Robustheit, Zuverlässigkeit und Sicherheit verbessert

Konsortium macht Opensource-Robotik industrietauglich

Ein 7-Achsroboter Motoman SIA10F von Yaskawa zeigte am Automatica-Stand des Fraunhofer IPA die Möglichkeiten von Open-Source-Software (Quelle: Yaskawa)
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Die ROS-Industrial-Initiative will das Potenzial der Opensource-Roboter-Software Robot Operating System künftig auch für industrielle Anwendungen ausschöpfen. Unter Leitung des Fraunhofer IPA wird ROS unter anderem hinsichtlich Anforderungen wie Robustheit, Zuverlässigkeit und Sicherheit weiterentwickelt.

Mit der herstellerunabhängigen Opensource-Softwareplattform ROS, die auch Nicht-Experten einfach benutzen können, lassen sich roboterbasierte Automatisierungslösungen schneller und effizienter entwickeln. Insbesondere für Systemintegratoren bieten wiederverwendbare Software-Bausteine große Einsparpotenziale. In der Forschung ist ROS daher bereits seit Jahren ein ideales internes Entwicklungswerkzeug.

Mit der Industrietauglichkeit haperte es aber bisweilen. „Die Kunden stellten uns zunehmend Fragen zu Problemen, die wir mit den vorhandenen Komponenten und Anwendungen nicht lösen konnten. Also haben wir ROS-Industrial als offenes, flexibles Framework für industrielle Anwendungen entwickelt“, sagt Clay Flannigan vom texanischen Southwest Research Institute (SWRI).
Weiterentwickelt wird ROS hinsichtlich Anforderungen wie Robustheit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Hier gab es in jüngster Vergangenheit auch bereits öffentliche Kritik (siehe Automationspraxis 6/2014 „Unsichere Robotersoftware birgt Gefahren“).
„Das ROS-Industrial-Konsortium soll die Anforderungen der Industrie in die Entwicklergemeinschaft tragen, um die Softwarekomponenten an industrielle Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen anzupassen“, sagt Ulrich Reiser, IPA-Gruppenleiter und Leiter des europäischen ROS-Industrial-Konsortiums. Ziel ist es, mithilfe von ROS konkrete Implementierungen zu entwickeln. „Darüber hinaus versteht sich das ROS-Industrial Konsortium als zentrale Anlaufstelle für einen bedarfsorientierten Support sowie ein entsprechendes Training für den Einsatz von ROS-Industrial.“
Auf der Automatica konnten die Messebesucher bei Live-Demonstrationen bereits die wichtigsten ROS-Werkzeuge kennen lernen und dabei selbst ausprobieren, wie man mit ROS zum Beispiel kollisionsfreie Roboterbewegungen generiert, Robotersysteme konfiguriert und Roboterprogramme visualisiert.
Als Demonstrationsobjekt diente ein 7-Achsroboter Motoman SIA10F mit einer Traglast von 10 kg. „Yaskawa unterstützt ROS schon seit einiger Zeit“, erklärt Reiser. „Deshalb fiel die Entscheidung für den SIA10F.“ Die Japaner begleiteten die ROS-Initiative zuerst in den USA. Die für den europäischen Markt zuständige Yaskawa Europe plant nun, dem europäischen ROS-Industrial Konsortium beizutreten.
http://ric-eu.rosindustrial.org
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