Start-up Summit: Innovatives Format für Kooperationen

VDMA und Fraunhofer: Maschinenbau trifft Start-ups

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„Gerade um die Wertschöpfungspotenziale der digitalen Transformation für Mittelständler im Maschinenbau nutzbar zu machen, eröffnen Kooperationen mit hochinnovativen Ausgründungen aus der Forschung besondere Chancen“, so Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Bild: Fraunhofer
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Mittelständische Industriebetriebe suchen immer häufiger den Zugang zu Start-ups, um den digitalen Wandel gemeinsam voranzutreiben und Zukunftstechnologien zu entwickeln – von der Roboterprogrammierung für jedermann bis hin zur Navigationslösung für ganze Flotten von fahrerlosen Transportsystemen. Der VDMA und die Fraunhofer-Gesellschaft haben deshalb die gemeinsame Initiative »Hacking Engineering« gestartet.

Ziel der Initiative ist es, Hightech-Start-ups aus der Forschung für Mittelständler im Maschinen- und Anlagenbau zu erschließen und Innovationen in den industriellen Mittelstand zu bringen. Auf dem ersten Start-up Summit in Berlin trafen mehr als 170 Entscheider aus dem Maschinenbau und Start-ups aus dem Fraunhofer-Netzwerk aufeinander, um sich zu vernetzen und Kooperationen anzubahnen. Insgesamt 18 Jungunternehmen präsentierten dabei ihre Zukunftstechnologien.

Gerade der Maschinenbau ist eine Start-up-affine Branche. Laut der VDMA-Studie Start-up-Affinität und -Strategie im Maschinen- und Anlagenbau kooperieren bereits heute 55 Prozent der Unternehmen aus allen Maschinenbau-Clustern mit Start-ups. Tendenz steigend: 73 Prozent der Befragten geben an, in den nächsten drei Jahren mit Start-ups kooperieren zu wollen.

Hauptmotiv für diese Kooperationen ist, Zugang zu neuen Zukunftstechnologien zu erhalten – dies nannten 93 Prozent der Befragten. Dabei finden Unternehmen im Maschinenbau passende Start-ups vorwiegend über Hochschulnetzwerke und Forschungseinrichtungen. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist damit ein optimaler Partner für den Verband, der mit seiner VDMA Start-up-Machine seit 2017 die besten Hightech-Start-ups scoutet und mit seinen überwiegend mittelständischen Mitgliedern vernetzt.

Daher nun als die Kooperation von VDMA und Fraunhofer. „Es freut mich sehr, dass wir mit dem VDMA den Technologietransfer in den Mittelstand systematisch weiterentwickeln. Mit der Start-up-Kooperation will Fraunhofer gezielt dazu beitragen, dass der Maschinen- und Anlagenbausektor als Motor der deutschen Wirtschaft durch marktfähige Innovationen auch in Zukunft zur Weltspitze gehört. Gerade um die Wertschöpfungspotenziale der digitalen Transformation für Mittelständler im Maschinen- und Anlagenbau nutzbar zu machen, eröffnen Kooperationen mit hochinnovativen Ausgründungen aus der Forschung besondere Chancen“, erklärte Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, erläuterte: „Start-ups bringen einen unkonventionellen Spirit und eine neue Innovationskultur in den Maschinen- und Anlagenbau. Davon profitieren beide Partner: Hochfliegende, oft auch radikale Ideen junger Start-ups werden bei uns geerdet und in industrielle Wertschöpfung übersetzt. Die VDMA Start-up-Machine bringt beide Welten zusammen. Wir spüren spannende Jungunternehmen für die Industrie auf, vernetzen sie mit unseren Mitgliedsunternehmen und stehen als Sparring-Partner für die Zusammenarbeit bereit. Mit dem Hacking Engineering-Projekt von Fraunhofer-Gesellschaft und VDMA fokussieren wir uns nun explizit auch auf Science-Start-ups. Als Innovations-Maschine und wichtigster Ingenieurarbeitgeber in Deutschland bringen wir im Maschinenbau das nötige Rüstzeug mit, um die großen Potenziale des Miteinanders zu realisieren.“

Auf dem Summit wurden auch die Gewinner-Teams des Hacking Engineering-Hackathons präsentiert, der erstmals von 17. bis 19. Mai in Berlin stattfand. Es kamen Akteure aus Forschung, Start-up-Szene und Maschinenbau zusammen, um durch kollaborative Software- und Hardwareentwicklung außergewöhnliche Lösungsansätze für echte Unternehmensherausforderungen im Maschinenbau in nur 48 Stunden zu gewinnen.

Ausgezeichnet wurden die folgenden Teams:

  • »Always Tuned« für das Konzept einer nachhaltigen Hardware,
  • »MyDigitalMachine« aus dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA für eine analoge Lösung zur Wartung von Anlagen mit Hilfe sicherer Datenübertragung,
  • »pumpident« für einen innovativen Ansatz zur Auslesung von Typenschildern,
  • »the Avengers« für einen Machine-Learning-Ansatz für die Zustandskontrolle und Wartung von Pumpen.
  • Weitere Preise vergab Fraunhofer an die Teams »Absperrklappen« sowie »qbound«, die Fraunhofer-Technologie nutzen.
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