Mindsphere, KI und Edge: Siemens treibt Digitalisierung voran Siemens baut Digital Enterprise Angebot aus

Mindsphere, KI und Edge: Siemens treibt Digitalisierung voran

Siemens baut Digital Enterprise Angebot aus

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Siemens-Chef Klaus Helmrich: „Mit der weiteren Integration von Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Edge Computing stellen wir die Weichen für die Zukunft der Industrie.“ Bild: Siemens
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Siemens treibt mit dem Ausbau seines Digital-Enterprise-Portfolios die digitale Transformation in der Industrie weiter voran. „Immer mehr Industrieunternehmen, insbesondere aus dem Mittelstand, sind auf dem Weg zur Industrie 4.0 und erhöhen schon jetzt mit digitalen Lösungen ihre Wettbewerbsfähigkeit“, so Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, auf der SPS IPC Drives. „Mit der weiteren Integration von Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Edge Computing in unser Portfolio stellen wir die Weichen für die Zukunft der Industrie.“

So besetzt Siemens mit Industrial Edge jetzt auch das Thema Edge Computing. Industrial Edge ermöglicht eine maschinennahe Datenverarbeitung und ergänzt damit das Cloud Computing mit Mindsphere. Anwender und Maschinenbauer können so je nach Bedarf die Daten auf der Feldebene (Edge) oder in der Cloud (Mindsphere) analysieren. Helmrich vergleicht das mit einem Schieberegler, mit dem Anwender die Datenverarbeitung flexibel näher an die Maschine rücken können.

Zudem integriert Siemens Technologien der Künstlichen Intelligenz in das Edge Computing. Erste KI-Anwendungen sind bereits bei Siemens selbst erfolgreich im Einsatz: Mit KI auf Basis von Edge-Geräten werden im Elektronikwerk Amberg ungeplante Maschinenstillstände durch Motorlagerschäden an Leiterplatten-Fräsmaschinen mithilfe vorausschauender Wartungsmaßnahmen um 100 Prozent reduziert. Zudem konnte man dank Simatic Edge mit KI den Aufwand für die teure Röntgenprüfung der Leiterplatten um 30 Prozent reduzieren.

KI integriert Siemens aber nicht nur in seine Edge-Computer, sondern mit einem speziellen KI-Modul auch direkt in seine Steuerung Simatic S7–1500. Die S7–1500 TM NPU (Neural Processing Unit) ist ausgestattet mit dem KI-fähigem Chip Intel Movidius Myriad X Vision Processing Unit und ermöglicht so die effiziente Verarbeitung neuronaler Netze. Der verbaute Intel Myriad X VPU Chip ist der erste seiner Klasse mit einem dedizierten Hardwarebeschleuniger für tiefe neuronale Netzstrukturen. Die integrierte Bildverarbeitungseinheit zusammen mit der Recheneinheit für neuronale Netze macht den Myriad X zum Vorreiter für Computer Vision Applikationen.

Durch die Anwendung von Machine-Learning-Algorithmen für die Machine Vision lassen sich beispielweise Qualitätskontrollen und Roboter-basierte Handling-Vorgänge optimieren. Der Vorteil kommt zum Beispiel bei Pick-and-Place-Applikationen zum Tragen, bei denen ein mobiler Roboter in einer Kiste Teile erkennen, herausnehmen und platzieren muss. Auch bei Qualitätsprüfungen kann menschliches Expertenwissen über Konsistenz, Farbe oder Beschaffenheit eines Produkts durch das Training eines neuronalen Netzes mit zugeordneten (Bild-) Daten direkt an das KI-Modul übertragen werden.

Zudem baut Siemens sein Ökosystem rund um die Cloud-Plattform Mindsphere aus. So wächst die Zahl der Mitglieder der Nutzerorganisation Mindsphere World auf aktuell 37 in Deutschland und 18 in Italien. Rund 200 Partner beteiligen sich am Mindsphere-App-Store namens Mindsphere Digital Exchange. 250 Apps sind bereits auf Mindsphere verfügbar.

Zudem hat Siemens sein Mindsphere Angebot durch die Übernahme von Mendix ausgebaut. Deren Low-Code-Plattform erleichtert insbesondere mittelständischen Unternehmen die Entwicklung von Apps für Mindsphere. Helmrich verspricht durch die Low-Code-Applikationsentwicklung eine zehnmal schnellere Entwicklung von Apps.

Mindsphere ermöglicht zudem eine hohe Flexibilität bei der Wahl der Infrastruktur, ob Amazon Web Services, Microsoft Azure oder die Alibaba Cloud in China. Die Bedeutung von Kooperationen im Zeitalter von Industrie 4.0 erläuterte Helmrich unter anderem am Beispiel einer Zusammenarbeit aus dem Bereich Kommunikationsnetzwerke. So haben Siemens und die HP-Tochter Aruba eine strategische Partnerschaft für integrierte Netzwerke geschlossen. Basierend auf ihren komplementären Produktportfolios werden Kunden bei der Realisierung von durchgängigen Kommunikationsnetzwerken – von der Fabrikhalle (OT) bis in Büroumgebungen (IT) – unterstützt.

www.siemens.de/sps-ipc-drives

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