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Pilz: Der Safety-Botschafter expandiert

Zum Erfolg tragen clevere Produkte ebenso bei wie eine konsequente Internationalisierung
Pilz: Der Safety-Botschafter expandiert

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Als „Botschafter der Sicherheit“ sieht Pilz-Geschäftsführerin Renate Pilz den Safety- und Automatisierungsspezialisten auf einem guten Kurs. Zum Erfolg tragen clevere Produkte ebenso bei wie eine konsequente Internationalisierung. In Deutschland und China wird daher die Fertigung ausgebaut.

Trotz unsicherer Weltkonjunktur und Euro-Krise konnte das Familienunternehmen seinen Umsatz 2012 auf 227 Millionen Euro steigern, ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pilz liegt damit deutlich über dem Branchenschnitt für elektrische Automatisierungstechnik, den der ZVEI auf 1,4 Prozent beziffert. Auch für 2013 rechnet das Unternehmen mit einem moderatem Wachstum. „Wir haben 7 Prozent geplant und liegen im Plan“, berichtet Renate Pilz.

„Die schwierige wirtschaftliche Situation bremst zwar die Investitionen in neue Maschinen. Gleichzeitig steigert sie aber die Nachfrage nach Automatisierungs-Lösungen, mit denen sich Effizienz und Sicherheit von vorhandenen Maschinen und Anlagen steigern lassen“, , so Renate Pilz. Und hier sei man gut aufgestellt. Ausgehend von der Kernkompetenz Sicherheit biete Pilz inzwischen ein durchgängiges Portfolio an Sensoren, Steuerungen und Antriebstechnik für die gesamte Automatisierungstechnik. Abgerundet wird das Angebot durch Dienstleistungen wie Beratung, Engineering und Schulung.
Besonders stolz ist Renate Pilz auf das Automatisierungssystem PSS 4000. „Hier haben unsere Ingenieure Außergewöhnliches geleistet. Wir verfolgen damit konsequent einen modularen und verteilbaren Ansatz. Dieser erlaubt es, die Vorteile einer dezentralen Steuerungsstruktur zu nutzen, ohne die damit üblicherweise verbundene höhere Komplexität bei einer Verteilung der Programme auf unterschiedliche Steuerungen in Kauf nehmen zu müssen.“ Daher passe das Produkt auch prima in den generellen Trend zur Industrie 4.0. „Mit der Entscheidung für die Entwicklung des PSS 4000 haben wir damals also ein gutes Gespür bewiesen.“
Zentrale Idee von PSS 4000 ist die Verschmelzung von Standard-Automation und Sicherheit. Statt einer zentralen Steuerung, steht dem Anwender ein Anwenderprogramm zur Verfügung, über das alle Netzteilnehmer konfiguriert, programmiert und diagnostiziert werden. Das Automatisierungssystem ist bereits in vielen Projekten weltweit im Einsatz, von klassischen Industrieanwendungen in den Bereichen Verpackung oder Automotive bis zu Windenergie oder Bahntechnik.
Zudem profitiert das Familienunternehmen von der Globalisierung: Rund zwei Drittel seines Umsatzes (67,8 Prozent) erzielte Pilz 2012 durch den Export. Wichtige Märkte sind Nordamerika, China und Japan, sowie die europäischen Nachbarstaaten. Auch die Eurokrise hat die Geschäfte nicht beeinflusst: „Unter den Tochtergesellschaften, die zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz erreichten, sind auch Länder aus der EU“, sagt Renate Pilz.
Seine Internationalität unterstreicht das Unternehmen durch die Neugründung von drei neuen Tochtergesellschaften in Asien, Osteuropa und Nordamerika in 2013. Pilz ist dann mit 31 Tochtergesellschaften und 17 Handelspartnern auf allen Kontinenten aktiv und will seine weltweite Präsenz in den kommenden Jahren durch die Gründung weiterer Tochtergesellschaften ausbauen.
Zudem m investiert Pilz kräftig in die Expansion: Schon 2012 wurden über 14 Millionen Euro aufgewendet, unter anderem in den weiteren Ausbau der Fertigung an den Standorten Betschdorf und Ostfildern. Und auch 2013 sollen mindestens 14 Millionen Euro investiert werden. Bereits in den nächsten Monaten wird mit dem Bau eines neuen Produktions- und Logistikzentrum in Ostfildern begonnen. Der Baubeginn für eine Fertigung in China ist dann für 2014 geplant. Von dort aus wird das Unternehmen Kunden in Asien künftig noch schneller beliefern können.
Ein Ziel ist und gleichzeitig auch eine Herausforderung bei der Internationalisierung ist der langfristige Wissenstransfer in neue Länder. „Obwohl das Schutzziel ‚sicherer Arbeitsplatz‘ auf der ganzen Welt das Gleiche sein sollte, sieht die Situation in einzelnen Ländern sehr unterschiedlich aus. Daher muss in den entsprechenden Ländern das Wissen über Maschinensicherheit aufgebaut und die Sicherheitskultur mit Leben gefüllt werden. Das gilt insbesondere für die aufstrebenden BRIC-Staaten – also Brasilien, Russland, Indien und China“, so Renate Pilz. Pilz engagiert sich hier durch aktive Mitarbeit in verschiedenen Normengremien.
Da Ingenieure aber auch die nötige Kompetenz und ein tieferes Verständnis brauchen, um in Übereinstimmung mit Richtlinien und Normen Maschinensicherheit umsetzen zu können, treibt Pilz das Ausbildungsthema voran: Zusammen mit dem TÜV Nord Cert hat man das Schulungsprogramm CMSE – Certified Machinery Safety Expert ins Leben gerufen. Damit setzen die beiden Unternehmen Standards für eine internationale, zertifizierte Ausbildung im Bereich Maschinensicherheit. „Die gibt es bislang noch nicht“, so Renate Pilz.
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