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Coronavirus: Bosch startet Atemschutzmasken-Produktion auf vollautomatisierten Anlagen

Bosch stellt Konstruktionspläne der Spezialanlage kostenfrei zur Verfügung
Coronavirus: Bosch startet Atemschutzmasken-Produktion auf vollautomatisierten Anlagen

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Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner nimmt eine vollautomatisierte Anlage zur Fertigung von Atemschutzmasken in Betrieb. Die Konstruktionspläne der selbst entwickelten Anlage stellt Bosch auch anderen Firmen zur Verfügung. Bild: Bosch
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Im Kampf gegen das Coronavirus hat Bosch eigene vollautomatisierte Anlagen für die Produktion von Atemschutzmasken in Betrieb genommen. Entwickelt wurde das Anlagenkonzept vom Bosch-Sondermaschinenbau. Die Konstruktionspläne stellt Bosch interessierten Unternehmen kostenfrei zur Verfügung.

Darüber hinaus ermöglicht Bosch anderen Unternehmen kostenfrei Zugang zu technischen Zeichnungen sowie Montageanleitungen und gibt Einblick in die Verpackungssystematik und Distribution der Masken. Mehr als 30 Unternehmen haben bereits Konstruktionspläne der Spezialanlage bei Bosch angefragt.

Atemschutzmaskenvor Ort herstellen

„Mit dem Einsatz unserer Spezialanlagen verringern wir Abhängigkeiten: Masken lassen sich vor Ort herstellen – dort, wo sie benötigt werden“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Bei Bedarf berät der Bosch-Sondermaschinenbau interessierte Unternehmen und liefert fertige Anlagen aus. „Bosch begegnet dem Coronavirus mit Technik. Wir bringen uns mit Innovationskraft und unserer langjährigen Fertigungskompetenz ein“, erklärt Bosch-Geschäftsführer Rolf Najork, zuständig für die Industrietechnik.

Automatische Produktionsanlage für Mundschutz-Masken

Bosch selbst hat mit der vollautomatisierten Produktion von Atemschutzmasken im Bosch-Werk in Stuttgart-Feuerbach bereits begonnen. Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH: „Die Eindämmung des Coronavirus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Indem wir unsere Mitarbeiter mit Masken aus Eigenproduktion ausrüsten, tragen wir dazu bei, den Markt zu entlasten. Zudem schaffen wir Voraussetzungen für ein sicheres Wiederhochfahren der Werke und den Schutz unserer Mitarbeiter“, sagt Denner.

Produktion von über einer halben Million Masken täglich

Die vom Bosch-Sondermaschinenbau in wenigen Wochen entwickelte vollautomatisierte Anlage zur Produktion der Atemschutzmasken wird jetzt baugleich an mehreren Standorten des Unternehmens errichtet. Neben dem Industrie-4.0-Leitwerk in Stuttgart-Feuerbach – hier sind zwei Linien vorgesehen – wird auch an den Bosch-Standorten in Naganathapura, Indien, und Juárez, Mexiko, im Wochentakt die Maskenproduktion hochgefahren. Komplettiert wird der Fertigungsverbund durch eine Anlage im Rexroth-Werk in Erbach (Odenwald). Nach dem koordinierten Hochlauf bis Ende Juni wird das Unternehmen mit fünf Linien an weltweit vier Standorten mehr als eine halbe Million Masken pro Tag fertigen.Bosch setzt die Atemschutzmasken vorwiegend zum Schutz der weltweit rund 400 000 Mitarbeiter ein. Etwaige Überkapazitäten will Bosch extern zur Verfügung stellen, länderspezifische Zulassungen und Bedarfslagen vorausgesetzt.

Erst kürzlich hatten in Bayern die Unternehmen PIA Automation (Amberg), Sandler AG (Schwarzenbach) und Zettl Group (Weng) den „Masken-Verbund-Bayern“ gegründet und die Produktion von Einweg-Mundschutzmasken gegen die Corona-Pandemie gestartet. Der Verbund will in wenigen Wochen eine sechsstellige Stückzahl Masken täglich produzieren.

Bosch-Sondermaschinenbau

Seit 25 Jahren entwickelt die Robert Bosch Manufacturing Solutions GmbH als Teil des Unternehmensbereichs Industrial Technology flexible und skalierbare Montagekonzepte, Prüf- und Prozesstechnik sowie zugehörige Dienstleistungen. So leistet die Tochtergesellschaft beispielsweise einen besonderen Beitrag im Bereich der Elektromobilität, ist unter anderem zuständig für die Endprüfung der eBike-Motoren von Bosch. Mit seinen 2 000 Mitarbeitern an weltweit neun Standorten richtet sich der Sondermaschinenbau mit seinem Angebot sowohl an die Bosch-Werke als auch an externe Kunden.

Robert Bosch GmbH

www.bosch.de


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