Konsortium entwickelt Schulungen und Weiterbildungsangebote für Data Science

Data Science für den Mittelstand

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Das Konsortium Data Literacy und Data Science beim Kick-off-Meeting an der Universität Ulm (Foto: Eberhardt/Uni Ulm)
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Neun Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg entwickeln im gemeinsamen Projekt Data Literacy und Data Science neue Schulungs- und Qualifizierungsangebote zur Sammlung, Bewertung und Nutzung großer Datenmengen in Unternehmen. Dabei werden ganz unterschiedliche Bildungsformate eingesetzt – Online- und Präsenzelemente ergänzen sich. Die Weiterbildungsangebote richten sich speziell an mittelständische Unternehmen.

„Große, unstrukturierte Datenmengen zu analysieren und zu bewerten, ist im digitalen Zeitalter die zentrale Voraussetzung und daher eine Kernkompetenz der Beschäftigten. Die unterschiedlichen Bildungsformate, die im Verbundprojekt entstehen, werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzen, das Potential digitaler Daten für den Unternehmenserfolg zu erkennen und zu nutzen“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zum Projekt Data Literacy und Data Science.

Das Projekt Data Literacy und Data Science wird bis Ende 2021 mit knapp einer Million Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Eine weitere Million Euro steuern das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Projektpartner jeweils hälftig bei.

Die neuen Weiterbildungsangebote aus dem Bereich Data Science haben ein klares Ziel: „Die Kompetenz des Mittelstands in der Erfassung und Auswertung von massiven Datenmengen soll gestärkt werden. Dadurch versetzen wir Unternehmen in die Lage, aus den gewonnenen Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen“, so der Projektleiter, Professor Hermann Schumacher, geschäftsführender Direktor der School of Advanced Professional Studies (SAPS). Dieses Zentrum für die berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung haben Universität und Technische Hochschule Ulm gemeinsam gegründet.

Neben der federführenden Universität und der Technischen Hochschule Ulm sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Mannheim sowie die Hochschulen Furtwangen, Albstadt-Sigmaringen und Biberach, die Hochschule der Medien in Stuttgart und die Duale Hochschule Baden-Württemberg am Projekt beteiligt. Als externer Partner unterstützt die SICOS GmbH, ein Spezialist für Simulationen und Big Data. Erste Weiterbildungsangebote sollen noch in diesem Jahr starten.

Die neuen Schulungs- und Qualifizierungsangebote sind auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) abgestimmt: Diese Zielgruppe wünscht sich Lösungen für aktuelle Problemstellungen und nachvollziehbare Beispiele mit Bezug zum eigenen Unternehmen. Als Gründe für die derzeit noch geringe Akzeptanz von Data Science in KMU werden oft fehlende Anwendungsbeispiele, zu hohe Kosten und mangelndes Wissen über den Nutzen von Big Data und Big Data-Analysen für das eigene Unternehmen angeführt. Diese Bedenken wollen die Projektpartner mit ihren Schulungen entkräften.

Die Weiterbildungsangebote rund um die Data Science richten sich sowohl an Entscheider, die grundlegendes Wissen im Bereich Data Science erwerben wollen, als auch an Anwender, die Daten mit vorhandenen Werkzeugen und Methoden analysieren. Zudem werden spezielle Lernformate für Experten angeboten, die mit neuartigen, datenbasierten Lösungsansätzen auf Probleme reagieren. Für diese Zielgruppen kombinieren die Weiterbildungsangebote eine theoretisch fundierte Wissensvermittlung mit starkem Anwendungsbezug.

Ein gestuftes Qualifizierungskonzept umfasst Präsenz- sowie Online-Elemente in Form von Vorträgen, ein- oder mehrtägige Workshops oder ganzen Studienmodulen. Als besonderes Angebot für KMU werden so genannte Data Labs an der Technischen Hochschule Ulm aufgebaut, in denen konkrete Fallbeispiele getestet werden: Anhand von Daten aus Unternehmen können Analysten und Datenwissenschaftler den Wert der Daten herausdestillieren und eine Bewertung herbeiführen.

Das Thema Data Science ist interdisziplinär, so dass mehrere Fachbereiche eingebunden werden müssen. In den Weiterbildungsangeboten werden also nicht nur Grundlagen aus Mathematik und Informatik, sondern auch betriebswirtschaftliche Kompetenzen zur datengetriebenen Entscheidungsfindung, für digitale Geschäftsmodelle oder die digitale Transformation vermittelt. Aus dem Informatikbereich kommen Elemente wie Programmierung, Datenbanken, Data Mining, Internet-of-Things-Systemmodellierung oder das Thema Datenwerkzeuge hinzu. Darüber hinaus spielen in allen Schulungs- und Qualifizierungsangeboten übergeordnete Themen wie Data Privacy, Data Compliance, Datenethik und grundlegende Datenkompetenz eine Rolle.

wissenschaftliche-weiterbildung.org


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