Bildverarbeitung und 3D Robot Vision

Machine Vision: Atlas Copco stärkt sich mit Isra Vision AG

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Der schwedische Industriekonzern Atlas Copco will den Darmstädter Bildverarbeitungs- und Robot-Vision-Spezialisten Isra Vision übernehmen und in seinen Geschäftsbereichs Industrie Technik integrieren. Atlas Copco hat sich bereits 34,9 Prozent der Aktien durch Zusagen verschiedener Aktionäre, einschließlich des CEO und Gründers Enis Ersü, gesichert.

Durch den Zukauf verstärkt Atlas Copco seinen Fokus auf Technologien für die digitale Fertigung und die flexible Automatisierung. Isra Vision ist ein ausgewiesener Spezialist in Sachen Oberflächeninspektion und 3D-Bildverarbeitung für die Roboterführung. Das Unternehmen ist mit 25 Standorten und mehr als 800 Mitarbeitern weltweit präsent und hat seinen Hauptsitz in Darmstadt. Zur Stärkung seines Schwerpunkts industrielle Automatisierung beabsichtigt Atlas Copco mit Isra Vison als Nukleus einen Weltmarktführer für Machine Vision aufzubauen.

Teil der langfristigen Strategie

„Oberflächeninspektion und maschinelles 3D-Sehen sind Teil der langfristigen Strategie von Atlas Copco“, erläutert Henrik Elmin, Präsident des Geschäftsbereichs Industrie Technik. „Durch diese Partnerschaft werden wir unsere Kunden beim Übergang zur digitalen Fertigung in mehreren Segmenten verstärkt unterstützen. Die Fähigkeit, sowohl Verbindungstechnologien als auch Bildverarbeitungslösungen für die gleiche Anwendung anzubieten, stärkt unsere Position als strategischer Partner für unsere Kunden.“

Nicht der erste Zukauf

Isra Vision ist nicht er erste Zukauf von Atlas Copco in Deutschland. So haben die Schweden früher bereits den Roboter- und Klebetechnik-Spezialisten SCA Schucker in Bretten übernommen. Mit Technologie der ebenfalls zugekauften Fügtechnik-Spezialisten Klingel Fügetechnik (Fließlochschrauben) und Henrob (Stanznieten) wurde dann in Bretten die Atlas Copco Division Industrielle Montagelösungen (Industrial Assembly Solutions, IAS) gegründet. Diese Division Industrielle Montagesysteme (IAS) hat Atlas Copco dann noch mit dem Puchheimer Spezialisten für Bildverarbeitung und visuelle Qualitätskontrolle Quiss verstärkt.

Isra Vision wird nun weiterhin unter der gleichen Marke von Darmstadt aus operieren und wird eine neue Division innerhalb des Geschäftsbereichs Industrietechnik werden. Der Hauptaktionär, Enis Ersü, der das Unternehmen gegründet hat, wird CEO bleiben und die Integration vorantreiben.

Für Isra Vision eine Plattform für weiteres Wachstum

Für Isra-Vision-Gründer Enis Ersü ist der Verkauf seines Unternehmens eine gute Nachfolgeregelung: „Atlas Copco ist der engagierte und langfristige Eigentümer, den ich gesucht habe, um Isra Vision eine Plattform für weiteres Wachstum zu geben“, so Enis Ersü, der CEO und Gründer von Isra Vision, der mit Isra Vision in 35 Jahren einen weltweit aktiven Vision-Konzern aufgebaut hat. Isra Vision begann einst als Ausgründung der Technischen Universität Darmstadt und ist mit großer Dynamik zum Global Player gewachsen.

Gründer Enis Ersü wird 67 Jahre

Da Enis Ersü in diesem Jahr 67 Jahre alt wird, suchte er bereits seit Längerem nach einer Konzeption, mit der Isra Vision in die nächste Dimension seines Wachstums gehen kann. Eine Nachfolge aus der Familie ergab sich nicht – und auch andere Lösungen überzeugten nicht. Nun also Atlas Copco: Enis Ersü ist überzeugt, in der Atlas Copco Gruppe einen passenden strategischen industriellen Partner gefunden zu haben, mit dem Isra Vision seinen Wachstumspfad auf den Feldern Surface Vision und 3D Machine Vision weiterverfolgen und das Team kontinuierlich stärken und vergrößern kann.

Isra Vision wird von Darmstadt aus als eigenständige Säule im Atlas Copco-Gefüge operieren. Auch die Planungen für den auf Wachstum und Mitarbeiterzuwachs ausgelegten Neubau für die Unternehmenszentrale in Darmstadt gehen weiter. Sie soll 2021 bezogen werden.

In einem früheren Interview mit der Automationspraxis sagte Enis Ersü: „Natürlich ist Isra Vision wie mein Baby, ich bin mit dem Unternehmen eng verbunden und stehe zu 100 Prozent dahinter. Die bestmögliche Weiterentwicklung des Unternehmens und der Chancen der Mitarbeiter sehe ich daher als meine Hauptaufgabe. So lange es Isra Vision gibt, werde ich das Unternehmen unterstützen.“ Für einen reibungslosen Übergang wird Enis Ersü den Integrationsprozess daher über einen längeren Zeitraum begleiten.

Atlas Copco Group

www.atlascopcogroup.com

Isra Vision AG

www.isravision.com

Was macht Isra Vision? Wie tickt der umtriebige Firmengründer Enis Ersü? Das lesen Sie im Automationspraxis-Porträt: „Ein Antreiber mit Vision“

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