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Horst und seine Brüder: Fruitcore baut Roboterportfolio aus

Preiswerte und einfach bedienbare Industrieroboter
Horst bekommt Brüder: Fruitcore baut Roboterportfolio aus

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Der Robotik-Newcomer Fruitcore Robotics aus Konstanz baut seine Roboterfamilie aus. Der preiswerte und einfach zu bedienende Industrieroboter Horst bekommt einen großen und einen kleinen Bruder. Damit nimmt Fruitcore Robotics auch neue Märkte ins Visier.

Bereits im Juli 2020 startbereit ist der kleine Bruder des vor zwei Jahren eingeführten Horst900: Horst600. Der „kleinste Horst“ ist vor allem für Anwendungen auf geringem Raum geeignet und lässt sich auch an der Wand oder Decke montieren. Mit einer Aufstellfläche von 382 x 200 Millimetern und einer Reichweite von 578 Millimetern kann Horst600 Traglasten von bis zu drei Kilogramm schnell und präzise bewegen – und das mit einer Wiederholgenauigkeit von ± 0,05 Millimetern.

„Horst600 ist ein handlicher Kleinroboter im kompakten Design und kommt in zwei Varianten: in der Variante ‚fast‘ für Anwendungen mit schnellen Taktzeiten, etwa beim Kleinteilehandling, und als ‚strong‘, wenn es auf die Traglast ankommt“, sagt Jens Riegger, CEO von Fruitcore Robotics. Während die strong Variante mit bis zu 3 kg auf Maschinenbeladung und Zuführaufgaben zielt, eignet sich die fast Variante (laut Jens Riegger fast so schnell wie ein Scara Roboter) für Pick&Place Aufgaben z.B. in der Elektronikindustrie.

Horst600: handlich und leicht

„Da Horst600 so handlich ist und nur 20 kg wiegt, lässt sich der Kleinroboter über die Roboter-Basisstation auch leicht zu unterschiedlichen Arbeitsplätzen fahren“, ergänzt Patrick Zimmermann Geschäftsführer (CFO) und Co-Founder von Fruitcore Robotics. Dort kann er dann auch kleine Losgrößen abarbeiten, weil Horst600 (wie schon sein großer Bruder) leicht zu programmieren ist. Mit der Software HorstFX und der Bedieneinheit Horstpanel ist der Kleinroboter intuitiv bedienbar. Die Anbindung an andere Maschinen erfolgt über die Sicherheitssteuerung Horstcontrol.

Doch Horst600 kann noch mehr. So stattet Fruitcore Robotics den Kleinroboter erstmals mit einem Play-Back-Teaching aus. „Damit kann der Bediener den Roboter auch per Hand führen, was die Programmierung noch weiter vereinfacht“, sagt Jens Riegger. Mit dieser intuitiven Bedienung soll der kleine Horst auch bei einer neuen Zielgruppe jenseits der klassischen Industrie punkten. Denn neben der Standardversion kommt Horst600 auch in einer weiß-designten lab-Version speziell für Labore sowie Pharma- und Chemieunternehmen.

Variante für Labore

„Hierfür kann der Lab-Horst600 bereits mit einem passenden Greifer etwa für Pipetten ausgestattet werden und versteht die im Labor üblichen Schnittstellen wie z.B. SILA“, sagt Patrick Zimmermann. Spezielle Features und Module erlauben die einfache Handhabung von Reagenzgläsern oder Proben. Patrick Zimmermann: „Wir registrieren einen großen Bedarf in Laboren sowie Pharma- und Biotech-Unternehmen. Und einen einfach bedienbaren Roboter für unter 10.000 Euro gab es bislang für das Segment noch nicht.“ Der Einführungspreis von 9.995 Euro gilt übrigens für alle Varianten von Horst600.

Übrigens: So groß die Familienähnlichkeit mit dem großen Bruder Horst900 auch ist (etwa in Sachen HorstFX Software), so gibt es im Detail doch Unterschiede. Beim großen Horst ermöglicht eine spezielle Viergelenkketten-Kinematik deutliche Steifigkeitsvorteile und erlaubt so den Einsatz kleinerer Motoren und Getriebe. Diese Viergelenkketten-Kinematik kommt beim Kleinroboter nicht zur Anwendung. „Eingesetzt wird aber die von uns entwickelte Encodertechnik, die in Verbindung mit dem hochwertigen Antriebssystem für Genauigkeit sorgt“, betont CEO Jens Riegger.

Horst1400: Der große Bruder

Dagegen ist das zweite neue Familienmitglied der Horst-Reihe, Horst1400, quasi ein größeres Abbild der 900er Version. Wie bei Horst900 basiert seine Antriebstechnik auf mehreren verschachtelten Viergelenkketten, wodurch die Antriebsleistung der Motoren effizienter genutzt wird. Dadurch ist es möglich, kleinere Elektromotoren und Getriebe zu verbauen und trotzdem dieselbe Qualität und Dynamik zu erreichen wie bei konventionellen Robotern. Der Antrieb durch Viergelenkketten führt insgesamt zu einem geringeren Gewicht und zu deutlich niedrigeren Kosten.

Der große Horst stemmt Lasten von 8 bis 10 Kilogramm und hat eine maximale Reichweite von 1.400 Millimetern und ist damit für Aufgaben in der Logistik sowie der metall- oder kunststoffverarbeitenden Industrie konzipiert, die große Traglast und Reichweite erfordern. Der Industrieroboter eignet sich unter anderem zum Kommissionieren sowie zum Be- und Entladen von Maschinen oder Gitterboxen. Preislich soll Horst1400 nur etwas über Horst900 liegen, der knapp 18.000 Euro kostet, verrät Patrick Zimmermann. Verfügbar ist der große Horst ab Oktober.

Weitere Neuerungen

Neben der Erweiterung der Roboterpalette arbeitet Fruitcore Robotics fleißig an weiteren Neuerungen: „Beispielsweise treiben wir die Integration von Vision-Systemen in unsere Robotersteuerung voran. Und stehen wir stehen in Kontakt mit FTS-Herstellern, um insbesondere unsere Kleinroboter Horst600 auf eine mobile Plattform zu packen“, verrät CEO Jens Riegger. Und auch betrieblich ist Fruitcore Robotics am Expandieren. „Wir sind stark gewachsen und haben inzwischen 75 Mitarbeiter. In Kürze eröffnen wir einen Produktionsstandort in Villingen, denn wir fertigen unsere Roboter komplett selbst“, sagt Patrick Zimmermann. „Zudem wächst unser Partner-Netzwerk, wir decken nun den ganzen DACH-Raum ab.“

Fruitcore Robotics GmbH

Macairestraße 3

D-78467 Konstanz

www.fruitcore-robotics.com

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