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VDMA: Robotik holt mächtig auf – auch in KMUs

Marktzahlen
VDMA: Robotik holt mächtig auf – auch in KMUs

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„Die deutsche Robotik hat ihre Position auf keinen Fall verschlechtert – im Gegenteil!“, sagt Wilfried Eberhardt. „Beispielsweise gibt es eine breite Startup-Szene in Deutschland mit Fokus auf Cobots sowie Low-Cost- und Just-good-enough-Ansätzen.“ Bild: Kuka/VDMA
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Die Robotik und Automation geht nach der Corona-Delle 2020 wieder auf Wachstumskurs, das berichtet der VDMA. Gerade die gebeutelte Robotik holt stark auf – auch wegen neuer Impulse in Richtung kleine und mittlere Unternehmen (KMUs).

Laut Prognose des VDMA-Fachverbands R+A wird die Branche der Robotik und Automation in Deutschland 2021 mit 13,4 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 11 Prozent erwirtschaften. Dagegen verlief 2020 insbesondere unter dem Eindruck der Corona-Pandemie noch deutlich negativ, wenngleich der Umsatzrückgang mit minus 18 Prozent moderater ausfiel als erwartet.

„Die Prognose für das laufende Jahr zeigt eine kräftige Erholung und bedeutet eine positive Trendwende für die Branche“, sagt Wilfried Eberhardt, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation. „Insbesondere die Auftragsbücher füllen sich derzeit sehr, sehr schnell. Noch bessere Umsatzzahlen sind realisierbar, wenn die aktuellen Lieferengpässe bei Schlüsselkomponenten wie Elektronik zügig beseitigt werden können.“

Grüner Treiber Automation

Die Perspektive bis ins Jahr 2022 hinein ist laut VDMA ausgezeichnet. „Mit der aktuellen Dynamik stehen deshalb die Chancen gut, bereits im nächsten Jahr das Rekordergebnis aus dem Jahre 2018 zu erreichen oder sogar zu übertreffen“, erläutert Wilfried Eberhardt. Die Nachfrage für Robotik- und Automation stehe im Zeichen starker Nachholeffekte: Investitionen wurden im Verlauf der Corona-Krise verschoben und füllen jetzt die Auftragsbücher.

Aber auch der gesellschaftliche Umbau auf dem Weg zur Klimaneutralität und nachhaltiger Nutzung von Ressourcen sorge für Neugeschäft: Denn Robotik und Automation erweisen sich dabei als Schlüsseltechnologien, etwa bei der effizienten, sicheren und Qualitäts-gesicherten Produktion von Zukunftsprodukten wie Brennstoffzellen oder E-Mobility-Batterien am Hochlohnstandort Europa.

Robotik-Aufschwung in der Breite

Besonders stark aufholen dürfte die Robotik: Der VDMA Robotik + Automation prognostiziert für 2021 für die Roboter-Sparte die kräftigste Umsatzerholung mit einem Plus von 15 Prozent. 2020 hatte die Robotik mit einem Minus von 23 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro besonders stark eingebüßt.

Aber woher kommt der Robotik-Aufschwung? „Der Aufschwung für die Robotik in 2021 kommt aus der ganzen Breite“, berichtet Wilfried Eberhardt. Dazu trage beispielswese eine starke Erholung im Segment Automotive (OEMs und Tier1) bei. „Hier gibt es starken Nachholbedarf nach zwei Jahre rückläufigen Investitionen, zumal auch Investition in die E-Mobilität stark zunehmen.“

Aber auch der Robotik-Einsatz in KMUs nehme zu, berichtet Wilfried Eberhardt. Dafür sorgen nicht zuletzt Impulse aus der Cobotik: „Neben der Mensch Roboter Kollaboration geht es dabei vor allem um die einfache Inbetriebnahme: Dieser Trend schwappt jetzt herüber in die Industrierobotik.“ Cobots hätten zwar erst einen Anteil von 5 Prozent am gesamten Robotik-Markt, befeuerten die Robotik aber generell, so der VDMA.

Deutsche Robotik stark aufgestellt

„Und die deutsche Robotik hat ihre Position dabei auf keinen Fall verschlechtert – im Gegenteil!“, sagt Wilfried Eberhardt. Beispielsweise gebe es eine breite Startup-Szene in Deutschland mit Fokus auf Cobots sowie Low-Cost- und Just-good-enough-Ansätzen für neue Anwendungsfälle. „Aber auch die Etablierten bringen neue echte Innovationen , wie z.B. Kukas neues einfaches Betriebssystem iiQKA“, betont Wilfried Eberhardt.

Als Chief Marketing Officer bei Kuka weiß Wilfried Eberhardt aber auch aus erster Hand, dass dieser Trend die großen etablierten Roboterhersteller durchaus herausfordert: „Man muss als Volumenhersteller beides abdecken: Die Rufe der KMUs nach einfacher und günstiger Robotik ebenso wie die hohen Anforderungen der Automobilindustrie in Sachen Lebensdauer, Geschwindigkeit und Präzision.“

Ausblick automatica sprint: 22.-24. Juni 2021

Was die Robotik derzeit umtreibt, wird auch die virtuelle Messe automatica sprint vom 22. bis 24. Juni 2021 zeigen. Die automatica sprint bietet der Robotik- und Automationsindustrie eine digitale Plattform für Austausch, Wissen und Business. „Der große Zuspruch aus der Industrie zum Online-Format beweist, dass wir den besonderen Bedürfnissen in den aktuellen Zeiten absolut gerecht werden“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer Messe München. Über 80 führende Unternehmen beteiligen sich an dem digitalen Messeformat.

Im Rahmen der automatica sprint veranstaltet der VDMA übrigens am 23. Juni um 16 Uhr auch eine von der Automationspraxis moderierte Podiumsdiskussion zum Thema „Robotik in KMUs“. Zur automatica sprint kann man sich anmelden unter: https://automatica-munich.com/de/besucher/ticket-gutscheine/

rua.vdma.org


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