Neue Märkte tun sich auf: Starkes Wachstum bei Vision-Sensoren und intelligenten Kameras

Bildverarbeitung wird Allgemeingut

3D-Systeme sorgen für schnelle und präzise Messungen. Auf der Messe Vision bilden 3D-Technologien daher mit zahlreichen Vorträgen einen Schwerpunkt. Auch eine Podiumsdiskussion am 4. November wird sich diesem Thema widmen
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Standardisierung sowie kostengünstige und einfach zu bedienende Systeme eröffnen der Vision-Technik neue Anwendungsfelder. Trotzdem bleibt die Qualitätssicherung mittels Bildverarbeitung eine höchst individuelle Angelegenheit.

„Einen festen Platz hat die Bildverarbeitung in der Qualitätsprüfung: Nahezu zwei Drittel aller Anwendungen dienen der Inspektion“, berichtet Patrick Schwarzkopf, beim Branchenverband VDMA Ansprechpartner für industrielle Bildverarbeitung. Über standardisierte Schnittstellen könne die Technologie inzwischen bei Qualitätsschwankungen sogar automatisch nachregeln: „Zunehmend werden Daten der Bildverarbeitung genutzt, um das Produktionssystem selbstständig zu optimieren.“

Steigende Tendenz weisen laut VDMA-Umfrage vor allem messtechnische Aufgabenstellungen auf. „Insbesondere 3D-Anwendungen sind stark gefragt“, so Schwarzkopf. Auch auf der Branchenmesse Vision würden 3D-Technologien daher einen Schwerpunkt bilden, zumal es hier derzeit viele Innovationen gebe.
Als weitere Fortschrittsbereiche benennt Andreas Schaarschmidt, Direktor Vertrieb und Marketing bei SVS-Vistek, LED-Beleuchtung und Anwenderfreundlichkeit der Software. Am bedeutendsten seien aber Standardisierungen im Kamera-Umfeld wie GigE-Vision und GenICam. „Erstmals haben sich alle wichtigen Kamera- und Software-Hersteller frühzeitig an einen Tisch gesetzt und die Technik einfach anwendbar gestaltet“, lobt Schaarschmidt. Vorteil für die Kunden: „Ein Wechsel des Kameratyps oder des Anbieters ist vergleichsweise einfach geworden.“
Positiv für die Anwender ist zudem der Trend zu kostengünstigen und einfach zu bedienenden Standardsystemen. „Die größten Zuwächse im Systemgeschäft erzielen die Vision-Sensoren, die ein gesamtes Bildverarbeitungssystem in einem sehr kompakten Gehäuse umfassen und für eine Anwendung konzipiert sind“, so Schwarzkopf. Anwendungsspezifische Systeme – leistungsfähig und ganz nach Kundenwunsch ausgestaltet – vermelden dagegen nur ein leichtes Umsatzplus.
Schwarzkopf sieht aber keine Verdrängung: „Anwendungsspezifische Systeme stellen mit 39 Prozent vom Gesamtumsatz nach wie vor die größte Gruppe. Und das starke Wachstum bei Vision-Sensoren und intelligenten Kameras bedeutet ja auch, dass sich neue Märkte auftun, die nur existieren, weil es solche preiswerten Lösungen gibt.“
Christof Zollitsch, Geschäftsführer bei Stemmer Imaging, nimmt daher auch eine Veränderung in der Kundenstruktur wahr: „Früher haben sich vor allem Systemintegratoren mit der Bildverarbeitungs-Technologie beschäftigt. Heute bauen Endanwender selbst Know-how auf. Bildverarbeitung wird also zur allgemein genutzten Technik.“ Er warnt aber zugleich: „Der Aufbau eines optimal auf die Anforderungen abgestimmten Bildverarbeitungs-Systems ist noch lange kein Kinderspiel.“
Das bestätigt Schaarschmidt von SVS-Vistek: Trotz des Fortschritts bei den Kameras sei man bezogen auf alle Komponenten der industriellen Bildverarbeitung noch weit von einem Baukasten-System entfernt. „Das wird sich generell auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Denn die Qualitätssicherung mittels Bildverarbeitung ist immer noch eine höchst individuell zugeschnittene Angelegenheit.“ Dies gelte auch beim Einsatz von Smart-Cameras, „auch wenn hier oft angenommen wird, dass diese ihre Arbeit nach nur ein paar simplen Mausklicks zuverlässig verrichten“.
Messe Stuttgart www.vision-messe.de
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