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Künstliche Intelligenz: „Das sind die drei Herausforderungen für den KI-Einsatz in der Industrie“

Interview mit Sebastian Seutter, Global Manufacturing Lead, UiPath GmbH
Künstliche Intelligenz: „Das sind die drei Herausforderungen für KI in der Industrie“

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Sebastian Seutter erwartet mit KI eine starke Transformation der Arbeit: „Es wird zu einer signifikanten Verschiebung an der Grenze zwischen Mensch und Maschine kommen.“ Bild: Seuter/Uipath
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Warum die Fertigungsindustrie stark in künstliche Intelligenz investiert und wo beim KI-Einsatz noch Hürden zu nehmen sind, verrät Sebastian Seutter, Global Manufacturing Lead beim Softwarespezialisten Uipath.

Wo sehen Sie für den KI-Einsatz in der Produktion die größten Potenziale?

Seutter: KI hat das Potenzial, das Wachstum der Industrie zu steigern, daher wird die Industrie bei der Anwendung der Technologien rund um künstliche Intelligenz führend sein. Darin sind Aktivitäten entlang der Wertkette bedeutend – insbesondere die Produktion sowie die Logistikaktivitäten versprechen die höchsten Potenziale.

Warum ist KI für die Industrie so wichtig? Geht es ums Kosten sparen?

Seutter: Nein, der größte Treiber für den Einsatz von KI sind neue Fähigkeiten und nicht die möglichen Kosteneinsparungen. Einer der Hauptvorteile, die Unternehmen von der KI-Einführung erwarten, ist die Erlangung oder Erhaltung von Wettbewerbsvorteilen. Außerdem befürchten Unternehmen, dass neue Player KI nutzen werden, um ihre angestammten Märkte zu betreten.

Was bedeutet das in Zahlen?

Seutter: Laut Prognosen sollten bis zu diesem Jahr 9,5 Milliarden Dollar in KI für die Fertigungsindustrie investiert werden. Das macht die Fertigungsindustrie zu einem der Sektoren, die am meisten in KI-Technologien investieren. Dabei wird sich in den kommenden Jahren der Fokus von der intelligenten Produktion auf neue Produkte und Dienstleistungen sowie das Supply Chain Management mit KI verschieben.

Und welche Herausforderungen sind für den KI-Einsatz noch zu lösen?

Seutter: Da fallen mir drei wichtige Themen ein, die ich ganz besonders hervorheben möchte. Das erste würde ich als Transformation der Arbeit bezeichnen: Es wird zu einer signifikanten Verschiebung an der Grenze zwischen Mensch und Maschine kommen, wenn es um die bisherigen Arbeitsaufgaben geht. Allerdings wird KI die Mitarbeiter mehr ergänzen als ersetzen.

Und die zweite Herausforderung?

Seutter: Ist der Mangel an erfahrenem Personal und Wissen zur KI: Künstliche Intelligenz erfordert mehr Fachkräfte, die gut ausgebildet sind und geschult werden müssen. Nur so lassen sich intelligente Systeme entwickeln, betreiben und warten sowie die Fehlersuche und die fortlaufende Verbesserung dieser Lösungen voranbringen.

Aber auch die Daten sind sicher ein Thema, oder?

Seutter: Genau, der Bedarf an den richtigen Daten – die dritte Herausforderung – ist schon ein Dauerbrenner. Die Datenqualität ist eine der größten Herausforderungen für die erfolgreiche Implementierung, den Betrieb und die fortlaufende Weiterentwicklung von KI-Systemen in Unternehmen. Hier gilt es, von der Konnektivität über das Datenmodell und -management bis in die Nutzung der Daten in Arbeitsabläufen und Geschäftsmodellen alles ganzheitlich für den Einsatz von KI umzusetzen.

Uipath GmbH

Rosenheimer Str. 143C

81671 München

www.uipath.com/de


Zur Person: Sebastian Seutter

Sebastian Seutter ist Global Manufacturing Lead bei der Uipath GmbH in München, einem Spezialisten für Software zur Robotic Process Automation (RPA). Zuvor war Sebastian Seutter als Senior Industry Executive Manufacturing bei Microsoft Deutschland aktiv.

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