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Mobiler Kuka Roboter gewinnt Robotics Award 2013

Wettbewerb für angewandte Roboterlösungen
Mobiler Kuka Roboter gewinnt Robotics Award 2013

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Die Siegerprojekte Robotics Award 2013 der Hannover Messe spiegeln drei wichtige Trends der Robotik wider: Mobile Robotik, sehende Roboterlösungen mit 3D-Vision sowie Mensch-Roboter-Kooperationen: Kuka sicherte sich im Wettbewerb für angewandte Roboterlösungen den ersten Platz vor EEP Maschinenbau und der Zürcher Hochschule.

„Die Robotik hat sich vom Schreckgespenst des Arbeitsmarktes zum Rettungsanker für den Standort Deutschland entwickelt. Daher zeichnen wir mit dem Robotics Award die Roboterlösung mit der höchsten Praxisrelevanz aus“, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Jeder einzelne Wettbewerbsbeitrag zeigt, dass die Robotik tatsächlich die Realität unserer Zukunft ist – und dass diese Zukunft den Menschen nicht verdrängt, sondern braucht.“

Den ersten Platz belegt das mobile Robotikprojekt Moiros von Kuka, das einen Quantec-Industrieroboter mit einer mobilen Omnimove-Plattform samt autonomer Navigationssoftware kombiniert. Mit diesem System können Großbauteile aus der Windkraft oder dem Flugzeugbau flexibel und autark bearbeitet werden. Da der Roboter mobil ist, entfällt der Transport großer Bauteile zu einer automatisierten Bearbeitungsstation: Der Roboter kommt quasi zum Werkstück und nicht umgekehrt. Über eine Bleibatterie mit Strom versorgt, kann das System bis zu sechs Stunden am Stück betrieben werden.
Der Zweitplatzierte, EEP Maschinenbau aus Österreich, überzeugte die Jury mit einer Roboteranlage zum Anschneiden von Teiglingen. Das System verknüpft innovative dreidimensionale Bilderkennung mit Farbkamera und Laser-Triangulation mit einem Delta-Hochgeschwindigkeits-Roboter von Kawasaki. Die Position und das Höhenprofil der Rohteiglinge werden so automatisch und schritthaltend bestimmt. Ein Ultraschallmesser schneidet dann unterschiedliche Gebäckvarianten. Die Anlage reduziert eintönige manuelle Arbeitsabläufe sowie ungesunde Körperhaltungen und liefert durch Verdopplung der Maschinentaktung ein deutlich besseres Ergebnis im Vergleich zum manuellen Schneiden.
Den dritten Platz belegt die Zürcher Hochschule mit einem Forschungsprojekt zur Mensch-Roboter-Kooperation in der Flugzeugmontage. Hier wird ein kraftgeregelter Industrieroboter als universelles Montagewerkzeug für die vorrichtungslose Flugzeugmontage in Kleinserien eingesetzt: Zunächst wird der Roboter mit dem schweren Werkstück vom Mitarbeiter von Hand geführt, bevor er die letzte Montage-Feinarbeit dank Kraftregelung und Zielbahnbestimmung via Laser-Tracking automatisch durchführt. Der Roboter unterstützt den Nutzer also beim Heben und Manipulieren. Diese Teilautomatisierung vermeidet Folgeschäden und macht normalerweise körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten auch für Menschen mit wenig Muskelkraft möglich.
„Die Gewinner-Teams zeigen, wie sich Roboter zum Vorteil aller in unseren Arbeitsalltag integrieren lassen. Roboter ersetzen nicht etwa die Arbeitskraft Mensch durch die Arbeitskraft Maschine. Sie werden zum Helfer, der vor körperlichen Schäden durch monotone oder gesundheitsgefährdende Tätigkeiten schützt“, betonte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies bei der Preisverleihung. Die Hannover Messe vergab den Robotics Award bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der Zeitschrift Industrieanzeiger und der Robotation Academy.
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