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Absage für Dezember: 2020 findet doch keine automatica statt

Kompaktes Präsenzformat für 2021 geplant
Absage für Dezember: 2020 findet doch keine automatica statt

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Im Dezember gibt es in München auf der automatica nun doch keine Roboter zu sehen. Gemeinsam mit der Robotik-Branche entwickelt die Messe München allerdings für Mitte 2021 ein neues Präsenzformat. Bild: Messe München
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Die wegen der Corona-Pandemie bereits von Juni auf Dezember verschobene Messe automatica findet 2020 aufgrund der sich verschärfenden Reisebeschränkungen nun doch gar nicht statt. Um die Zeit bis zur nächsten regulären automatica vom 21. bis 24. Juni 2022 zu überbrücken, arbeitet die Messe München derzeit mit Hochdruck an einem neuen, kompakten und an die Begebenheiten der Corona-Zeit angepassten Präsenzformat, das Mitte 2021 stattfinden soll. Zusätzlich baut die automatica ihr Digitalangebot weiter aus, etwa mit Webinaren. Eine virtuelle Messe, wie sie etwa die SPS als SPS Connect durchführt, plant die automatica im Dezember allerdings nicht.

Bis zuletzt für Durchführung gekämpft

Bis zuletzt hatte die Messe München dafür gekämpft, dass die automatica 2020 doch stattfinden kann: Mit der Verschiebung auf den spätmöglichsten Jahrestermin und der Ausarbeitung eines umfassenden Schutz- und Hygienekonzepts hatte die Messe München alles für eine sichere Präsenzmesse getan. Die aktuelle Entwicklung mache aber jetzt ein Umdenken zwingend erforderlich, heißt es in München.

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurden in den letzten Wochen für immer mehr europäische Länder und Regionen Reisebeschränkungen verfügt. Auch die Reisesituation außerhalb Europas hat sich praktisch nicht verbessert. Zudem haben viele nationale und internationale Konzerne interne Reiseverbote ausgesprochen. Deshalb befürchten die meisten automatica-Aussteller, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden.

„Unter diesen Umständen, die sich voraussichtlich nicht bessern werden, kann die automatica 2020 ihre Aufgabe, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen, nicht erfüllen. Eine Durchführung der automatica in diesem Dezember würde die Messe auf Dauer nachhaltig beschädigen“, so die Messe München.

Falk Senger, Geschäftsführer Messe München: „Eine Messe lebt von ihren Teilnehmern. Doch zu viele unserer Aussteller und Besucher hätten wegen der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können. Deshalb mussten wir uns letztendlich für eine Absage der automatica 2020 entscheiden. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Mit Nachdruck arbeiten wir an neuen Angeboten, um die Branche zusammen- und voranzubringen.“

Neuen Präsenz-Events im nächsten Sommer

Daher hat sich die Messe München sich in enger Abstimmung mit dem ideellen Träger der automatica, dem VDMA-Fachverband Robotik + Automation, und mit dem Fachbeirat für eine Absage der automatica 2020 entschieden. „Die ursprüngliche Entscheidung zur Verschiebung der automatica war richtig. Weil sich die äußeren Bedingungen zuletzt stark verschlechtert haben, ist eine Neubewertung der Lage jetzt aber unumgänglich. Wir sind froh, dass die Messe München flexibel reagiert hat und jetzt gemeinsam mit der Branche neue Wege geht“, betont Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA Robotik + Automation.

Auch automatica-Aussteller wie Kuka sind mit dem Vorgehen einverstanden: „Bis zum Schluss haben wir die automatica hochgehalten. Doch das aktuelle Infektionsgeschehen macht eine erfolgreiche Weltleitmesse unmöglich und hätte ihrem Anspruch und Image geschadet. Deshalb gehen unsere Pläne jetzt in Richtung eines neuen Events im nächsten Sommer, um die Zeit zur automatica 2022 zu überbrücken – und so einen notwendigen, positiven Impuls für die Branche zu geben“, sagt Wilfried Eberhardt, Vorsitzender des automatica-Fachbeirats sowie Chief Marketing Officer der Kuka AG.

Online-Event-Reihe „Let’s talk by automatica“ beleuchtet Trends

Da das Bedürfnis der Robotik-Branche nach persönlichen Kontakt-, Austausch- und Präsentationsmöglichkeiten stärker denn je ist, entwickelt die Messe München daher gemeinsam mit den Ausstellern ein neues, an die Rahmenbedingungen der Corona-Zeit angepasstes Präsenzformat mit digitalen Elementen. Das neue Event ist als kompakte ‚Messe vor der Messe‘ für den Frühsommer 2021 angedacht und soll ein Add-on zur automatica werden.

Darüber hinaus erweitert die automatica ihr digitales Angebot und bietet damit zusätzliche Austauschmöglichkeiten und Orientierungswissen. So beleuchten in der neuen Online-Event-Reihe „Let’s talk by automatica“ regelmäßig hochkarätige Experten, Anbieter und Anwender aktuelle Fragestellungen und Trends rund um Robotik und Automation. Außerdem ist unter anderem geplant, wesentliche Bausteine des ursprünglich für die Dezember-Messe geplanten Rahmenprogramms virtuell anzubieten. Das gilt beispielsweise für das International Symposium on Robotics (ISR).

https://automatica-munich.com/de/

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