Turck kauft Industrie-4.0-Kompetenz ein

Automatisierungsspezialist übernimmt finnischen RFID-Experten Vilant

Turck wächst 15 % und kauft Industrie-4.0-Kompetenz ein

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„Um Turck weiter als kompetenten Wegbereiter für Industrie 4.0 zu etablieren, werden strategische Technologieakquisitionen oder -beteiligungen auch zukünftig zentraler Bestandteil der Strategie sein“, kündigt Christian Wolf an. Bild: Turck
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Der Mülheimer Automatisierungsspezialist Turck erwartet in 2017 ein stolzes 15-Prozent-Plus beim Umsatz und knackt daher erstmal die 600-Millionen-Euro-Marke. „2017 wird für uns das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte“, freut sich Turck-Geschäftsführer Christian Wolf, „und zwar in allen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.“

Besonders beeindruckend: Turck musste in 2017 nicht nur das Wachstum von 15 Prozent stemmen, sondern zugleich auch ein firmenweite SAP-Einführung meistern: „Da haben unsere Mitarbeiter viel geleistestet und musste viele Überstunden machen, auch am Wochenende“, lobt Christian Wolf den Einsatz der Belegschaft als „aller Ehren wert.“

Während sich das Geschäft in Deutschland laut Christian Wolf „solide“ entwickelt, legt Turck vor allem in den USA (mit 40 Prozent Umsatzanteil ohnehin ein sehr wichtiger Markt) und China rasant zu: USA wächst 22 und China sogar 32 Prozent. Haupttreiber sind dabei Automobil-Projekte.

„Mit der Unternehmensstrategie 2020 baut Turck weiter auf regionale Nähe und weltweite Lösungskompetenz“, ergänzt Christian Wolf. Verstärkte Lösungskompetenz im Software-, System- und Dienstleistungsgeschäft, das von großer strategischer Bedeutung ist, verspricht sich Turck von der 100-Prozent-Übernahme des finnischen RFID-Turnkey-Lösungspartners Vilant Systems. „Unsere Kunden benötigen nicht nur exzellente Hardwareprodukte, sondern immer mehr komplette Systemlösungen wie Software, Integration und Wartung, vor allem im RFID-Geschäft“, sagt Christian Wolf.

Das finnische Unternehmen Vilant hat mit rund 50 Mitarbeitern und vier Tochtergesellschaften in den 15 Jahren seines Bestehens über 1000 RFID-Systeminstallationen in 35 Ländern realisiert und ist damit ein großer Player im industriellen RFID-Systemgeschäft. Die Gründungspartner Ville Kauppinen und Antti Virkkunen (daher Vil-Ant) bleiben Geschäftsführer der neuen Firma Turck Vilant Systems.

Der Kauf von Vilant ist Turcks „erste echte Akquisition in 52 Jahren Unternehmensgeschichte“, betont Christian Wolf. Neben der Lösungskompetenz im RFID-Umfeld erhofft sich Turck insbesondere auch Impulse durch Vilants clevere Software und Algorithmen für dezentralisierte Intelligenz.

Ohnehin will Christian Wolf den Softwarebereich über Kooperationen, Technologie-Buyouts, Beteiligungen oder Übernahmen weiter strategisch erweitern. „Wir können nicht alles organisch aufbauen. Wir müssen fehlende Technologien schnell ins Unternehmen holen“, betont der Turck-Geschäftsführer. „Um Turck weiterhin als kompetenten Wegbereiter für Industrie 4.0 zu etablieren, werden strategische Technologieakquisitionen oder -beteiligungen daher auch zukünftig zentraler Bestandteil der Strategie sein.“ Im Fokus stehen vor allem Themen wie Predictive Analytics, Engineering Services oder IoT Gateways.

www.turck.de

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