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Corona-Krise: Mini-Fabrik verkauft Schutzmasken vor Ort

Automatisiert produzieren, verpacken und anbieten
Mini-Fabrik verkauft Schutzmasken vor Ort

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Schnell, günstig und platzsparend können die Masken genau dort produziert, verpackt und angeboten werden, wo man sie braucht. Bild: Stephan Pramme
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Die zwei Firmen Pi4_robotics und Mikron Berlin sind eine Kooperation eingegangen, um die Versorgung von Mund-Nasen-Schutzmasken sicherzustellen. Das Ergebnis: Die Masken können automatisiert dort produziert, verpackt und angeboten werden, wo man sie braucht. Noch im Mai sollen die ersten Mini-Fabriken ausgeliefert werden.

Automatisierte Produktion auf kleinem Raum

„Zusammen haben unsere Firmen alles, was wir für die Lösung dieses Problems brauchen“, sagt Matthias Krinke, Geschäftsführer von Pi4_robotics. Das Unternehmen machte zuletzt im Einzelhandel auf sich aufmerksam: Als weltweit einziger Hersteller von Robotern, die selbständig Produkte fertigen und direkt verkaufen, im eigenen „workerbotkiosk“, rund um die Uhr.

Mikron Berlin wiederum ist spezialisiert auf Fertigungssysteme für große Stückzahlen. „Wir wollten eine schnelle Produktionsstrecke für Mund-Nasen-Schutzmasken auf möglichst kleine Fläche bringen“, sagt Nils Rödel, Geschäftsführer bei Mikron Berlin. „Außerdem sollte die Anlage absolut einfach zu warten und einzustellen sein.“

Mini-Fabrik inklusive Verkäufer

Herausgekommen ist der Respiratorbot: Eine Mini-Fabrik samt Verkäufer. Sie passt in einen normalen Seefracht-Container und kann auch genauso transportiert und aufgestellt werden. Zum Beispiel vor einem Krankenhaus, neben einem Einkaufszentrum oder hinter einer Schule. Die integrierte Klimaanlage mit Luftreinigungsfilter ermöglicht eine Produktion auch an Orten mit hoher Belastung durch Viren oder anderen Verunreinigungen. Die Anlage meldet per Cloud selbständig Materialbedarf und Stückzahlen. Das hält den Einsatz von Menschen und somit die Infektionsgefahr gering.

Weil Transportwege wegfallen, wird das Endprodukt billiger. Ganz besonders durch die Option, die Masken gleich am Ort der Produktion an einzelne Endabnehmer zu verkaufen. Je nach Einstellung kann die Anlage 10er-Packs oder einzelne Masken anbieten – sauber eingeschweißt und auf Wunsch in bedrucktem Beutel und Kartons. Alle Masken besitzen einen Nasenbügel und eine Mittellage aus speziellem, besonders feinem Meltblown-Material. Sie lassen sich vom Auftraggeber als Medizinprodukt zertifizieren. Eine solche Mini-Fabrik schafft laut Unternehmensangaben im Monat mehr als zwei Millionen Stück.

Deutschlandweite Versorgung mit 25 Containern

„Offizielle Statistiken haben gezeigt, dass das Personal in Deutschland mindestens 50 Mio. Mund-Nasen-Schutzmasken im Monat braucht“, sagt Nils Rödel von Mikron. „Diesen Bedarf könnten wir schon mit 25 Containern decken.“ Und Matthias Krinke fügt hinzu: „Da wir jetzt bereits eine flächendeckende Mund-Nasenschutz-Pflicht für die Bevölkerung haben, eignet sich der Respiratorbot mit direktem Verkauf besonders gut, um die Leute alltagsnah zu versorgen.“

Pi4_robotics GmbH

www.pi4.de

Mikron Berlin GmbH

www.mikron.com


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