Chinesischer Aufsichtsrat von Midea verabschiedet Kuka-Boss Till Reuter vorzeitig Kuka-Chef Till Reuter geht – kommt Olaf Gehrels?

Chinesischer Aufsichtsrat von Midea verabschiedet Kuka-Boss Till Reuter vorzeitig

Kuka-Chef Till Reuter geht – kommt Olaf Gehrels?

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CEO Dr. Till Reuter verlässt Kuka im Dezember: „Ich bin stolz darauf, die letzten zehn Jahren Teil von Kuka gewesen zu sein und die Robotik gemeinsam mit dem Team wei-terentwickelt zu haben. Viel Glück für das gesamte Team. Ihr habt immer meine Unterstützung.“ Bild: Kuka
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Recht überraschend haben der Kuka-Aufsichtsrat und Kuka-CEO Dr. Till Reuter vereinbart, dass Firmenboss Reuter die Augsburger Roboterschmiede Kuka im Dezember vorzeitig verlässt. Finanzchef Peter Mohnen übernimmt dann als Interim-CEO übergangsweise die Funktion des Vorstandsvorsitzenden der Kuka AG, der Executive Vice President Andreas Pabst die Rolle des Interim-CFO.

Über die Hintergründe von Reuters Abgang wurde bislang nichts bekannt. Spekuliert wird aber darüber, dass Reuters Vertrauensverhältnis zu den chinesischen Investoren von Midea belastet sei beziehungsweise, dass die chinesischen Eigner operativ mehr Einfluss bei Kuka haben wollen.

Stellt sich die Frage, wen der Midea-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Yanmin Gu (Andy Gu) nun als CEO installiert. Ein Kandidat könnte der ehemalige Fanuc-Europa-Chef Olaf Gehrels sein, der nach seinem Ausscheiden bei Fanuc im September 2017 als Chef der Midea Robot Company nach China gegangen ist und dort mit großem Engagement und viel Begeisterung Mideas Robotik-Geschäft voran treibt (siehe dazu auch: Ex-Fanuc-Mann Olaf Gehrels nun bei Midea.)

Reuter hat Kuka aus der Krise geführt

Der ehemalige Investment-Banker Dr. Till Reuter war 2009 (als Berater des damaligen Eigentümers Grenzebach) bei Kuka eingetreten. In den fast 10 Jahren hat er Kuka aus der Krise geführt und erst zu dem Industrie-4.0-Juwel gemacht, für das die Chinesen von Midea mehrere Milliarden hingeblättert haben: Bei Reuters Eintritt 2009 waren die Aktien des Roboterbauers nur etwa zehn Euro wert, zu besten Zeiten lag der Wert dann bei über 200 Euro pro Aktie.

Entsprechend wird Till Reuter vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Andy Gu mit lobenden Worten verabschiedet: „Im Namen des Aufsichtsrats und des gesamten Unternehmens danke ich Dr. Reuter für seinen großen Einsatz, mit dem er den Umschwung von Kuka seit seiner Übernahme im Jahr 2009 erfolgreich bewältigt hat. Kuka ist gut positioniert, um wieder auf den Weg des nachhaltigen Wachstums zu gelangen, indem das Unternehmen von der steigenden Nachfrage nach intelligenter Robotik profitiert und die Position auf dem chinesischen Markt stärkt.“

Dr. Till Reuter betont, er sei „stolz darauf“, die letzten zehn Jahren Teil von Kuka gewesen zu sein und die Robotik gemeinsam mit dem Team weiterentwickelt zu haben. „Viel Glück für das gesamte Team. Ihr habt immer meine Unterstützung.“

Reuter hatte den Verkauf von Kuka an Midea stark befürwortet, sich aber stets auch für den Standort Augsburg und die Arbeitsplätze dort eingesetzt. Nun wird natürlich darüber spekuliert, ob Midea mehr Roboter-Knowhow nach China holen will. Zu diesen Spekulationen heißt es in der Mitteilung von Kuka: „Alle bestehenden Investorenverträge, die Kuka mit Midea als Mehrheitsaktionär unterzeichnet hat, einschließlich der Abschirmvereinbarung zum Schutz des geistigen Eigentums von Kuka bleiben unverändert bestehen. Midea bekundete die Unterstützung für die Wachstumsstrategie von Kuka, darunter die Entwicklung des chinesischen Marktes, die Fokussierung auf Forschung und Entwicklung, Investitionen in Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie ein starkes Engagement für die Präsenz von Kuka in Deutschland.“

www.kuka.com

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