Betriebsdaten können bei Fanucs Field in der Fabrik bleiben

Fanuc startet IoT-Plattform Field in Europa

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Fanucs Field System sammelt und analysiert Maschinendaten vor Ort (edge heavy). Die Daten werden so direkt in der Fabrik verarbeitet. Bild: Fanuc
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Auf der EMO 2019 in Hannover gibt der Robotik- und Automatisierungsspezialist Fanuc den Startschuss für das Europa-Debüt seiner IoT-Plattform Field (Fanuc Intelligent Edge Link and Drive). Das Field System verbindet Produktionsmaschinen unterschiedlicher Generationen und Hersteller in einer Fabrik und ermöglicht so eine umfassende Datenanalyse entlang der gesamten Prozesskette.

Das Field System, das in Japan bereits eingeführt und erfolgreich in Betrieb ist, zeichnet sich durch zwei besondere Merkmale aus:

1. Es sammelt und analysiert Maschinendaten direkt vor Ort in der Fabrik (edge heavy) und lässt so den Anwendern die Wahl, ob sie ihre Produktionsdaten in der Fabrik behalten oder in eine externe Cloud hochladen möchten. „Das Field System arbeitet in erster Linie lokal. Es ermöglicht eine schnelle Reaktion im laufenden Produktionsprozess ohne Verbindung zu einer Cloud“, sagt Shinichi Tanzawa, President & CEO von Fanuc Europe.

2. Zweite Besonderheit ist die Offenheit der IoT-Plattform. Während Maschinen mit Standardprotokoll einfach ans Field System angeschlossen werden können, lassen sich für alle anderen Maschinen entsprechende Konverter entwickeln. Das Field System ist somit in der Lage, Maschinen aller Hersteller und Generationen zu verbinden.

In Europa ist ab dem vierten Quartal dieses Jahres ein App Store fürs Field System verfügbar. Field-Apps werden nicht nur von Fanuc selbst, sondern auch von Drittanbietern angeboten. Kunden können ihre gewünschten Softwarelösungen selbst auswählen und herunterladen und auch eigene Apps entwickeln. Zwei Fanuc-eigene Apps gehören zu den wichtigsten bestehenden Anwendungen fürs Field System: PMA und ZDT.

PMA steht für Production Monitoring and Analytics Software und wird zur Kontrolle und Visualisierung des Produktionsprozesses genutzt. Auf einem Monitor sehen Nutzer auf einen Blick, ob alle angeschlossenen Maschinen regulär laufen und welche Geräte, wie oft von einem Stillstand betroffen sind.

ZDT (Zero Down Time) hingegen ist ein Tool, das die vorausschauende und vorbeugende Instandhaltung unterstützt. ZDT überwacht kontinuierlich den Zustand der Maschinen, analysiert Daten und identifiziert Trends – wie Drehmomentänderungen und Störmomente. Wenn Anomalien festgestellt werden, empfiehlt das Tool den Bedienern, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Mit der ZDT App können nicht nur Roboterachsen, sondern auch Servoantriebe in der Peripherie, Antriebe von Servo-Schweißzangen oder Positioniertische überwacht werden.

Auf der EMO können die Besucher die Betriebsdaten aller aktiven Roboter und Maschinen am Stand beobachten. „Die Analyse von Echtzeitdaten kann Unternehmen helfen, die Qualität und Leistung von Systemen und Prozessen zu verbessern und die Produktivität deutlich zu steigern. Unsere europäischen Kunden sind sehr an solchen KI-Lösungen interessiert“, sagt Tanzawa.

Apps von Drittanbietern

Neben eigenen Softwareentwicklungen setzt Fanuc auf intelligente Drittanbieter-Applikationen. In Japan beispielsweise arbeitet Fanuc zur Optimierung und Weiterentwicklung des Field Systems mit über 500 Partnerunternehmen zusammen, darunter zahlreiche Softwareentwickler. In Europa wird die Zahl der Partnerunternehmen ebenfalls sukzessive ausgebaut. Bereits im April dieses Jahres hatte Fanuc auf der Hannover Messe die erste Field System-Anwendung eines Drittanbieters vorgestellt. Die App der Firma Open Data erfasst in Echtzeit die OEE (Overall Efficiency of Equipment) des gesamten Produktionssystems und visualisiert die Daten auf einem Dashboard.

Auf der EMO werden neben den Fanuc-eigenen Softwarelösungen Field System PMA und Field System ZDT mehrere Drittanbieter-Apps gezeigt. Zu den vorgestellten Tools gehört die Daily Check of Equipment App zur einfachen und zuverlässigen Durchführung und Aufzeichnung täglicher Kontrollen. Prüfpositionen werden durch Lesen des QR-Codes auf dem Gerät angezeigt und Aufzeichnungen können durch Ausfüllen, Auswahl oder Fotografieren eingegeben werden. Die CNC-Programm changes´ App protokolliert Bearbeitungsdaten und identifiziert Fehlerursachen, die auf Programmänderungen zurückgehen.

FANUC Europe Corporation S.A.

www.fanuc.eu

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