Einstieg in die kollaborative Robotik

Teradyne kauft Universal Robots

Enrico Krog Iversen, CEO von Universal Robots, erhofft sich durch die Übernahme weitere Wachstumimpulse durch die Finanzkraft und globale Reichweite des neuen Eigentümers, insbesondere in Asien, wo Teradyne eine sehr starke Position hat
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Teradyne, US-Hersteller von automatischem Test-Equipment für Halbleiter und Elektroniksysteme, übernimmt den dänischen Anbieter von kollaborierenden Leichtbau-Robotern Universal Robots. Teradyne wird das privat geführte Unternehmen abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel für 285 Millionen Dollar übernehmen. Weitere 65 Millionen Dollar werden bei Erfüllung der Leistungsziele bis 2018 bezahlt. Der Dänische Wachstums Fond (Vækstfonden) war seit 2008 der Hauptinvestor des einstigen Uni-Start-ups.

Damit positionieren sich die Amerikaner frühzeitig in einem wachstumsstarken Segment der industriellen Automatisierung. Die kollaborative Robotik wächst nach Teradyne-Schätzung um über 50 Prozent pro Jahr. Und der dänische Newcomer Universal Robots hatte es inner halb weniger Jahre geschafft, sich hier mit preisgünstigen sowie einfach zu programmierenden Robotern eine ordentliche Nische zu erarbeiten.
„Universal Robots ist Technologie- und Marktführer in diesem schnell wachsenden Markt und wir freuen uns sehr darüber, dass sie Teil von Teradyne werden“, sagt Mark Jagiela, Präsident und CEO von Teradyne. Die Übernahme ergänze das System und Wireless Test Geschäft und füge diesem eine zusätzliche Wachstumsplattform hinzu: Universal Robots erreichte 2014 einen Rekordwachstum. Das Unternehmen steigerte den Umsatz von 2013 um 70 Prozent, erzielte mehr als 38 Millionen US Dollar und verdoppelte damit den Gewinn gegenüber der Vorperiode.
Enrico Krog Iversen, CEO von Universal Robots, wiederum erhofft sich weitere Wachstumimpulse durch die Finanzkraft und globale Reichweite des neuen Eigentümers – insbesondere in Asien, wo Teradyne eine sehr starke Position hat.
Gerade in der Elektronik-Montage in Asien sehen einige Experten riesige Potenziale. Vor einiger Zeit sorgte der Apple-Auftragsfertiger Foxconn für Aufregung, als er einen Bedarf von einer Million Roboter pro Jahr anmeldete. Auch ABB hat dieses Potenzial erkannt und kürzlich den kollaborierenden Zweiarm-Roboter Yumi vorgestellt. Mit einem halben Kilogramm Traglast pro Arm zielt der Roboter insbesondere auf die Kleinteil-Montage in der Elektronik-Industrie.
Nun bleibt abzuwarten, wie der umtriebige dänische Newcomer in dem großen US-Konzern (Teradyne erreichte 2014 ein Umsatz von 1,65 Mrd. Dollar und beschäftigt rund 3.800 Mitarbeiter weltweit) zu recht kommt. Zumal Teradyne in Sachen Robotik eher branchenfremd ist.
Zudem rüstet auch die Konkurrenz auf (siehe „ Der Platz neben dem Werker ist hart umkämpft“). So hat ABB den bayrischen Mechatronik-Spezialisten Gomtec gekauft. Dessen Technologieplattform soll ABB bei der Entwicklung einer neuen Generation von kollaborativen Robotern mit integrierten Sicherheitskomponenten unterstützen. Der Gomtec-Firmengründer Bernd Gombert hatte einst am DLR gearbeitet, mit dem Kuka an den Vorgängern seines Leichtbauroboters LBR iiwa geforscht hat.
Und auch Kuka ist nicht untätig: So haben sich die Augsburger kürzlich über die Tochter Kuka Systems mehrheitlich am Universal-Robots-Partner Faude beteiligt. Die Gärtringer sollen mit ihrem MRK-Know-how das Portfolio der Augsburger im Geschäftsfeld sensitive Robotik und Montage erweitern: Faude hatte sich als umtriebiger Systempartner des dänischen Leichtbauroboter-Spezialisten einen Namen gemacht und unter anderem mit einer MRK-Applikation im VW-Motorenwerk in Salzgitter für Furore gesorgt.
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