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Ohne Blockchain wird nichts mehr gehen

Mit der Technologie werden die Supply Chains der Industrie effizienter organisiert
Ohne Blockchain wird nichts mehr gehen

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Karl-Heinz Land: „Die Blockchain verspricht so viele Vorteile, dass wir ihre Zukunft regelrecht provozieren müssen.“ © Fotohinweis:
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Die Blockchain bewegt die Gemüter: Viele Skeptiker beklagen einen Hype, sehen zu viel Aufhebens um diese Technologie, die mit den Kryptowährungen entstanden ist. Ich bin entschieden anderer Meinung. Ohne Blockchain wird in wenigen Jahren nichts mehr gehen. Sie ist quasi das „Betriebssystem“ der neuen, über das Internet der Dinge vernetzten Welt und fügt ihr ein entscheidendes Qualitätsmerkmal hinzu: einen guten Grund, Vertrauen in die Digitalisierung, in die Sicherheit der Daten und Verlässlichkeit von Transaktionen zu fassen.

Die Blockchain, dies hier nur zur Erinnerung, speichert Transaktionen Schritt für Schritt in Blöcken, so dass eine Kette (die „Chain“) entsteht. Die Blöcke werden identisch und mit Zeitstempeln auf tausenden Rechnern abgelegt. Diese Vielzahl an Speicherplätzen muss jeden weiteren Schritt einer Transaktion verifizieren. Praktischerweise lassen sich mit der Blockchain Abläufe über sogenannte „Smart Contracts“ automatisieren und an Bedingungen knüpfen. Außerdem ist es möglich, mittels der Blockchain autonome Netzwerke zu organisieren.

Das alles ist genauso genial, wie es klingt. Mit der Blockchain werden die Supply Chains der Industrie effizienter organisiert. Verabredungen zwischen Unternehmen lassen sich festschreiben und werden automatisch eingehalten. Die Blockchain regelt den Datenverkehr im Geflecht der Sensoren, Geräte („Dinge“), Maschinen, Anlagen und Roboter, das die Industrie von morgen prägt. Sie sorgt dafür, dass der Produktionsablauf nicht durcheinander gerät und rechnet den Verbrauch von Ressourcen ab.

Die Blockchain reduziert die
Komplexität im Wirtschaftssystem

Die Blockchain ermöglicht und fördert – und das wird die Industrie vielleicht am eindrucksvollsten verändern – direkte Verbindungen. Sie verbindet Akteure „Peer-to-Peer“, auf Augenhöhe, und macht alle Mittelsmänner überflüssig. Ob in einem Unternehmen, wo die Hierarchien und Silos übersprungen werden, im Zusammenspiel mit den Partnern auf Lieferanten- und Vertriebsseite und vor allem im Geschäft mit den Kunden. Anders gesagt: Die Blockchain reduziert die Komplexität im Wirtschaftssystem.

Wer in dieser Netzwerkökonomie keinen echten, direkten Nutzen generiert, ist nicht mehr Teil der Wertschöpfung. Das gilt, und das muss so klar ausgesprochen werden, auch für den Menschen. Die Blockchain weitet die Automatisierungszone.

Noch sind nicht alle Probleme überwunden und alle Fragen gelöst. Die Reaktionszeiten der Blockchain sind noch zu lang und verhindern einen Echtzeitbetrieb. Außerdem verbrauchen die vielen Rechner und Server, die zur Verwaltung von Blockchains gebraucht werden, noch exorbitant viel Energie. Aber die Blockchain verspricht so viele Vorteile, dass wir ihre Zukunft regelrecht provozieren müssen. So drückt es der Blockchain-Papst Don Tapscott vom Blockchain-Research-
Insitut (BRI) in Toronto aus – und ich pflichte ihm unumwunden bei!


Zum Autor

Karl-Heinz Land ist Gründer der Strategie- und Transformationsberatung Neuland sowie Sprecher der Initiative Deutschland Digital. Als Keynote-Speaker eröffnet er am 19. Juni auch das Automatica Forum 2018.

https://automationspraxis.industrie.de/

automaticaforum/


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