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Hermes Award für Omlox: Trumpf und Partner führen Industrie-Ortungsstandard ein

Einheitlicher Standard für verschiedene Ortungstechnologien
Trumpf: Hermes Award für Ortungsstandard Omlox

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Mit seinem Projekt Omlox (Open Location Standard) hat der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf den renommierten Hermes Award 2020 der Hannover Messe gewonnen. Trumpf hat Omlox zusammen mit rund 60 Partnern weltweit als Standard für industrielle Ortungstechnologien eingeführt. Der neue Industriestandard Omlox ermöglicht es, alle vorhandenen Ortungstechnologien wie UWB, BLE, RFID, 5G oder GPS zu integrieren.

Diese Ortungsdaten werden dann in ein einheitliches Koordinaten-Referenzsystem überführt und können für die interne Verwendung auf Edge-Plattformen verfügbar gemacht werden oder aber für die globale Nutzung in einer Cloud. Mit Omlox werden erstmals Informationen aller Ortungs-Technologien verwendbar. Die so gebündelten Positionsdaten ermöglichen eine zielgerichtete Optimierung der Prozessabläufe. „Mit dem Omlox-Standard wird ein interoperables Ökosystem geschaffen, in dem die heterogenen technischen Infrastrukturen harmonisiert und dadurch IIOT und Industrie 4.0 für den Mittelstand erschwinglich werden“, lobt die Hermes-Award-Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Siemens & Co: RTLS-Lokalisierung gegen Corona

„Ein gemeinsamer Standard für Ortungslösungen vereinfacht die Logistik enorm und sorgt für Effizienzgewinne in der digitalen Fertigung“, erläutert Thomas Schneider, Entwicklungsgeschäftsführer bei Trumpf Werkzeugmaschinen. Omlox lässt sich ab sofort weltweit nutzen. Zu den unterstützenden Industriepartnern gehören Unternehmen aus ganz Europa, Asien und den USA. Ziel der Initiatoren ist es, Industriekunden den Einsatz von Hardware und Software verschiedener Hersteller zu erleichtern.

Weltweite Sprache für die Industrie

Für die globale Weiterentwicklung des Omlox-Standards haben die Initiatoren das Vorhaben an die Profibus-Nutzerorganisation übergeben. Die Organisation betreut seit 30 Jahren verschiedene Industriestandards und agiert weltweit mit 1500 Mitgliedern und 27 Landesniederlassungen. „Die Profibus-Nutzerorganisation besitzt alle Prozesse und viel Erfahrung, um offene und einfach nutzbare Standards in die Welt zu tragen. Als unabhängige Organisation sorgen wir dafür, dass sich auch künftig alle Partner gleichberechtigt einbringen können“, sagt Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender von Profibus.

Bei Omlox sind bereits Schnittstellen definiert, an die sich alle Produkte anbinden lassen. „Ähnlich wie USB im Büro nicht mehr wegzudenken ist, ermöglichen wir ab heute weltweit den Austausch verschiedener Ortungslösungen für die gesamte Industrie“, so Schneider weiter. Auf den Standard können künftig sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen zugreifen. Ein Logo auf den Produkten garantiert, dass sie für Omlox anschlussfähig sind.

Lösungen verschiedener Anbieter vernetzen

Durch das Einbeziehen verschiedener Ortungstechnologien lassen sich Produkte durchgängig verfolgen. Omlox ermöglicht das Lokalisieren von Gabelstaplern, Drohnen, fahrerlosen Transportsystemen oder Werkzeugen verschiedener Hersteller mit nur einer Infrastruktur. Positionsdaten lassen sich somit in der Fabrik wesentlich breiter nutzen. Auch innerhalb von Gebäuden können Anwender Geräte millimetergenau ausfindig machen, ähnlich wie es mit GPS im Freien schon möglich ist.

„Der gemeinsame Einsatz der hochpräzisen und robusten Ortung durch Ultrabreitband einerseits und weiteren Ortungstechnologien andererseits ist der Schlüssel für Ortungstechnologien in der Industrie. Industrieunternehmen können schon heute damit beginnen, vorhandene Insellösungen in dieses zukunftssicherere und offene Gesamtsystem zu überführen“, sagt Matthias Jöst, der das Vorhaben innerhalb der Profibus-Nutzerorganisation koordiniert.

Industriepartner aus Europa, USA und Asien

Zu den Initiatoren von Omlox zählen die Softwareanbieter und IT-Dienstleister GFT, T-Systems und AWS, die Anbieter sensorbasierter Lösungen Sick AG und Pepperl+Fuchs AG, das Forschungsinstitut CEA Leti, der Anbieter für Indoor-Navigationsdienste Heidelberg Mobil sowie der Lokalisierungsanbieter Bespoon. Mittlerweile unterstützen rund 60 Unternehmen das Vorhaben.

Trumpf GmbH + Co. KG

Johann-Maus-Straße 2

71254 Ditzingen

www.trumpf.com

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