Autonome Transportsysteme, Software und KI sind Zukunftsthemen für Bosch

Bosch macht Milliardenumsatz mit Industrie 4.0

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Mit der Geschäftseinheit Bosch Connected Industry bündelt Bosch seine Kompetenzen in den Bereichen Software und Services unter dem Namen Nexeed. Bild: Bosch
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Industrie 4.0 ist in den Fabriken angekommen: So hat Bosch in den vergangenen vier Jahren über 1,5 Milliarden Euro mit Industrie 4.0-Anwendungen umgesetzt. Schon 2022 will Bosch jährlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz mit Industrie 4.0 erzielen.

„Industrie 4.0 rechnet sich. Mit digitalen und vernetzten Lösungen werden Fabriken effizienter, flexibler und produktiver“, ist Rolf Najork, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, überzeugt. Dies belegen auch Erfahrungen aus Bosch-internen Projekten. So hat beispielsweise das Werk in Blaichach im Allgäu durch den gezielten Einsatz moderner Fertigungstechniken die Stückzahlen bei ABS und ESP deutlich gesteigert – um 200 Prozent in sechs Jahren. Und das ohne Erweiterung der Anlagen oder Zukäufe.

Active Shuttle für Intralogistik

Um insbesondere das Zusammenwachsen von Produktion und Logistik voranzutreiben, steigt Bosch mit autonomem Transportsystem nun auch in die Intralogistik ein. Denn: Was nutzt eine hoch automatisierte Fertigung, wenn das Material nicht pünktlich und in der richtigen Menge an der Produktionslinie ankommt? „Wer die Fabrik der Zukunft konsequent zu Ende denkt, hebt Grenzen auf und verbindet: Produktion und Logistik müssen zusammen gedacht werden. Nur so lässt sich Industrie 4.0 erfolgreich umsetzen“, sagt Najork.

Auf der Hannover Messe präsentiert Bosch Rexroth das Active Shuttle: Das autonome Transportfahrzeug befördert Materialien vom Lager in die Produktion direkt dorthin, wo die Komponenten benötigt werden. Über eine integrierte Hubplattform erfolgt selbstständig das Auf- und Abladen. Handgriffe für Mitarbeiter entfallen. Ausgestattet mit Laserscannern findet das ActiveShuttle seinen Weg selbst, erkennt Fahrzeuge und Personen – und lernt dazu: Das Transportsystem erstellt eine Karte der Gegebenheiten vor Ort und aktualisiert diese kontinuierlich.

Nexeed bündelt Software-Knowhow

Zudem treibt Bosch das Thema intelligenter Software voran: „Industrie 4.0 ist ohne Software undenkbar. Mit unserer Geschäftseinheit Bosch Connected Industry bauen wir unsere Spitzenposition bei Industrie 4.0 weiter aus und bündeln unsere Kompetenzen in den Bereichen Software und Services unter dem Namen Nexeed“, sagt Dr. Stefan Aßmann, Leiter Bosch Connected Industry.

Bosch unterstützt mit der Geschäftseinheit seine Kunden dabei, Transporte zu überwachen, Produkte effizient und rasch zu fertigen und diese rechtzeitig und sicher auszuliefern. Ein Beispiel: Bei Nexeed Track and Trace teilt das Frachtgut selbst Informationen zu Standort, Temperatur und Erschütterungen mit. Logistiker können so jederzeit den Status einsehen und Rückschlüsse ziehen, ob die Ware pünktlich ankommt.

Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie

Und natürlich ist auch Künstliche Intelligenz für Bosch eine Schlüsseltechnologie: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass bis Mitte der kommenden Dekade alle Bosch-Produkte entweder über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt und produziert werden“, sagt Najork. Dabei setzt Bosch auf KI, die sicher, robust und nachvollziehbar ist.

Auf der Hannover Messe stellt Bosch Vipas vor, ein KI-basiertes System zur visuellen Qualitätskontrolle. Ausgestattet mit einem Greifarm, moderner Kameratechnik und intelligenter Software lässt sich das System einfach und komfortabel bedienen. Bei einem Pilotversuch im Bosch-Werk in Nürnberg hat Vipas 12000 Prüfvorgänge absolviert und lag in 99,9 Prozent der Fälle richtig. So hat ViPAS nahezu fehlerfrei die Teile als „in Ordnung“ oder „nicht in Ordnung“ einsortiert. In einem nächsten Schritt wird ViPAS intern weiterentwickelt mit dem Ziel, die Technologie für den Einsatz in unterschiedlichen Werken vorzubereiten.

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