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Die wichtigsten sieben Trends für das Internet der Dinge

„Daten-Armageddon steht bevor“
Die wichtigsten sieben Trends für das Internet der Dinge

Bei der zunehmenden Vernetzung den Durchblick zu bewahren ist nicht ganz einfach; 73 Prozent der Unternehmensehen in dem rasanten Datenwachstum, das sich aus IoT-Anwendungen ergibt, eine große Herausforderung
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Das allumfassende Internet der Dinge ist die Basis für die Industrie 4.0. Denn dieses Internet of Things (IoT) ist ein globales Netzwerk von intelligenten Geräten, Gegenständen und Dingen, die alle miteinander und mit ihrer Umwelt kommunizieren.

Bei der Analyse der so entstehenden riesigen Datenfluten und bei den Themen Sicherheit sowie gesetzliche Vorgaben gibt es aber noch Einiges zu tun, so die IT-Experten der Software AG. Und auch bei den Bezahl- und Geschäftsmodellen muss umgedacht werden. Die Darmstädter benennen die aus ihrer Sicht wichtigsten Trends beim Internet der Dinge:
1. Der virtuelle Assistent ist immer dabei:
Durch das IoT steht Konsumenten ein virtueller Assistent zur Verfügung, der im eigenen Heim ein teilautonomes Handeln ermöglicht. Er überwacht Dinge, die mit Sensoren ausgestattet sind, beispielsweise um online den Glühbirnen-Vorrat aufzufüllen, verschreibungspflichtige Medikamente zu bestellen oder Lebensmittel zu kaufen. Verbraucher werden diesem Trend jedoch erst folgen, wenn Sicherheit und Datenschutz garantiert werden können.
2. Mehr gesetzliche Vorschriften erforderlich:
Auch Aufsichtsbehörden erkennen zunehmend, dass Sicherheitsangriffe völlig unerwartet von jedem beliebigen Punkt im IoT ausgehen können. So kann einer Bank ihre intelligente Gebäudeleittechnik zum Verhängnis werden oder eine ganze Stadt könnte lahmgelegt werden, wenn sich ein Angreifer in das intelligente Stadtverkehrssystem einschleust. Compliance und Governance müssen daher weiterentwickelt werden, um einen Rechtsrahmen für das Internet der Dinge zu schaffen.
3. Intelligente Städte und das Risiko des IoT:
Mit dem IoT wächst auch die Intelligenz von Städten. Um ein angemessenes Risikomanagement zu gewährleisten, müssen Kommunalverwaltungen daher neue Vorgaben erlassen. Dabei sind beispielsweise folgende Fragen zu klären: Wer ist verantwortlich, wenn eine intelligente Ampel ausfällt und es zu einem Verkehrsunfall mit zahlreichen Beteiligten kommt? Die Stadt? Der Technologieanbieter? Der Autohersteller? Darüber hinaus ist auch das Versicherungsrisiko in dieser vernetzten Welt einzukalkulieren.
4. Das Datenarmageddon steht bevor:
Unternehmen müssen stabile, ausgereifte Lösungen auf speziellen Plattformen für digitale Geschäfte auf- und ausbauen, um nicht in der unvermeidlichen Datenflut zu versinken. Zwar gehen 95 Prozent der Unternehmen davon aus, dass ihnen durch die Verbreitung des IoT in den nächsten beiden Jahren Vorteile entstehen, doch der Großteil (65 Prozent) hat enorme Schwierigkeiten, Big Data in Echtzeit zu analysieren. Knapp 75 Prozent sind kaum in der Lage, brauchbare Analysen zu ihrem aktuellen Datenfluss zu erstellen; das geht aus der aktuellen Umfrage der Software AG hervor.
5. Eine höhere Intelligenz der Dinge selbst ist gefragt:
Informationen aus dem Internet der Dinge werden bei der Entscheidungsfindung immer wichtiger. Daher müssen sich Analysefunktionen im Einklang zu den analysierenden Dingen entwickeln. Diese Entwicklung erfolgt sowohl in der Cloud als auch am anderen Ende – also integriert in dem Ding selbst oder in einem Gateway in der Nähe.
6. Pay As You Go (PAYG) ist auf dem Vormarsch:
Auf Basis des Internet der Dinge wird das Bezahlmodell PAYG immer häufiger beim Einkauf von Produkten genutzt, dabei erfolgt die Abrechnung nach Nutzung des gekauften Produktes. Künftig wird in allen Produkten bereits beim Verkauf eine intelligente Komponente integriert sein. So kann beispielsweise eine Waschmaschine zu einem niedrigen Verkaufspreis oder sogar kostenlos angeboten werden und der Verbraucher zahlt nur für jede Nutzung.
7. Mathelehrer gesucht:
Da immer mehr Hochschulabsolventen für die Analyse von Big Data rekrutiert werden, werben Headhunter in Zukunft immer öfter Mathematiklehrer und -professoren aus Schulen sowie Hochschulen ab. Dessen müssen sich für Innovation, Beschäftigung und (Hochschul-)Bildung zuständige Behörden bewusst und entsprechend tätig werden.
„Das Internet der Dinge ist eine Revolution. Nur wer nicht die Augen davor verschließt, dem eröffnen sich rentable Geschäftschancen“, sagt Dr. Jürgen Krämer, Vice President Streaming Analytics bei der Software AG. „Das Internet der Dinge ist aber auch eine Echtzeit-Herausforderung, sozusagen die Analyse von Big Data unter Zeitdruck. Und da das IoT immer mehr Teil unseres Alltags wird, müssen wir uns unbedingt mit Aspekten wie Sicherheit und Governance befassen“, so Krämer.
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