Informations- und Kommunikationstechnik verschmilzt mit klassischen industriellen Prozessen

Technologiefabrik zeigt die Fertigungszukunft

In der Fabrik der Zukunft wachsen reale und virtuelle Welt zusammen
Anzeige
Die Fabrik der Zukunft verspricht Eigenschaften wie dezentrale Anlagenintelligenz, hohe Wandlungsfähigkeit sowie einfache Planung und Inbetriebnahme von Maschinen. Festo baut an seinem Standort in Ostfildern/Scharnhausen derzeit eine Technologiefabrik, die diese Ansätze von Industrie 4.0 bereits berücksichtigt.

Die Technologiefabrik wird Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel vernetzen. Für die Vorbereitung des Produktionssystems der Zukunft sind in Esslingen zunächst Richtlinien zum Thema Industrie 4.0 aufgearbeitet, Gespräche mit Endbenutzern geführt und Interpretationen anderer Unternehmen sowie von Forschung und Verbänden analysiert worden.

Auf dieser Basis hat man in Esslingen Ableitungen getroffen, wo für Produkte, Dienstleistungen und die eigene Produktion künftig Schwerpunkte gesetzt werden. Denn letztlich ist Industrie 4.0 eher eine Art Guideline – jedes Unternehmen muss aus den Facetten des Themas seine spezifischen Handlungsfelder definieren.
Fünf Beispiele skizzieren mögliche Richtungen:
  • Lernendes, aktives Prozess-Engineering: Basis dafür ist das Bereitstellen von CAD-, CAPP- und CAM-Prozessdaten. Der Prozess wird bei Festo schon punktuell durchgeführt. Bei einigen Produkten, bei denen früher eine Lieferzeit von fünf Tagen benötigt wurde, ist heute der 24-Stunden-Service möglich. Ein Kernthema von Industrie 4.0 wird sein, einheitliche Strukturen und Standards zu schaffen und Lösungen für eine breit angelegte Datenintegration zu entwickeln.
  • Adaptive, resiliente Produktionstechnik: Für die Fabrik der Zukunft ist eine Sicherung flexibler Produktionsprozesse erforderlich durch eine flexibel nutzbare Gestaltung der Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausstattung. Erforderlich sind autarke, austauschbare Prozessmodule mit standardisierten Schnittstellen in Produktionslinien.
  • Lernende Prozessdurchführung: In der Entwicklung ist eine automatisierte Produktionsanlage, die Taktung, Bearbeitungsschritte und Rezepturen optimiert. Es werden Auslastungs- beziehungsweise störungsabhängig alternative Prozessschritte abgeleitet und Fehlleistungen bei Durchsatz und Qualität möglichst zeitnah identifiziert.
  • Lernender Produkt- und Prozesslebenszyklus: Hier greifen Produkt-, Prozessplanung und Produktion ineinander, um produktionsgerecht zu konstruieren, Konstruktionsmängel und Technologiegrenzen zu erkennen. Weitere Zielsetzungen sind das systematische Update und die Optimierung von Werkzeug- und Maschinenmodellen aus Lieferantendaten sowie die vorausschauende Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen.
  • 4.0-Readiness: Bei jedem Schritt wird überlegt, wo die Herausforderungen in 15 Jahren sein werden. Eine einfache und wirkungsvolle Maßnahme ist etwa das Zusammenführen von Einkaufsrichtlinien für Technologie und IT. Und auch Kooperationen mit externen Partnern sowie Beschaffung und Reorganisation von IT-Anwendungen werden auf die Anforderungen der Produktion der Zukunft ausgerichtet.
Rochus Rademacher
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Expertenforum „Mobile Robotik“

Kommen Sie zu unserem nächsten Expertenforum „Mobile Robotik“ am 27. Juni 2019 zu Stäubli nach Bayreuth und sichern Sie sich jetzt einen der begehrten Plätze bei dieser Veranstaltung.

Themenseite Cobot

Erläuternde Beiträge, Neuigkeiten, Anwendungsbeispiele und Hintergrundinfos rund um das Thema kollaborative Robotik

Messevideo


Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Alle Webinare & Webcasts

Hier finden sie alle Webinare unserer Industrieseiten

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de