchdringung des industriellen Mittelstands werden heterogene Sichtweisen in Bezug auf den Industrie-4.0-Megatrend evident“, kommentiert Stefanie Naujoks, Analystin bei PAC. Die Bedeutung Industrie 4.0-naher Technologien wird danach vor allem von Produktionsleitern erkannt. So bekundeten die Produktionsleiter insgesamt mehr intelligente Produktionsanlagen und moderne Automatisierungslösungen einzusetzen beziehungsweise ihren Einsatz zu planen als dies noch 2014 der Fall war.
Das Management dagegen nähert sich dieser Herausforderung zurückhaltend. „Das ist nicht genug“, mahnt Horst Reichardt, CEO der Freudenberg IT. Denn bei Industrie 4.0 gehe es eben nicht nur um die Digitalisierung der Produktionstechnik, sondern um eine grundlegende Transformation der industriellen Wertschöpfung. „Wir brauchen dringend neue Managementansätze, Geschäftsmodelle und Regeln für ein verändertes Zusammenspiel zwischen Herstellern, Zulieferern und Kunden.“
Diese Diskrepanz – das Management zögert während die Produktion voranprescht – ist insofern interessant, als es in den vergangenen Monaten auch durchaus Studien gab, die das Gegenteil behaupteten. Unabhängig davon zeigt eine weitere Studie von Teradata, wie wichtig es für ein umfassendes Herangehen ist, dass die Industrie 4.0 Chefsache wird.
Laut der von Teradata mitfinanzierten Studie Big Data Use Cases des Beratungshauses BARC haben erst 13 Prozent der Industrieunternehmen Big Data-Analysen bereits in ihre Unternehmensprozesse integriert. Dagegen sind andere Branchen schon deutlich weiter: Im Handel beispielsweise sind Big Data in 28 Prozent der Unternehmen Bestandteil der Geschäftsprozesse, im Finanzsektor immerhin bei einem Fünftel.
Der Chef macht dabei offensichtlich den Unterschied: In Unternehmen, in denen Big Data schon Teil der Prozesse ist, nennen 61 Prozent das Management als Vordenker und Treiber dieser Initiativen. Hingegen starten Fachbereiche Big Data-Projekte deutlich seltener. „Soll Big Data im Unternehmen genutzt werden, müssen also die Führungskräfte tätig werden, um Abteilungen und Fachbereiche zu aktivieren“, so die Experten.
Die Studie erstellte BARC auf Basis einer Online-Umfrage, an der 559 Personen aus unterschiedlichen Branchen teilnahmen. Die meisten Teilnehmer kamen mit 37 Prozent aus der DACH-Region.
www.teradata.de www.freudenberg-it.de
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