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Solarkrise: Centrotherm verkauft GP Solar an Isra Vision

Konzernumbau abgeschlossen – Branchenkrise geht weiter
Solarkrise: Centrotherm verkauft GP Solar an Isra Vision

Auftragseingänge und Umsätze der Photovoltaik-Produktionsmittel-Hersteller. Die Auftragseingänge befanden sich zum Ende des Jahres 2012 auf anhaltend niedrigem Niveau. Im Vergleich zu den bereits rückläufigen Auftragseingängen des Vorjahres musste noch einmal ein Minus von gut 26 Prozent verbucht werden (Quelle: VDMA)
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Der kriselnde Photovoltaik-Spezialist Centrotherm hat seine Tochtergesellschaft GP Solar an die Darmstädter Bildverarbeitungsexperten von Isra Vision veräußert und erreicht kurz vor Aufhebung des Insolvenzverfahrens seine Zielstruktur für den Neustart. Künftig konzentriert sich Centrotherm auf seine technologischen Stärken in den Kerngeschäftsfeldern kristalline Solarzelle und Halbleiter sowie Mikroelektronik.

„Mit Isra Vision als Weltmarktführer für Oberflächen-Inspektionssysteme ist ein strategischer Investor gefunden, an dessen Seite die GP Solar für das Zukunftspotenzial in der Photovoltaikbranche gut gerüstet ist. Gleichzeitig bleibt eine gute Lieferantenbeziehung zu GP Solar über den neuen Eigentümer erhalten“, so die beiden für die Sanierung in Eigenverwaltung zuständigen Vorstandsmitglieder Tobias Hoefer und Jan von Schuckmann.
Während der Sanierungsphase hat der Technologie- und Anlagenlieferant aus Blaubeuren Tochterunternehmen wie die Glatt Maschinenbau und nun die GP Solar veräußert, die nicht zum Kerngeschäft zählen, sowie nicht rentable Unternehmensteile geschlossen. Im Konzernverbund bleibt die Tochtergesellschaft FHR Anlagenbau in Dresden. Der Geschäftsbereich Silizium & Wafer wird von der neugegründeten SiTec GmbH, einer 100%igen Tochtergesellschaft der AG fortgeführt, die unter anderem die Errichtung einer Polysiliziumfabrik in Katar vorantreiben wird.
Wie schwer die Krise im Solarmarkt die Maschinenbauer trifft, zeigen aktuelle Zahlen des VDMA. Danach ist Umsatz der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland im Geschäftsjahr 2012 um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Zeiten des rapiden Ausbaus von Photovoltaik-Produktionskapazitäten sind damit endgültig passè. Die Photovoltaik-Zuliefererbranche leidet bereits seit Ende des Jahres 2011 unter großen Überkapazitäten. Diese Entwicklung hat sich über das Jahr 2012 kontinuierlich verschärft.
„ Zu den Turbulenzen am Markt kommen die anhaltenden Handelskonflikte im Solarbereich hinzu. Wir spüren die dadurch hervorgerufene Unsicherheit bei unserer Kunden deutlich. Die Bereitschaft durch Investitionen in neueste Maschinen und innovative Produktions-Technologie die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken hat sich merklich abgekühlt“, erklärt Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.
Immerhin: Mit einem Weltmarktanteil von 55 Prozent konnten deutsche Solarspezialisten ihre Wettbewerbsposition im Geschäftsjahr 2012 konsequent ausbauen. „Deutsche PV-Maschinenbauer und Technologielieferanten punkten auch weiterhin mit Innovationskraft, Lösungsorientierung und Kundennähe“, unterstreicht Dr. Florian Wessendorf, Geschäftsführer von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.
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