Finalisten des Kuka Innovation Award 2019 stehen fest

Healthy Living: Kuka prämiert Medizinrobotik

KUKA_LBR_Med.jpg
Der LBR Med ist die erste robotische Komponente, die zur Integration in ein Medizinprodukt weltweit zertifiziert ist. Bild: Kuka
Anzeige

Die Finalisten des Kuka Innovation Award 2019 stehen fest. Dieses Mal dreht sich Alles um die Medizinrobotik. „Der Kuka Innovation Award ist seit dem Jahr 2014 eine feste Institution. Im sechsten Jahr rücken wir erstmals die Medizinrobotik in den Fokus“, sagt Dr. Bernd Liepert, Kuka Chief Innovation Officer und Schirmherr des Wettbewerbs. Healthy Living heißt das aktuelle Thema, zu dem Robotik-Talente aus aller Welt aufgerufen waren, ihre Ideen einzureichen.

Eine internationale Fachjury wählte aus 30 Einsendungen die besten Konzepte aus. Den Finalisten wird für ein halbes Jahr jeweils ein sensitiver Kuka Leichtbauroboter LBR iiwa und ein 3D Vision System von · Roboception kostenlos zur Verfügung gestellt, mit denen die Teams ihre Konzepte umsetzen können. Zudem werden sie während der gesamten Zeit des Wettbewerbs durch Kuka Experten gecoacht. In diesem Jahr besteht erstmals die Möglichkeit, die Medizin-Variante des sensitiven Leichtbauroboters, den Kuka LBR Med, für das Finale zu nutzen.

Die fünf Forscherteams haben nun rund sieben Monate Zeit, ihre Ideen zu realisieren. Auf der Hannover Messe im April 2019 präsentieren sie ihre Applikationen auf dem Kuka Stand den Besuchern.

Die Teams im Einzelnen:

  • Team I&Bot: Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem. Ziel des Projekts der Entwickler von Capsix Robotics aus Lyon ist es, mit dem Kuka LBR Med eine automatische und personalisierte Rückenmassage durchzuführen. Behandlungen werden auf einem generischen Körpermodell definiert und mit Hilfe von Sensoren auf den Patienten adaptiert. Neben Massagen ermöglicht diese Technologie verschiedene auto-nome und personalisierte Behandlungen von Körper und Haut.
  • Team A.I. collaborative robot for laser treatments: Chronische Venenerkrankungen werden in der Regel mit laserbasierten Therapien behandelt. Normalerweise führt der Arzt den Laser mit bloßem Auge, was herausfordernd ist und viel Erfahrung verlangt. Das portugiesische Team des Labors 2AI für angewandte künstliche Intelligenz des Polytechnic Institute of Cávado and Ave entwickelt mit dem LBR Med eine roboterunterstützte Laserbehandlung für Beinvenen, die auf einer automatischen Erkennung von ungesunden Venen basiert. Durch die Zusammenarbeit von Arzt und Roboter sollen sich die Be-handlungsergebnisse signifikant verbessern.
  • Team Roboforce: Koloskopie ist weit verbreitet, um Darmkrebs im Frühstadium zu erkennen. Das Verfahren bietet große Vorteile, birgt aber auch Nachteile wie Perforati-onsgefahr, Schmerzen und hohe Kosten. Forscher der Universitäten Leeds, Vanderbilt und Turin entwickeln als Alternative eine Roboterplattform mit Magnetkapsel, die dank der magnetischen Kopplung mit einem externen Magneten auf einem LBR Med durch den Darm navigiert. Um Sicherheit und Leistungsfähigkeit zu erhöhen, verwendet das Team das Roboception Vision-System und erstellt eine äußere 3D-Karte des Patienten.
  • Team Ironna: Eine grundlegende Herausforderung in der neurochirurgischen Robotik ist die Entwicklung autonomer und intelligenter Roboter, die als hochentwickelte Operationsinstrumente eingesetzt werden können. Sie können operative Eingriffe verkürzen und sie sicherer machen. Dafür entwickeln die Forscher der Universität Zagreb ein interaktives robotisches System zur Unterstützung des Neurochirurgen in der OP-Vorbereitungsphase. Für das präoperative Vorgehen arbeitet das Team an einer interaktiven gestenbasierten Operationsplanungsschnittstelle sowie haptischen und visuellen Kontrollmethoden für die OP-Phase.
  • Team Robust: Die Applikation des Teams der TU München beschäftigt sich der roboter-assistierten Behandlung von Mikrofrakturen in der Wirbelsäule. Dabei unterstützt der LBR Med den Chirurgen beim Einführen von Nadeln in die Wirbel. Zusätzlich erhält der Chirurg über eine Augmented-Reality-Brille Hinweise zur Prozedur. Das Ziel des Projekts ist es, das derzeitige klinische Verfahren genauer, einfacher nutzbar und effizienter zu machen.

https://www.kuka.com

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Titelbild Automationspraxis 12
Ausgabe
12.2019
LESEN
ARCHIV
ABO

Schlagzeilen

KUKA: Smarte Automatisierung

KUKA Roboter Hochschule Karlsruhe

Smarte Automatisierung mit KUKA im Überblick

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Themenseite Cobot

Erläuternde Beiträge, Neuigkeiten, Anwendungsbeispiele und Hintergrundinfos rund um das Thema kollaborative Robotik

Messevideo


Mechatronik in der Mensch-Roboter-Kollaboration: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de