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Industrie 4.0 braucht schlaue Köpfe

Smart Devices sind in der Fabrik noch Mangelware
Industrie 4.0 braucht schlaue Köpfe

Die drei Erfolgsfaktoren für Industrie 4.0 lauten Qualifikation, Geschwindigkeit und Infrastruktur (Bild: Thomas Ernsting/LAIF)
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Qualifikation, Geschwindigkeit und Infrastruktur betrachtet der VDI als drei wesentliche Erfolgsfaktoren für die Industrie 4.0: Aufgrund seiner hohe Ausbildungsqualität und seines hohen Automatisierungsgrads sowie seiner guten Infrastruktur mit funktionierenden Logistikketten verfüge Deutschland dabei über „eines der weltweit besten Startguthaben“, so Dr. Kurt D. Bettenhausen, Vorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA).

Insbesondere die Qualifikation spielt aus VDI-Sicht eine Schlüsselrolle: Denn durch die erhöhte Flexibilität von Anlagen und Wertschöpfungsstrukturen steige auch deren Komplexität. Bettenhausen: „Mit der Verlagerung von Entscheidungen aus der Managementebene in die produktionsnahen Bereiche müssen sich Ausbildungs- und Studieninhalte ändern. Die Anzahl qualitativ hochwertiger Aus- bzw. Weitergebildeter wird steigen müssen.“ Laut VDI-Umfrage erwarten 88 Prozent der Experten, dass Industrie 4.0 die Qualität der Arbeitsplätze steigern oder auf gleichem Niveau halten wird.
Knapp 80 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen Deutschland derzeit als führend oder zumindest als „fast follower“ bei der Einführung und Entwicklung von Industrie 4.0. „Jetzt geht es darum, den konkreten Nutzen in realen Industrieumgebungen nachzuweisen“, fordert Bettenhausen. „Hier müssen realitätsnahe Pilotanwendungen schnell zeigen, dass eingeführte Industrie 4.0-Komponenten einen wirtschaftlich messbaren Nutzen bringen. Darüber hinaus sind Businessmodelle aus Deutschland gefragt, die zeigen, dass wir nicht nur gute Forschung, sondern auch gute Geschäftsmodelle können.“
Neben der Veranschaulichung des Nutzens und der Überzeugung potenzieller Anwender zählt Bettenhausen die IT-Security als weitere Kern-Herausforderung, bei der konkreter Handlungsbedarf bestehe. „Wenn die IT-Infrastrukturen wie die Cloud in die produzierende Industrie Einzug halten soll, ist IT-Security die notwendige Voraussetzung.“
Weiteres Problem: Zwar ist die Welt im privaten Bereich (Automobil, Navigation, Telefonie) bereits smart: Doch gerade in der Fertigung finden sich kaum kommunikationsfähige, intuitiv und leicht zu bedienende Komponenten oder Geräte. Knapp 60 Prozent der Befragten sehen in den Anlagen ihres Unternehmens derzeit keine bzw. eine sehr geringe Nutzung smarter Geräte. „Hier haben wir noch ein großes Potenzial“, meint Bettenhausen. „Die Technologien sind bereits vorhanden. Jetzt geht es darum, geeignete Wege zu finden, diese Technologien sinnvoll auch in die produzierenden Unternehmen zu integrieren.“
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